Mantrailing: Nasensport in Stadt und Land

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Mantrailing Beagle: Auf geht's!

Beim Mantrailing geht es darum, dass ein Hund einen Menschen aufgrund einer Duftspur sucht und findet. Diese Duftspur muss sich nicht ausschließlich auf dem Boden befinden. Sie muss auch nicht frisch sein: Selbst nach bis zu 36 Stunden kann der Hund einen Menschen noch aufspüren.

Mantrailing ist vor allem für Polizei– und Rettungstrupps wichtig. Genauso gut kann es jedoch rein hobbymäßig als Sportart betrieben werden. Während die Aufgabe eines Mantrailers immer gleich ist (einen Menschen finden), unterscheidet sich das Einsatzgebiet mitunter deutlich. Mantrailing kann sowohl im urbanen Gebiet einer Stadt betrieben werden als auch in Wald und Feld.

Wie funktioniert Mantrailing?

Als Zubehör benötigst du für deinen Hund einen Geruchsträger der zu suchenden Person, eine Laufleine (circa fünf bis zehn Meter) und ein gut sitzendes Geschirr. Zu eurem Team gehören weitere Personen: Die Versteckperson, ein oder mehrere Fährtenleger und Helfer. Letztgenannte begleiten euch beim Suchen und achten darauf, dass dein Hund nicht allzu sehr von seiner Aufgabe abgelenkt wird.

Die Suche läuft stets ähnlich ab. Unterschiede in der Umgebung und in den Geruchsträgern sorgen aber für immer neue geistige Herausforderungen.

Zuerst nimmt dein Hund anhand eines Geruchsträgers die Spur der Versteckperson auf. Dann folgt er dieser Spur, die vom Fährtenleger nach einiger Zeit sowohl um hilfreiche wie ablenkende Aspekte ergänzt.

Deine Aufgabe besteht darin, die Körpersprache deines Hunds zu interpretieren. Du musst ihm eine neutrale Hilfestellung bieten, falls er die korrekte Spur verloren hat. So lernt er, anzuzeigen, dass eine Spur im Nichts verläuft und die richtige Spur selbstständig wiederzufinden.

Auf diese Weise lässt sich die Versteckperson selbst über größere Entfernungen aufspüren.

Voraussetzungen fürs Mantrailing

Staffordshire Terrier beim MantrailingFür Hunde ist eine gelungene Sozialisation seinem Menschen und seiner Umwelt gegenüber wichtig. Aggressive Hunde kommen nicht infrage.

Darüber hinaus sollte dein Hund motivierbar und nicht allzu leicht ablenkbar sein.

Eine grundsätzliche Altersbeschränkung für Vierbeiner gibt es nicht. Allerdings sollten keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen. Das Schnüffeln ist körperliche Höchstarbeit und eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein. Orthopädische Probleme wie Arthrose oder Spondylose hingegen hindern deinen Hund nicht grundsätzlich am Mantrailing. Akute Probleme oder Schmerzen darf dein Hund aber nicht haben.

Vielfach heißt es, dass Rassen wie Bloodhound, Schäferhund, Labrador und Golden Retriever besonders gute Mantrailer seien. Dies stimmt allerdings nur bedingt. Der Charakter des Hundes und seine Fähigkeit zur kooperativen Zusammenarbeit mit seinem Menschen sind wichtiger. Insofern eignet sich grundsätzlicher jeder Hund, der längere Strecken und eine intensive Nasenarbeit körperlich durchhält.

Auch die menschlichen Begleiter sollten körperlich fit sein und ausreichend Zeit mitbringen. Weiterhin musst du deinen Hund kompetent anleiten können. Innerhalb der menschlichen Personengruppe musst du in verschiedene Rollen (Versteckperson, Fährtenleger, Suchender, Helfer) schlüpfen und diese effektiv ausfüllen.

Rettungshund - ein Beruf für Hunde

Worin liegen die Risiken beim Mantrailing?

Da Mantrailing für deinen Hund kraftaufwendig ist, solltest du darauf achten, dass er sich nicht gesundheitsgefährdend verausgabt. Ansonsten ist es nicht wesentlich gefährlicher als normale Runden, die du mit ihm gehst.

 

Wo kann man Mantrailing betreiben?

Mantrailing findet optimalerweise in einer Gruppe unter professioneller Anleitung statt.
Viele Hundesportvereine bieten in allen Regionen Deutschlands entsprechende Programme an. Um die für dich richtige Gruppe zu finden, lohnen sich eine Grundrecherche im Internet und ein Besuch von Teams vor Ort.

6 KOMMENTARE

  1. Wir betreiben schon seit 4 Jahren Mantrailing, mein Schäferhund ist dabei richtig gut. Außerdem wird er durch die Nasenarbeit gut ausgelastet. Die Arbeit im Team ist super, kann ich nur empfehlen.

  2. Sehr schöner Beitrag, wir machen schon seit mehreren Jahren Mantrailing. Mein Schäferhund ist super dabei und die Nasenarbeit lastet ihn sehr gut aus. Wichtig ist für ihn dabei auch immer die vermisste Person zufinden. Das bestätigt ihn bei seiner Arbeit.
    Ich kann es nur empfehlen!
    Scharry und Kathrin

  3. Schöner Artikel über das Mantrailing.
    Ich traile mit meinen Jack Russel Terrier schon eine ganze Weile und wir gehen mit viel Spaß und Motivation ins Training.

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