Gordon Setter: Jagdhund, Familienhund, Schotte

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Ein Gordoen Setter steht auf einem Baumstamm

Einst vom Adel gezüchtet gilt der Gordon Setter als die größte und ruhigste der Setter-Rassen (English Setter, Gordon Setter, Irish Setter, Irish Red and White Setter). Seine Passion liegt ganz klar in der Jagd. Doch auch zum Familienhund eignet sich der charakterstarke und ausgeglichene Schotte.

Gordon Setter

Herkunft: Schottland
Gewicht: 20-36 kg
Größe (Widerrist): 58-69 cm
Lebenserwartung: 10-12 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++++
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +++--
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Hüftdysplasie, Hauttumore
Verwendung: Jagdhund, Familienhund, Wachhund
Geeigneter Sport: 1. Jagdersatz: Fährtensuche, Apportieren; 2. Ausdauer: Joggen, Radfahren, Agility

FCI: Nr. 6 (Gr. 7, Skt. 2.2)

Wesen

Der Gordon Setter gilt typischerweise als ausgeglichen, intelligent und souverän. Nervosität liegt der Rasse nicht im Wesen; ein Gordon Setter bleibt stets Herr der Lage. Daher taugt er auch zum Wachhund, der keine direkten Aggressionen zeigt.

Gut ausgelastet taugt er dank seiner ruhigen Art zum Familienhund, auch wenn er hierzulande eher wegen seiner Verwendung als Jagdhund gehalten wird. Insgesamt zeigt sich der Gordon Setter anpassungsfähig und lernwillig. Wie andere Setter kann aber auch er seine sture Seite herauskramen.

Seinen angezüchteten Jagdtrieb sollten Halter jedoch zu kontrollieren wissen und für ausreichend Auslastung sorgen. Mit anderen (Haus-) Tieren, an die er gewöhnt ist, kommt er trotzdem gut zurecht. Der Gordon Setter braucht Nähe zum Menschen und einige Zeit, um sich mit Besuchern anzufreunden.

Erziehung

Die Lernbereitschaft des Gordon Setter zeigt sich insbesondere, wenn es um die Jagd geht. Seiner Neigung entsprechend sollte diese Affinität zur Jagd zur Erziehung des Hundes genutzt werden. Gib ihm die Möglichkeit, den instinktiven Trieb zur Jagd auszuleben. Dazu kannst du Jagdspiele in die Hundeerziehung integrieren: Suchen oder Apportieren geht nicht nur mit Wild, sondern auch mit einer Ersatz-Belohnung.

Auch wenn sich der Gordon Setter lernwillig zeigt, gehört eine konsequente Erziehung zu den wichtigsten Faktoren. Sofern die Rasse sowohl geistig als auch körperlich ausreichend ausgelastet wird, macht der Gordon Setter freudig mit, wenn er Neues lernen soll. Beherrscht er Neues, findet er großen Spaß daran, dies auch zu zeigen. Sorge also dafür, dass er das Richtige lernt, sonst „beeindruckt“ er dich vielleicht mit einem gänzlich ungewollten Können.

Konzentriert, gehorsam und neugierig taugt der Gordon Setter neben seiner Liebe zur Jagd daher auch zum Begleithund. Halter sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass der Gordon Setter in jedem Fall entsprechend seiner Fähigkeiten und Neigungen ausgelastet und gefordert werden muss.

Sport

Zu den auffälligsten Attributen des Gordon Setters gehört seine Lauffreudigkeit. Beruhend auf dem Zuchtziel, mit dieser Rasse einen ausdauernden, zähen Vorstehhund zu schaffen, legt er gerne lange Strecken zurück. Dabei arbeitet er jedoch ebenso talentiert mit der Nase. Such-, Apportier– und Konzentrationsaufgaben wie etwa die Fährtensuche liegen dem intelligenten Schotten daher genauso wie längere Spaziergänge oder die Begleitung beim Joggen und Radfahren. Auch Agility o.ä. ist eine Möglichkeit der Auslastung.

In der Stadt

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Prinzipiell kann der Gordon Setter durchaus in der Stadt gehalten werden. Bedenke dabei aber, dass er ein ziemlich großer Hund ist, der nicht den ganzen Tagnur in einer kleinen Wohnung liegen kann.

Regelmäßige längere Spaziergänge und Freilauf sind zwingend notwendig, um aus dem Gordon Setter einen ausgeglichenen Stadthund zu machen. Er passt sich in aller Regel den Voraussetzungen seines Umfeldes an, jedoch solltest du die angeborene Affinität zur Jagd nicht außer Acht lassen. Einfaches Spazierengehen reicht nicht, der Gordon Setter braucht zusätzlich andere Auslastung.

Aussehen

Der ideal proportionierte Körperbau der mittelgroßen bis großen Rasse sowie seine schlanke und dennoch kräftige Erscheinung lassen den Gordon Setter stolz und elegant wirken. Besonders fällt dies auf, wenn der Gordon sich bewegt: Er verfügt über einen typischen fließenden, kraftvollen Gang mit hoch erhobenem Kopf. Seine Hängeohren wehen ihm im vollen Lauf hinterher.

Sein glänzendes Fell ist schwarz und weist einen kastanienroten Brand auf. Erlaubt ist dazu laut Rassestandard ein weißer Brustfleck; dieser kommt jedoch nur selten vor. Die ausgeprägten Lefzen sowie der im Vergleich schwere Kopf unterscheiden den Gordon Setter von den anderen Setter-Rassen.

Herkunft

Die Vorfahren der britischen Jagdhunderasse tauchen bereits auf Illustrationen aus dem 17. Jahrhundert auf.

Der Schotte Graf Alexander Gordon of Banffshire gilt als der Urvater und Namensgeber des heutigen Gordon Setter.

Er beschloss im 19. Jahrhundert, aus Jagdhunden mit auffällig schwarz-rotem Fell eine eigene Rasse zu züchten. Die Rasse trägt seither seinen Namen, auch wenn ähnliche Hunde definitiv schon vorher existierten. Passender wäre also die Bezeichnung Scottish Setter.

Es ist auch unklar, ob der Duke als Erster die für den Gordon Setter typische Färbung erreichte. Zum Stammbaum des Gordon Setters zählen Irische Setter, schwarz-weiße Setter, Bloodhounds, Labradors und sogar eine Collie-Hündin.

Pflege

Der Pflegeaufwand hält sich bei dieser Rasse in Grenzen. Regelmäßiges Bürsten (wöchentlich) ist jedoch notwendig, da das Fell sonst seinen natürlichen Glanz verliert. Eine große Drahtbürste mit Noppen ist hierzu ideal. Besonderes Augenmerk sollte außerdem bei den Ohren und Augen liegen, die gegebenenfalls gereinigt werden müssen. Bei Hunden mit langen Schlapp- bzw. Hängeohren ist die Durchlüftung schlechter und Milben können sich leichter einnisten.

Bekommt dein Gordon Setter viel Auslauf, reguliert sich die Länge der Krallen normalerweise von selbst, insbesondere bei rauem Untergrund. Seid ihr jedoch meist auf Wiesen oder anderem weichen Boden unterwegs, solltest du hier regelmäßig prüfen und gegebenenfalls manuell kürzen. Mit einer Effilierschere kannst du auch Zehenhaare zurechtstutzen; diese wachsen recht stark und verkleben häufig mit Dreck und Schmutz. Zum Waschen reicht klares Wasser – und häufiger als einmal im Monat muss es nur bei extremer Verdreckung sein.

Gesundheit

Auch der Gordon Setter ist, wie einige andere Zuchtrassen, von einem erhöhten Risiko für die erbliche Augenerkrankung PRA (Progressive Retina Atrophie) betroffen. Bei dieser Krankheit stirbt die Netzhaut ab und es kommt zur Erblindung. Sie kann aber mittlerweile über einen Gentest bestimmt werden. In Deutschland ist diese Erkrankung leider unter den Gordon Settern sehr verbreitet, deswegen zahlt sich die Wahl eines verantwortungsbewussten Züchters aus.

Ansonsten sind die Gordon Setter recht robust und gesund: Bei Tieren aus der Jagdzucht ist keine weitere typische genetische Erkrankung bekannt, denn hier wurde vor allem auf Gesundheit und Einsatzfähigkeit gezüchtet.

Tiere aus sogenannten Show- oder Schönheitszüchtungen neigen jedoch zu Hüftdysplasie und Hauttumoren im Alter.

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