Camping mit Hund: Darauf kommt es an!

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Camping mit Hund: Weißer Hundekopf vor Wohnmobil und blauem Himmel.

Camping ist für Hund und Halter eine entspannte Angelegenheit im Vergleich zu einem Urlaub im Hotel. Doch beim Hundecamping ist einiges zu beachten, um den Urlaub rundum zum Vergnügen für beide Seiten zu machen. Dabei solltest du zunächst prüfen, ob der gewünschte Campingplatz Hunde überhaupt erlaubt.

Der richtige Campingplatz für Hunde

Campingplätze haben unterschiedliche Regeln und Ausstattungen. Noch vor einigen Jahren musstest du zum Campingführer greifen. In Zeiten des Internets ist das überflüssig. Die meisten Campingplätze haben eigene Webseiten, auf denen du dir den Platz anschauen kannst und auch Informationen über die Stellplätze erhältst. Die erste Frage sollte natürlich lauten: Sind Hunde überhaupt gestattet?

Frage am besten auch nach, ob der Hund im Zelt oder im Wohnmobil gestattet ist – je nachdem, womit du reisen möchtest. Einige Campingplätze erlauben Hunde nur in bestimmten Unterkünften, z. B. nur im Caravan und nicht im Zelt.

Ist dies geklärt, solltest du schauen, ob die Plätze von Hundehaltern von anderen Stellplätzen getrennt sind. In der Regel ist dies zu begrüßen: Gäste ohne Hund werden so nicht von ihnen gestört. Auf Konflikte im Urlaub hast du schließlich auch keine Lust!

Aber mit einer Trennung von „Normalcampern“ und Hundecampern kann ein weiteres Problem auftreten: Wo dürfen Hunde zelten? Einige Campingplätze haben ihre Stellplätze für Hunde am Rand. Das kann ein schattiger Bereich vor dem Tor des eigentlichen Platzes sein, dann ist alles in Ordnung. Manchmal ist der Hundestellplatz jedoch ein kahles oder schmutziges Gebiet in das „problematische“ Camper abgeschoben werden. Schau dir also im Vorfeld an, wie der Campingbereich für Hundebesitzer aussieht.

Manchmal haben Anbieter auch Gutes im Sinn, bei den Details aber nicht aufgepasst – aus Unkenntnis, weil es immer schon so gemacht wurde. Oft findet sich daher als Untergrund Kies. Der hält lange, wird nicht niedergetrampelt, verbrennt nicht in der Sonne und zeigt auch keine unschönen Flecken. Er ist austauschbar und pflegeleicht. Für deinen Hund ist er jedoch alles andere als ideal. Du hast Schuhe an, dein Hund nicht. Grober Kies tut deinem Vierbeiner ebenso weh wie dir der Stein in deiner Sandale. Viel besser ist ein Campingplatz mit Grasboden. Hier kann dein Hund unbeschwert laufen – und auch du kannst deine Schuhe mal zur Seite legen.

Gibt es Extra-Kosten für deinen Hund? Das kann zweierlei bedeuten. Entweder nimmt man das Geld nur gerne mit; oder man bietet auch einen echten Mehrwert für Hunde. Natürlich verursachen Hunde auch einen höheren Aufwand, zum Beispiel für die notwendigen Koteimer. Umgekehrt kann aber auch kostenloses Hundecamping zwei Dinge bedeuten: Entweder hat sich der Campingplatz keine Gedanken gemacht oder er ist wirklich hundefreundlich ausgerichtet und hat den Zusatzaufwand in den allgemeinen Preisen abgedeckt.

Checkliste

  • Sind Hunde erlaubt?
  • Zelten oder Wohnmobil?
  • Hundehalter und andere Gäste getrennt?
  • Angenehmer Bereich für Hundecamper?
  • Bodenbeschaffenheit?
  • Extra-Kosten?

 

Interessante Extras für Hundecamper

Wo willst du campen? Soll es stadtnah sein so dass du deinen Platz als Ausgangspunkt fürs Sightseeing nutzen kannst? Oder willst du mitten in der Natur campen, zum Beispiel im Wald? Besonders beliebt ist Camping am See – auch für deinen Hund. Achte in diesem Fall darauf, dass dein Hund auch tatsächlich an und ins Wasser darf! Das gilt ebenfalls beim Camping an Nord- und Ostsee. Hier zählt Rügen zu den beliebtesten Campingplätzen.

Gibt es einen Hundestrand? Wie sieht er aus und wie groß ist er? Auch Extras können interessant sein: Gibt es eine Hundedusche? Eine Hundetoilette? Werden Beutel zur Kotentsorgung bereitgestellt? Wichtig sind auch Stellen, an denen du die Hinterlassenschaften loswerden kannst.

Ganz anders natürlich in den Alpen: Auch hier gibt es tolle Campingplätze für deinen Hund, sowohl in Deutschland als auch jenseits der Grenze. Hier hast du keinen Strandurlaub im Sinn. Vermutlich willst du mit deinem Hund eher wandern gehen – oder die Ruhe an einem Bergsee genießen.

Überlege im Voraus, was du mit deinem Hund erleben willst. Ein längeres Ausspannen am See sollte andere Möglichkeiten bieten als ein Campingplatz, auf dem du während einer langen Wanderung nur einmal übernachtest.

Interessante Extras fürs Hundecamping

  • Hundewiese
  • Hundestrand
  • Hundeschule
  • Hundeplatz
  • Geleitete Wandertouren oder Wanderrouten
  • Nahes Waldgebiet mit erlaubtem Freilauf

 

Hundecamping richtig vorbereiten

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Ist dies das erste Mal, dass du mit deinem Hund campen fährst? Falls nicht, denke an deinen letzten Campingurlaub zurück und erinnere dich an die Schwierigkeiten. Dieses Jahr soll alles besser werden! Bist du Ersthundecamper, denke daran, dass es deinem Hund gutgehen muss. Du freust dich aufs Zelten, aber dein Hund weiß nicht, was passiert.

Camping an sich ist eine tolle Urlaubsmöglichkeit gerade für Hundebesitzer. Auf hundefreundlichen Zeltplätzen haben sie in der Regel mehr Freiheit als in einem Hotel – du kannst individueller gestalten. Vermutlich reist du zum Zelten mit dem Auto an oder in einem Wohnmobil. Mache bei der Anfahrt großzügig Pausen – das erspart nicht nur deinem Hund Stress, sondern auch dir. Beachte auch unsere Tipps zum Hund im Auto!

Nimm auf jeden Fall das gewohnte Futter deines Hundes mit. Nicht immer gibt es vor Ort das richtige Futter, gerade wenn euer Campingplatz etwas abgelegener ist. Eine Umstellung kann Durchfall verursachen.

Überlege auch frühzeitig, wie du deinen Hund unterbringen willst. Für dich gibt es tagsüber den Liegestuhl. Packe doch eine Iso-Matte für deinen Hund ein, so dass er sich auch auf härteren Untergrund legen kann. Konfrontiere ihn nicht erst am Ziel mit dieser Matte. Besser ist, wenn dein Hund sein Ferienbett schon vorher kennenlernt. So ersparst du es dir auch, etwa einen Hundekorb oder gar ein Hundebett mitzuschleppen.

Wo schläft dein Hund? Bei dir im Wohnmobil? Ist es warm genug, dass er draußen schlafen kann? Oder soll er ein eigenes Hundezelt bekommen?

Denke auch an sonstiges Equipment wie Spielzeug, einen Ball oder eine Frisbee für den Strand.

Regeln für den Campingplatz

Jeder Campingplatz hat natürlich seine eigene Hausordnung, die du dir schon vor der Anreise durchlesen solltest. Aber es gibt auch ungeschriebene Regeln. Beachtest du diese, kommst du auch mit Campern aus, die selbst keinen Hund haben!

  1. Sei besonders vorbildlich gegenüber anderen Gästen, besonders Nichthundehaltern: So trägst du auch in Zukunft zum guten Miteinander bei.
  2. Das Geschäft verrichtest du mit deinem Hund außerhalb des Platzes. Manchmal gibt es ein spezielles „Hundeklo“. Absolut Tabu sind natürlich Spielwiese und Strand! Eventuelle Häufchen räumst du selbstverständlich weg.
  3. Lasse deinen Hund nicht alleine herumjagen. Erst recht nicht unbeaufsichtigt. Schnell fühlen sich andere sonst gestört.
  4. Setze dich nicht in die Mitte, bleibe wenn möglich eher am Rand. So gibst du anderen die Möglichkeit, deinem Hund auszuweichen.
  5. Rufe deinen Hund sofort zurück, wenn er anderen hinterherrennt. Dass er sich nach dem Schwimmen direkt neben diesen trockenschüttelt geht natürlich überhaupt nicht! Verbiete es daher konsequent.
  6. Apropos Wasser und Baden: Frage doch einfach den Platzwart, ob es neben dem Menschenstrand auch einen Wildstrand für deinen Hund gibt oder wo er ins Wasser darf.
  7. Alle Benimmregeln für Daheim gelten natürlich auch beim Camping mit Hund.

 

Stell dir im Voraus auch kritische Fragen: Ist Camping für deinen Hund das richtige? Wenn du einen Vierbeiner hast, der in Gegenwart vieler fremder Menschen einfach nicht zur Ruhe kommt, wird er beim Campen nicht glücklich. Dabei ist es ganz egal ob er sich ängstlich versteckt, jeden anknurrt oder alle freudig begrüßt.

Wo kann ich mit dem Hund campen?

Campen kannst du nahezu überall: Auf Rügen, am Chiemsee; in den Alpen oder den Pyrenäen;an der Nordsee oder an der Ostsee; in Deutschland, Frankreich, Polen, Kroatien oder einem anderen Land. Eine lange Reise bedeutet zusätzlichen Stress für deinen Hund. Geht es dir nur um das Camping-Erlebnis, schaue also am besten nach schönen Plätzen in deiner Nähe. Hier wie auch für einen Campingurlaub in entfernteren Regionen empfehlen wir den Campingführer des ADAC. Aktiviere dabei das Kästchen „Hunde erlaubt“. Der ADAC-Führer ist sehr aktuell – rufe zur Sicherheit aber beim Campingplatz an. Manchmal ändern sich Regeln auch kurzfristig!

Du willst Camping mit Hund nun einmal ausprobieren, aber nicht gleich ein Wohnmobil anschaffen? Mittlerweile kannst du Mietwohnwagen leihen, die speziell für Hunde eingerichtet wurden. Ein solches Angebot findest du bei www.wauwiemobil.de.

Oder du machst ganz anderes Hunde-Camping und spendierst deinem Vierbeiner ein eigenes Wohnmobil. Eine solche Wohnwagen-Linie für Haustiere hat der kanadische Designer Judson Beaumont kreiert – sieh selbst!

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2 KOMMENTARE

  1. Eine Isomatte für den Hund? Für ein Nackthund oder Chihuaua oder sonstigen Miniatur Hund vielleicht. Jeder Labrador, Golden Retriever oder Rottweiler wird im Sommer lieber im Gras liegen. Genauso wie Kies nicht Spitz ist, Split ist spitz, aber den wird wohl keiner auf dem Platz auskippen. Ansonsten würde ich gerne sehen wie der Autor einem Hund Konsequent verbieten will sich irgendwo zu schütteln nach dem Baden… Viel Erfolg dabei 😀
    Ein Hund der alle freudig begrüßt kommt nicht zur Ruhe? Vielleicht lebt dieser Hund einfach gerne? Bei 35 Grad wird kein noch so freudiger Hund wegen jedem hinrennen zum begrüßen.
    Als Pro Tipp vermisse ich definitiv den Schraub oder Spreizanker welcher fest im Erdreich in der Mitte des Zeltes eingebracht wird zur Befestigung einer Leine. Dazu gilt natürlich den gesunden verstand nutzen, ein geschlossenes Zelt wird in der Sonne noch schneller Heiß als ein Auto, also für durchzug sorgen und noch wichtiger, WASSER!!!
    Die Wasser-Schüssel im Schatten muss immer gefüllt sein!

    Just my 2 Cents

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