Denkmäler für Hunde

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Das Jung-Bismarck-Denkmal mit Biscmarcks Hunden

Klischee vorweg: Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Damit können Hunde vermutlich wenig anfangen. Auch Denkmäler interessieren sie wenig. Trotzdem hat man verschiedenen Hunden Statuen und andere Erinnerungsstätten gewidmet.

Schon im alltäglichen Zusammenleben kann ein liebenswürdiger Vierbeiner seinem Besitzer Freude machen. Er nimmt ihm Aufgaben ab und schenkt stetig Freude. Bei einigen Hunden steht ihre Aufgabe im Vordergrund, beispielsweise bei Blindenhunden. Aber auch Familienhunde erledigen die ein oder andere Kleinigkeit, beginnend beim Holen der Zeitung.

Einige Hunde sind jedoch durch ihre Taten zu Berühmtheit gelangt. Einigen von ihnen setzte man ein Denkmal. Diese sind nicht auf ein einzelnes Land oder einen Kontinent beschränkt. Weltweit erinnern zahlreiche Denkmäler an Hunde. Sie retteten Menschenleben, machten auf Ungerechtigkeiten aufmerksam oder fielen durch ihre Treue auf.

Hunde-Denkmäler für Treue, Mut und Intelligenz

Hunde-Denkmal: BaltoEin Beispiel ist der Schlittenhund Balto. Anno 1925 rettete er viele Menschen vor einer Epidemie: In Nome, einem kleinen Ort in Alaska, war damals die Diphtherie ausgebrochen. Aufgrund der Wetterverhältnisse waren Schlittenhunde die einzige Möglichkeit, Medikamente in die Stadt zu bringen. Rund 1.000 Kilometer kämpfte sich der Siberian Husky Balto durch den Schnee und rettete somit die ganze Stadt vor dem sicheren Tod.

Für seine Ausdauer, Treue und Intelligenz wurde Balto ein Denkmal gesetzt. Die von dem berühmten Bildhauer Frederick Roth geschaffene Statue steht noch heute im New Yorker Central Park. Zusätzlich ehrt ein Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1995 den heldenhaften Hund. Das Yukon Quest Hundeschlittenrennen erinnert ebenfalls an die Reise von Balto.

Ein weiteres Denkmal für einen Hund befindet sich in der Moskauer U-Bahn-Station Mendelejewskaja. Gewidmet ist es dem herrenlosen Mischlingsrüden Maltschik. Er verbrachte sein Leben an dieser U-Bahn-Station, bis er 2001 von einer geisteskranken Passantin brutal getötet wurde. Der Fall erregte ungewöhnlich viel Beachtung, da er viele Moskauer auf die häufige Misshandlung von Tieren aufmerksam machte.

Die bronzene Skulptur von Maltschik soll ein Zeichen gegen Missachtung von Tierrechten setzen. Auf dem Sockel der rund 50 Zentimeter hohen Figur ist der Schriftzug „Mitgefühl. Dem humanen Umgang mit heimlosen Tieren gewidmet“ zu lesen.

Mittlerweile ist das Denkmal eine echte Besucherattraktion bei Touristen und gilt als ein Wahrzeichen des U-Bahnhofs Mendelejewskaja.

Auch in Deutschland gibt es einige Denkmäler, die Hunden gewidmet sind. So befindet sich beispielsweise auf der Rudelsburg, bei Bad Kösen in Sachsen-Anhalt ein Denkmal von Otto von Bismarck. Es zeigt ihn mit einer seiner geliebten Deutschen Doggen.

Das sogenannte Jungbismarck-Denkmal mit Reichshund ist heute allerdings nur noch ein Nachguss der ursprünglichen Figur. Otto von Bismarck besaß nacheinander viele Doggen. Sie unterstützten ihn häufig bei seiner politischen und diplomatischen Arbeit. Nach ihrem Tod wurden sie auf seinem Landgut in Varzin begraben.

Der Hund als Liebesbote

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Bei Winterstein im Thüringer Wald kannst du das Denkmal für den Hund Stuczel sehen. Stuczel war jahrelang Bote: Er überbrachte Liebesbriefe zwischen dem Ritter Kurt Weckheim und seiner späteren Ehefrau Hilarie von Wangenheim. Als der vierbeinige Amor 1650 starb, wurde ihm auf seinem Grab an der Burgmauer ein Denkmal gesetzt. Noch heute kannst du es dort sehen.

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