Greyhound: „Schneller Hund“, aber nicht grau

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Hunderasse Greyhound

Der Greyhound blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Mittelalter wurde er für die Jagd abgerichtet und war beim Adel besonders als Hirschjäger beliebt. Es gibt sogar Ritzzeichnungen und Malereien aus dem alten Ägypten, auf denen der Greyhound sichtbar ist. Bis heute hat er sich in seinem Äußeren kaum verändert.

Greyhound

Herkunft: Großbritannien, England
Gewicht: 26-34 kg
Größe (Widerrist): 68-71 cm
Lebenserwartung: 10-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++--
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Greysperre, Kälteempfindlichkeit
Verwendung: Hunderennen, Jagd, Familienhund
Geeigneter Sport: Hunderennen, Jagd

FCI: Nr. 158 (Gr. 10, Skt. 3)

In England assoziiert man den Greyhound vor allem mit dem Windhunderennen. Das ist inzwischen aber nicht seine Hauptverwendung. Als Begleithund oder zu Ausstellungszwecken wird er weit häufiger eingesetzt als auf der Rennbahn. Zudem gilt der Greyhound als ausgezeichneter Haushund, der trotz seiner Größe nicht übermäßig viel Platz benötigt. Außerdem zählt er zu den ausgesprochen gelehrigen und treuen Hunden.

Das Wesen des Greyhounds

Der Greyhound ist ein loyaler, gutmütiger Begleithund. Er besticht durch seine bemerkenswerte Zähigkeit und Ausdauer. Er liebt regelmäßige, aber nicht übermäßig lange Spaziergänge. Vielleicht vermutest du, dass so ein schneller Hund auch besonders viel Auslauf und hohes Tempo benötigt? Das ist nicht der Fall. Zwei Stunden reichen meist aus. Der Greyhound ist ein Sprinter, kein Ausdauerwunder.

Der Greyhound gilt als sehr gelehrig, so dass er bereits in jungem Alter die grundlegenden Befehle erlernt und befolgt. Allerdings bedarf der sehr sensible Greyhound einer eher sanftmütigen Erziehung. Dennoch musst du diese Erziehung konsequent und ausdauernd betreiben.

Der Greyhound ist ein verschmuster, ruhiger und liebebedürftiger Hund, der sich hervorragend als Familienhund eignet. Er ist sehr anpassungsfähig und benötigt einen engen Kontakt zu seiner Familie.

Der Greyhound in der Stadt

Greyhounds, die vormals als Jagdhunde gehalten wurden, müssen langsam „entwöhnt“ werden. Sonst machen sie Jagd auf alles, was sich bewegt. Deshalb solltest du Orte für Spaziergänge wählen, an denen sich nur wenige andere Tiere zeigen. Zudem solltest du den Greyhound nicht von der Leine lösen. Meide auch weiträumige Parks oder gar Wälder! In ihnen würdest du den Jagdtrieb neu aktivieren.

Empfehlenswert ist jedoch das Erlernen anderer Bewegungsformen. Denn wenn dein Greyhound nicht jagen kann (was in der Stadt der Fall sein dürfte), musst du ihn anders auslasten. Der übliche Hundesport ist eine eher schlechte Wahl: Einen losrasenden Greyhound wirst du nicht zurückrufen können. Hobby-Hunderennen oder der freie Auslauf auf einem umzäunten Grundstück sind für diese Rasse sinnvoll, ebenso wie die kontrollierte Begleitung am Fahrrad. Gelegentlich muss sich ein Greyhound richtig auspowern.
Die Haltung in einer Stadtwohnung gestaltet sich davon abgesehen unproblematisch: Der Greyhound ist sehr genügsam. Ihm reicht ein Polster in einer Zimmerecke und er kann auch einige Stunden allein sein, ohne zu bellen.

Das Aussehen des Greyhounds

Der Greyhound gehört zu den kurzhaarigen Windhunden und verfügt über ein kurzes, feines und eng anliegendes Fell. Die Farben variieren von gelbbraun über gestromt, blauweiß, weiß, schwarz, rot und blau bis hin zu rehfarben. Weiße Abzeichen und Schattierungen gibt es bei allen Farben.

Die ideale Schulterhöhe wird bei den Rüden mit 71-76 cm angegebenen. Hündinnen sind mit 68-71 cm nur geringfügig kleiner. Das Gewicht eines Greyhounds liegt in der Regel zwischen 27 und 40 Kg.

Typisch für den Greyhound sind seine starken Muskeln, die tiefe Brust und die langen Läufe. Er wirkt aufgrund seiner Statur sehr stolz und erhaben.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Greyhounds liegt zwischen zehn und fünfzehn Jahren.

Die Herkunft des Greyhounds

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Einer der direkten Vorfahren des Greyhounds, der Pharaonenhund, ist die älteste, bekannte Hunderasse überhaupt. Forscher vermuten, dass die Kelten die Vorfahren des Greyhounds im 4. Jahrhundert vor Christus auf die britischen Inseln brachten. Durch Weiterzüchtungen des Spanischen Windhundes zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstand der Englische Windhund. Später gelangte er in die USA.

Vermutungen bezüglich des Namens Grey besagen einerseits, es sei vom Keltischen abgeleitet und bedeutet Hund, andererseits könnte es vom lateinischen granus kommen, das gleichbedeutend mit schnell.

Übrigens: Der Greyhound ist der absolute Lieblings-Windhund der Briten. In den USA ist er sogar Namenspate für eine Überland-Buslinie: die Greyhound Lines.

Anschaffung und Pflege des Greyhounds

Wenn du dir einen Greyhound anschaffen möchtest, sei dir bewusst, dass er Auslauf und Bewegung benötigt. Häufig bieten Tierheime erwachsene Greyhounds an. Ihre Vorbesitzer haben den tatsächlichen Aufwand unterschätzt und konnten dem Hund nicht gerecht werden. Gerade deshalb lohnt sich bei Greyhounds ein Blick in die Tierheime, um diesen Hunden ein neues Zuhause zu geben.

Alternativ geht natürlich auch der Weg zum Züchter. Bei seriösen Anbietern kannst du Preise zwischen 800 und 1200 Euro erwarten.
Greyhounds bevorzugen häufig breiiges Futter aus Fleisch und Gemüse. Aber auch Biskuits oder dunkles Brot mit Milch mögen sie sehr. Willst du ihm etwas Gutes tun, lass ihn seinen Platz in der Wohnung selbst wählen. Eine Matratze in passender Größe reicht ihm dann aus.

Eine rassetypische Erkrankung ist die sogenannte Greysperre. Sie tritt bei übermäßiger Belastung, Dehydrierung und hohen Temperaturen auf und beruht auf einer Auflösung der Muskelfasern. Nimmst du einen steifen Gang und dunklen Urin wahr, suche unbedingt den Tierarzt auf.

Der geringe Fettanteil an der Körpermasse macht Greyhounds anfällig fürs Auskühlen, insbesondere bei Narkosen. Im Winter braucht dein Greyhound daher einen Mantel.

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