Canicross – Querfeldeinlauf mit 30km/h

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Canicross mit Husky.

Beim Canicross geht es darum, gemeinsam mit seinem Hund einen Geländelauf zu absolvieren. Hund und Hundeführer sind dabei durch eine flexible Leine miteinander verbunden. Der Hund zieht den Menschen und übernimmt beim Laufen die Führung.

„Canine“ heißt „den Hund betreffend“ oder schlicht „Hund“. Canicross ist eine Zusammensetzung aus diesem Wort und Crosslauf. Dementsprechend ist Canicross also ein Geländelauf mit Hund.

Wie funktioniert Canicross?

Du läufst mit deinem Hund durchs Gelände. So einfach wie dieser eine Satz, ist es jedoch nicht. Das zeigt schon der Bedarf an spezieller Ausrüstung. Der Läufer braucht wetterfeste Laufbekleidung und robuste Laufschuhe. Der Hund trägt ein spezielles Geschirr. Dieses ist ähnlich aufgebaut wie ein Geschirr für Schlittenhunde. An ihm befestigst du die Leine.

Das Geschirr des Hundes soll gewährleisten, dass dessen Lunge nicht übermäßig belastet wird. Zudem soll sich der Hund möglichst frei bewegen können. Das andere Ende dieser Leine wird am Laufgürtel des Hundeführers eingehakt. Die Leine darf bis zu zwei Metern lang sein. Sie ist durch einen sogenannten Ruckdämpfer besonders flexibel gearbeitet. Ein Panikhaken ist Pflicht beim Canicross, damit die Leine im Notfall schnell gelöst werden kann. Denn ein Hund ist deutlich schneller als ein Mensch.

Beim Canicross-Wettkampf gilt es, Strecken im Gelände auf Feld- und Waldwegen zu bewältigen. Die Distanzen beträgt normalerweise Canicross auf einem Feldweg2000 Meter oder 5000 Meter. Besondere Rennen gehen aber auch über längere Distanzen: Halbmarathon, Marathon und weiter. Für Damen und Herren sowie die unterschiedlichen Altersklassen gibt es dabei getrennte Wertungen.

Wie und wo kann ich Canicross mit meinem Hund trainieren?

Es gibt inzwischen einige Vereine und Hundeschulen, die auch die Grundlagen des Canicross vermitteln. Weiterführende Informationen zu den Wettkämpfen bekommst du auch beim VDH, dem Verband für das Deutsche Hundewesen.

Welche Voraussetzungen sollte mein Hund mitbringen?

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Canicross ist eine anspruchsvolle Sportart. Das gilt nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen! Grundgehorsam ist für deinen Hund unerlässlich. Außerdem sollte er absolut gesund und fit sein. Er muss in der Lage sein, lange Strecken schnell zu laufen. Auch du als Hundeführer musst fähig sein, längere Strecken locker zu joggen. Das solltest du schon können, bevor du mit dem Canicross-Training beginnst!

Canicross eignet sich daher vor allem für sportliche Menschen und bewegungsfreudige gesunde Hunde. Dabei kommt es jedoch weniger auf eine bestimmte Hunderasse an. Grundsätzlich kann jeder lauffreudige Hund teilnehmen. Er muss aber in der Lage sein, die geforderte Geschwindigkeit über die gesamte Strecke halten zu können. Als Hobby ohne Wettkämpfe eignet sich Canicross auch für weniger ausdauernde Bewegungs-Fans. Um im Wettkampf mithalten zu können, benötigst du jedoch ein ausgiebiges Training und genügend Durchhaltevermögen.

Gibt es Risiken beim Canicross?

Beim Canicross gibt der Hund das Tempo vor. Hunde laufen in der Regel schneller als Menschen. Beim Ziehen an der Leine entwickelt der Hund eine recht hohe Kraft. Hierdurch wird der menschliche Läufer um bis zu 4 km/h schneller. Es wurden schon Laufgeschwindigkeiten bis knapp über 30 km/h gemessen. Zum Vergleich: Der Marathon-Weltrekord wurde mit etwas mehr als 20 km/h gelaufen. Usain Bolt erreichte während seines Weltrekordsprints 44,72 km/h – aber nur für einen Augenblick!

Diese Schnelligkeit und die Bewegung im Team macht für viele Teilnehmer die Faszination des Canicross aus. Allerdings bergen solch hohe Geschwindigkeiten durchaus ein gewisses Verletzungsrisiko. Deshalb sollte der Sicherheitsaspekt immer im Vordergrund stehen. Bei sommerlichen Temperaturen ist Canicross keine geeignete Sportart. Denn der Kreislauf der Hunde kann auf höhere Temperaturwerte empfindlich reagieren.

Woher kommt Canicross eigentlich?

Skijöring-Ursprung-von-CanicrossCanicross hat sich in Europa entwickelt. Es ist aus dem Skijöring bzw. dem Bikejöring entstanden. Es gibt auch Parallelen zum Schlittenhundesport. Erste Canicross-Veranstaltungen gab es in Frankreich. Die erste Weltmeisterschaft fand im Jahr 2002 im italienischen Ravenna statt. 2008 erreichte Canicross auch Crufts, die berühmteste Hundeshow der Welt.

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