Hund im Gemeinschaftsgarten: Rechte und Pflichten

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Hund im Garten

Für Mieter stellt der Gemeinschaftsgarten häufig die einzige zugängliche Grünanlage in unmittelbarer Nähe zum Haus dar. Gerade Hundebesitzer nutzen diese Anlage daher häufig auch für den Freigang ihrer Haustiere. Worauf musst du achten, wenn du Ärger mit dem Vermieter und deinen Nachbarn vermeiden willst?

Als Erstes solltest du einen Blick in die Hausordnung werfen. Denn zum Haus gehört auch der gemeinschaftliche Garten. Häufig klärt diese, inwiefern der Gemeinschaftsgarten für die Hundenutzung zugelassen ist. Wenn die Garten-Nutzung durch Hunde ausdrücklich erlaubt ist, kannst du Nachbarn auch darauf hinweisen. Das hilft bei Ärger unter Umständen sehr schnell – denn immerhin ist die Nutzung ja explizit erlaubt.

Hunde im Garten: Im Interesse des Tierhalters erlaubt

Ist in der Hausordnung nichts anderes vermerkt, so kannst du zunächst davon ausgehen, dass auch Hunde den Gemeinschaftsgarten nutzen dürfen. Bei gemeinschaftlichen Anlagen müssen generell die Bedürfnisse und Interessen aller Parteien berücksichtigt werden. Dazu gehören eben auch die Interessen der tierhaltenden Nutzer des Gemeinschaftsgartens.

Verbietet die Hausordnung uneingeschränkt, deinen Hund im Garten zu haben, kann dies angefochten werden. Jedoch solltest du dabei immer die weiteren Umstände berücksichtigen. Denn auch die nicht-tierhaltenden Nutzer des Gartens haben Interessen. Bei gemeinschaftlicher Nutzung müssen diese ebenso berücksichtigt werden.

Anleinpflicht im Gemeinschaftsgarten?!

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Sollte dein Hund andere Personen möglicherweise gefährden, musst du einen großen Hund auch im Gemeinschaftsgarten anleinen. Hierzu gibt es unterschiedliche Gerichtsurteile. Nachvollziehbar: Können andere Garten-Nutzer glaubhaft eine Beeinträchtigung ihrer Gartennutzung durch deinen Hund vorweisen, stehen sie gut da. Hierbei kann bereits die subjektive Gefährdung ausreichen, also die Angst, dass dein Hund etwas tut.

Die Berufung auf die Friedlichkeit des Hundes ist dabei nicht zulässig. Gerade in besonderen Situationen kann es immer zu kurzzeitiger Aggressivität kommen. Besonders für kleine Kinder und deren Eltern stellt ein frei umherlaufender Hund unter Umständen eine große Einschränkung dar. Ein Garten mit einem bedrohlich wirkenden Hund ist für sie effektiv unbenutzbar.

Daher solltest du deinen Hund im Gemeinschaftsgarten an einer drei Meter langen Leine halten. Nach Absprache mit den anderen Nutzern kannst du ggf. darauf verzichten. Auch kleinere Hunde dürfen bei Beeinträchtigung der anderen Mieter nicht ohne Leine im Garten herumlaufen. Hier ist die Chance allerdings wesentlich größer, dass die übrigen Garten-Nutzer den Hund dulden. In jedem Fall solltest du darauf achten, anfallenden Hundekot möglichst schnell aus dem Garten zu entfernen.

Hundekot im Gemeinschaftsgarten: Schnellstmöglich entfernen

Denn Gerichte sind sich einig: Hundekot müssen andere Nutzer des Gartens nicht hinnehmen. Er beeinträchtigt die übrigen Parteien massiv. Das zieht bei dauerhafter Beeinträchtigung meist auch großen Ärger mit dem Vermieter mit sich. Um die zweckmäßige Nutzung des Gartens nicht einzuschränken, solltest du Hundekot daher schnellstmöglich entfernen. Lege den gleichen Maßstab an wie bei Hundekot im Stadtpark: Halte stets entsprechende Tüten bereit.

Abschließend: Kannst du dich mit den anderen Mietern einigen, ist alles gut. Ansonsten hört die Freiheit für dich und deinen Hund dort auf, wo ihr andere beeinträchtigt.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen Hund, vorher gab es mit dem älteren Hund nie Probleme(zumindest wurden sie nicht angesprochen). Jetzt wird mal geschimpft wenn ich mich mit Hund im Garten aufhalte, wenn keiner der anderen Mieter da ist. Sind alle draußen lasse ich den Hund schon in der Wohnung. Wie ist es eigentlich wenn Hund im Notfall mal auf die Wiese uriniert?

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