Die 5 häufigsten Irrtümer über Hunde in der Mietwohnung

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Irrtümer über Hund und Miete

Hunde und Vermieter – eine Hassliebe, wie sie im Buche steht. Endlich hast du deine neue Lieblingswohnung gefunden. Und dann das: Hunde nicht erlaubt.

Vielleicht hattest du auch schon Stress mit deinen Nachbarn oder wurdest sogar aus deiner Wohnung geschmissen, nur weil du einen Hund hast? Mieter und Vermieter wissen oft beide nicht gut Bescheid, was in einer Mietwohnung erlaubt ist. Wir klären dich über die 5 häufigsten Irrtümer über Hunde in der Mietwohnung auf.

1. Vermieter dürfen Hunde pauschal verbieten

Ganz klar: Irrtum. Dein Vermieter darf nicht generell verbieten, dass dein Hund mit in der Wohnung lebt. Das hat der Bundesgerichtshof so festgelegt. Wenn dein Vermieter deinen Hund aus irgendeinem Grund verbieten will, dann muss das individuell entschieden werden. Generelle Klauseln in Form-Mietverträgen, die Hunde oder andere Tiere verbieten, stellen eine unangemessene Benachteiligung des Mieters dar. Diese Tatsache macht solche Klauseln unwirksam. Dasselbe gilt für deinen Besuch mit Hunden, auch über Nacht. Dein Vermieter darf diesen rechtlich nicht verbieten.

2. Mein Hund darf also auf jeden Fall mit in die Wohnung!

Ebenfalls: Irrtum. Das hängt vom Mietvertrag ab. Dein Vermieter darf Hunde zwar nicht pauschal verbieten, muss sie aber auch nicht pauschal erlauben. Im Mietvertrag sind Klauseln erlaubt, bei denen der Vermieter erst zustimmen muss. Er entscheidet dann im Einzelfall, ob ein Hund einziehen darf oder nicht. Er darf Hunde z. B. verbieten, wenn andere Mieter unter einer Hundephobie leiden oder eine Tierhaarallergie haben. Kurz: Bei einem objektiven Grund darf der Vermieter deinen Hund verbieten.

3. Der Vermieter kann seine Meinung jederzeit ändern

Nein. Hat dein Vermieter die Erlaubnis für deinen Hund einmal erteilt, ist er an diese Entscheidung gebunden. Dann bist du abgesichert. Wenn er dir allerdings nur die Erlaubnis für einen ganz bestimmten Hund gegeben hat, dann gilt die Erlaubnis nicht für alle Hunde. Stirbt der erlaubte Hund oder zieht er aus, muss dein Vermieter einen neuen Hund nicht genehmigen. Meist erteilen Vermieter aber allgemeine Genehmigungen, unabhängig von der Rasse. Nur aus einem „wichtigen“ Grund kann der Vermieter deinen Hund nachträglich verbieten. Ein solcher Grund ist z. B. Angst bei anderen Mietern oder gar ein Angriff durch deinen Hund.

4. Ich darf so viele Hunde haben, wie ich will

Nein. Je nach Größe deiner Wohnung und Größe deiner Hunde darfst du mehrere Hunde halten. Auch das muss dein Vermieter unter Umständen genehmigen. Irgendwann hört aber die Toleranz des Vermieters auf. Auch werden acht Hunde in einer Einzimmerwohnung nicht artgerecht gehalten. Übertriebene Tierhaltung muss der Vermieter nicht dulden.

5. Bellen ist kein Kündigungsgrund

Irrtum und Teilwahrheit zugleich. Wegen gelegentlichen Bellens kann der Vermieter nicht kündigen – Bellen gehört zu einem Hund dazu. Wenn dein Hund am Tag gelegentlich bellt, ist das von den anderen Mietern als normale Geräuschkulisse im Haus hinzunehmen, ob es ihnen passt oder nicht.

Wenn dein Hund jedoch ständig bellt und das auch in der Zeit der allgemeinen Nachtruhe zwischen 22:00 Uhr und 07:00 Uhr, dann ist das ein Kündigungsgrund. Denn durch dieses nächtliche Gebell belästigst du bzw. dein Hund die anderen Mieter. Rechtlich gesehen ist es Ruhestörung. Wenn das die anderen Mieter nicht stört und sich keiner beschwert, ist alles ok. Fühlen sich die anderen Mietparteien jedoch gestört und wenden sich an den Vermieter, kann das zur Kündigung führen.

7 KOMMENTARE

  1. Und auf die Nachbarn wird mal wieder keine Rücksicht genommen, aufgrund hirnloser Sozialistischer Wertevorstellungen.

  2. Moin. Ich habe in diesem Zusammenhang eine Frage. Ich führe eine Fernbeziehung und besuche zweimal im Monat fürs Wochenende meine Freundin, mit meinem Hund. Sie wohnt in einem Einfamilienhaus. Der Vermieter wohnt ca 40 Meter entfernt. Er möchte es nun verbieten, dass ich mit meinem Hund in der angegebenen zeitlichen Taktung komme. Er hat Angst. Der Hund läuft nicht frei herum und ist nur im Haus. Zudem bleibt er nicht allein im Haus. Konkret geht es also um vier bis sechs Übernachtungen pro Monat.
    Wie sieht es rechtlich aus? Darf er diese Besuche untersagen?

  3. Wenn ich sowas in mein Eigentum verbieten kann, dann brauch ich nicht Vermieten. Kann mich ja keiner dazu zwingen. Dann wundert es mich nicht das es immer mehr wohnungs Mangel in Deutschland gibt.

  4. Also bei mir ist es etwas kompliziert
    Ich habe bei Einzug in meine Wohnung eine mündliche Zustimmung vom vermieter bekommen diese hatte sich aber geändert als sie meinen listenhund gesehen haben …um diesen Stress aus dem weg zu gehen habe ich ihn schweren Herzens abgeben müssen
    Jetzt habe ich einen deutschen Schäferhund Welpen welcher kein listenhund ist
    Dürfte mein Vermieter diesen verbieten ??
    Aber mein Nachbar der ebenfalls ein Hundehalter ist seinen behalten? ?
    Die Größe meiner Wohnung ist definitiv angemessen mit 3 Raum und 60qm

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