Mit dem Hund in die Berge

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Eine junge Frau geht mit ihrem Hund einen Bergpfad aufwärts, steinige Gipfel im Hintergrund, rechts Abhang mit Gras.

Ein Ausflug mit dem Hund ins Gebirge ist ein tolles Abenteuer, das allen Beteiligten Spaß macht. Bevor es losgehen kann, solltest du aber einige wichtige Punkte bedenken.

Eignet sich mein Hund für eine Bergtour?

Nicht jeder Hund ist gleich gut für das Gebirge geeignet. Eine kurze Wanderung mit moderater Steigung ist für die meisten Tiere kein Problem. Klettern mit Hund sieht da schon etwas anders aus.

Dass dein Hund weder krank noch sehr alt sein sollte, ist selbstverständlich. Bei sommerlichen Temperaturen empfiehlt es sich auch, Hunderassen mit einem sehr langen, dichten Fell zu Hause zu lassen. Die Sonneneinstrahlung ist im Gebirge meist noch intensiver und würde ihnen noch mehr zu schaffen machen als in der Ebene.

Ist dein Hund gut für die geplante Streckenlänge trainiert, das heißt läuft er problemlos mehrere Kilometer, ohne zu ermüden? Prima, dann ist schon ein weiterer sehr wichtiger Punkt erfüllt!

Bei steilen Touren, die auch einen Kletteranteil oder andere schwere Abschnitte beinhalten, solltest du noch einen weiteren kritischen Blick auf deinen vierbeinigen Freund werfen.

Hunde mit sehr kurzen Beinen sind für das Klettern anatomisch nicht ganz so gut ausgerüstet. Das Gleiche gilt für sehr große und schwere Hunde. Rassen mit kurzer Schnauze, die beim Sport generell Probleme haben, werden die dünnere Luft im Gebirge auch nicht schätzen.

Bedenke auch, dass ein Klettersteig defekt sein kann oder schwerer als im Bergführer angegeben. Gibt es dann keine Ausweichroute, musst du deinen Hund womöglich ein kurzes Stück abseilen. Das geht nur mit einem (Spezial-)Geschirr und wenn der Hund nicht allzu schwer ist.

Weniger extrem, aber auch zu bedenken sind die vielerorts im Weg eingelassenen Eisengitter, die weidende Rinder am Ausbruch hindern. Die einzelnen Stangen dieser Gitter haben einen recht großen Abstand, und das Gitter an sich ist sehr breit. Während ein kleiner Hund hier kurz getragen werden kann, bekommt ein großer, schwerer Hund damit unter Umständen Schwierigkeiten.

Kuhherden im Gebirge

2014 gab es mehrfach Schlagzeilen: Kühe verletzten Wanderer, oft auch Hunde. Grundsätzlich ist Wandern mit Hund nicht gefährlicher als ohne. Problematisch sind Hunde, die Kühe nicht kennen oder schlecht erzogen sind. Wenn sie auf die Rinder zurennen, erschreckt dieses. Ist Jungvieh dabei, wird zudem der Beschützerinstinkt geweckt.

Am besten umgehst du Gebiete mit frei weidendem Vieh. Ist das nicht möglich, solltest du auch im Gebirge eine Leine dabeihaben und einsetzen. Gefährlich wird es übrigens, wenn eine Kuh den Kopf senkt. Dann heißt es: Schnell weg, sowohl für dich als auch deinen Hund.

Einen gehorsamen Hund kannst du aber frei laufen lassen. Lobe ihn beispielsweise, wenn er ohne Zwischenfall an eingezäunten Kuhwiesen vorbei geht.

Welche Vorbereitungen muss ich treffen?

Eine sorgfältige Planung ist für jede Bergtour zu empfehlen. Das gilt natürlich auch für eine Bergtour mit deinem Hund.

Die Wahl der Strecke solltest du sorgfältig treffen und die Wettervorhersage beachten. Aber auch die richtige Ausrüstung und das notwendige Gepäck bedürfen einer gewissen Vorbereitung. Was du selbst brauchst, kannst du schon selbst einschätzen. Soll dein Hund mit auf den Berg, musst du für ihn ein paar zusätzliche Dinge einpacken:

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  • Wasserflasche (kann unterwegs meist aufgefüllt werden)
  • Wasserdichter, platzsparender Faltnapf
  • Halsband, Geschirr und Leine
  • Leckerlis
  • Evtl. eine dünne Decke zum Liegen
  • Für kurzhaarige Hunde: Hundemantel (für Regen und/oder Temperaturstürze)
  • Erste-Hilfe-Tasche: Mullbinden, sterile Kompressen, Desinfektionsmittel für die Haut oder medizinischer Alkohol, Pinzette, Zeckenzange, Einmalhandschuhe, kleine Plastiktüte (z. B. als wasserfester Schutz über einem Verband an der Zehe)
  • Telefonnummer eines Tierarztes oder einer Tierklinik in der Nähe

 

On Tour: Tipps und Tricks für Hunde im Gebirge

Mit dem Hund am Berg unterwegs zu sein, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Doch neben allen guten Seiten, die eine Wanderung mit dem Vierbeiner hat, gibt es auch Gefahrensituationen, auf die du vorbereitet sein musst.

Auch im Gebirge gibt es Weidetiere und Wild. Ein jagender Hund begibt sich hier schnell in Lebensgefahr. Gefährliche Situationen können auch entstehen, wenn es regnet und der Weg glatt und glitschig wird. Ein angeleinter Hund, der zieht oder einen falschen Schritt macht, kann euch zusammen zum Absturz bringen.

Ist dein Hund vom Weg abgekommen und traut sich nicht zurück, kann es hilfreich sein, ein Leckerli griffbereit zu haben.

Bei warmen Temperaturen solltest du besonders auf regelmäßige Pausen achten. Ideal ist eine geplante Route, bei der man z. B. an einer Alm vorbeikommt. Dort kannst du etwas essen und dein Hund freut sich über frisches Wasser und ein schattiges Plätzchen. „Richtig“ füttern solltest du ihn unterwegs nicht, ein paar Leckerlis sind aber natürlich erlaubt.

Kommt ihr an einem Gebirgsbach oder einem kleinen Wasserfall vorbei, kannst du deinen Hund in der Regel problemlos trinken oder sogar baden lassen.

Wählst du bevorzugt kleinere Pfade mit weichem Naturboden, schonst du eure Gelenke und die Pfotenballen deines Hundes. Eine abwechslungsreiche Strecke mit etwas Wald, Almwiesen und felsigem Gebiet macht die Bergtour noch interessanter.

Wie du siehst, können Berg, Hund und Mensch wunderbar harmonieren.

Viel Spaß bei eurer ersten Tour!

 

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