Vorstehhunde: Lautloses Finden von Wild

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Kategorie Vorstehhunde

Neben ihrer Rolle als treuer Begleiter können bestimmte Hunderassen dem Menschen sehr nützlich sein. So dienen Jagdhunde, die die Eigenschaft des Vorstehens ausgeprägt aufweisen, dem Menschen als sogenannte „Vorstehhunde“ bei der Jagd. Dabei zeigt der Hund dem Jäger an, dass er Wild gefunden hat.

Was bedeutet „Vorstehen“?

Die Fähigkeit zum Vorstehen ist angeboren. Bei der Ausbildung zum Vorstehhund wird diese Fähigkeit weiter ausgebildet und dein Hund auf diese Tätigkeit abgerichtet.

Hat der Hund ein Wild gefunden, macht er den Jäger darauf aufmerksam, indem er in einer bestimmten Position verharrt – meist lautlos. Häufig heben Vorstehhunde auch eine Vorderpfote, winkeln diese an und zeigt dem Jäger, dass dieser sich auf die Schussabgabe vorbereiten kann. Wichtig ist, dass dein Hund das Wild lediglich anzeigt, aber nicht verfolgt oder erlegt.

 

 

Geschichte und Bedeutung des Vorstehhundes

Die heutigen Vorstehhunde stammen von Stöberhunden und Vogelhunden ab. Diese haben das Wild selbstständig aufgescheucht, damit abgerichtete Raubvögel es zerlegen konnten. Als Gewehre entwickelt wurden, hat man die Vorstehhunde eingesetzt, um lautlos die Position des Wilds anzuzeigen und es nicht zu früh aufzuschrecken. Die Gewehre waren leistungsfähig genug, um das aufgescheuchte bei der Flucht zu erlegen. Sobald der Jäger in Schussposition ist, springt der Vorstehhund auf, das Wild flüchtet und der Jäger schießt.

Heute sind Vorstehhunde weniger bedeutsam als noch vor einem Jahrhundert. Die Jagd dient nun eher zum Wiederherstellen eines biologischen Gleichgewichts bei größeren Wildtieren.

Charaktereigenschaften des Vorstehhundes

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Möchtest du deinen Hund als Vorstehhund einsetzen, muss er bestimmte Qualitäten aufweisen und Eigenschaften besitzen. Dazu zählt zunächst, dass dein Hund gut erzogen ist und achtsam auf dein Kommando hört. Ihr solltet ein eingespieltes Team sein und euch gegenseitig vertrauen. Dies ist bei der Jagd besonders wichtig. Dein Hund sollte außerdem eine hohe Beobachtungsgabe besitzen, um das Wild zu erkennen. Auch die lauten Knallgeräusche eines Schusses muss dein Hund vertragen. Er sollte bei einem Schuss weder erschrecken noch weglaufen. Schließlich sollte dein Hund auch das Apportieren beherrschen, indem er das erlegte Wild bei dir ablegt. Dies erfordert ein besonderes Training.

Die Haltung von Vorstehhunden

Besitzt du einen Vorstehhund, solltest du dich gegen ein Leben in der Stadt entscheiden. Aufgrund ihrer angeborenen Jagdleidenschaft sind sie reine Jagdhunde und sehr temperamentvoll. Auch ein Besitzerwechsel tut ihnen als Einmannhunde nicht sehr gut. Du solltest deinem Vorstehhund viel Auslauf ermöglichen und eine Aufgabe bieten, die seine feine Nase ausreichend beansprucht.

Vorstehhund-Rassen

Die Vorstehhunde werden in der FCI in Gruppe 7 geführt. Dabei teilt man sie in zwei Sektionen: Die kontinentalen Vorstehhunde sowie die britischen und irischen Vorstehhunde. Zur ersten Klasse gehören 31 Rassen, die wiederum in drei unterschiedliche Typen gegliedert werden (kurzhaarige, langhaarige und rauhaarige Vorstehhunde). Zu den Rassen zählen beispielsweise der Deutsche Drahthaar, der Magyar Vizsla und der Weimaraner. Das Aussehen dieser Vorstehhunde unterscheidet sich stark, da Jagd- und Vogelhunde seit jeher weit verbreitet waren und zudem unterschiedliche Rassen für neue Zuchten benutzt wurden.

Die britischen und irischen Vorstehhunde (Sektion 2) umfassen die Pointer und Setter. Die Kategorie Pointer enthält lediglich die Rasse des English Pointer, die Kategorie Setter enthält die vier historischen, langhaarigen Vorstehhunde der britischen und irischen Inseln: English Setter, Gordon Setter, Irish Red and White Setter und die Irish Setter.

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