Windhunde: Schnelle Jäger – mit den Augen

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Windhunde

Schlank, grazil und elegant: Die Windhunde erscheinen geschmeidig und sind unglaublich schnell. Sie zählen zu den schnellsten Landtieren weltweit – nur der Gepard ist schneller. Diese Eigenschaft machten sich die Menschen schon früh zu Nutzen. Sie setzten den Windhund als schnellen Jäger ein.

Was ist ein Windhund?

Der Windhund, früher auch Windspiel genannt, ist einer der schlanksten und sportlichsten seiner Art. Das Einholen von gesundem Wild, vor allem Füchsen, Hasen und Rehen, war die Hauptaufgabe des Windhundes. Ihre Jagdmethode nennt sich Sichtmethode. Daher erhielten sie im englischen Sprachraum auch die Synonyme Sighthound und Gazehound.

Der große Unterschied zu anderen Hunden ist ihre Methode zu jagen. Die meisten Hunde verlassen sich auf ihren Geruchssinn und erschnüffeln das Wild. Windhunde betreiben hingegen Sichtjagd. Der Geruchssinn steht hinten an. Windhunde jagen auf Sicht, also mit ihren Augen und nicht mit ihrer Nase.

Geschichte und Bedeutung der Windhunde

Schon in altägyptischen Darstellungen tauchen windhundähnliche Hunde auf. Diese stammen aus der prädynastischen Zeit, also aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Die dort abgebildeten Hunde werden als Tesem bezeichnet und ähneln am ehesten dem heutigen Podenco.

Ihre Geschichte lässt sich weiterverfolgen. So besaß im Mittelalter und in der Renaissance lediglich der Adel Windhunde. In manchen Ländern wie etwa Russland oder Spanien sind Windhunde noch heute für die Jagd sehr gefragt.

Charakter und Haltung eines Windhundes

Der Windhund ist vor allem eines: ein hervorragender Läufer. Daher solltest du deinen Windhund ausreichend auslasten. So zerbrechlich sie manchmal wirken, so sind sie tatsächlich sehr robust. Bewegung geht dem Windhund über alles. Davon abgesehen ist er eher ruhig und zurückhaltend, außerdem verspielt und gehorsam. Er wirkt würdevoll und stolz, ist selbstbewusst und sensibel.

Nicht zu unterschätzen ist sein Jagdtrieb. Dieser ist in vielen Fällen derart gefestigt, dass auch eine gute Erziehung nicht immer den Hang zum Jagen unterdrücken kann.

Stadthaltung ist nicht unmöglich, jedoch nicht ideal für den Windhund. Ein Hund, der ein so großes Maß an Bewegung benötigt, kommt in der Stadt eher schwer zu seinem Recht. Auch auf dem Land genügt es nicht, dreimal täglich kurz eine kleine Strecke zu laufen. Sein Naturell ist das Laufen. Dieses solltest du ihm am dringlichsten bieten, um einen ausgeglichenen Hund zu halten. Kinder stellen keine Schwierigkeit dar. Gut erzogen und ausgelastet ist der Windhund ein netter Gesellschafter für Jung und Alt.

Windhunde-Rassen

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In der FCI-Systematik bilden die Windhunde die Gruppe 10. Diese ist unterteilt in drei Sektionen:

1.Sektion: Langhaarige oder befederte Windhunde (Saluki, Barzoi, Afghanischer Windhund, Russkaya Psovaya Borzaya)

2.Sektion: Rauhaarige Windhunde (Deerhound, Irish Wolfhound)

3.Sektion: Kurzhaarige Windhunde (Galgo español, Whippet Chart Polski, Piccolo Levriero Italiano, Greyhound, Magyar Agar, Sloughi, Azawakh)

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