Alaskan Malamute: Die Lokomotive des Nordens

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Im Schnee stehender Alaskan Malamute

Sanfter Riese und wahres Energiebündel: Der Alaskan Malamute ist dank seines hohen Aktivitätsgrades, seiner Charakterstärke und seinem ausgeprägten Sozialverhalten der ideale Gefährte für erfahrene und bewegungsfreudige Hundehalter.

Alaskan Malamute

Herkunft: USA
Gewicht: 32-43 kg
Größe (Widerrist): 56-66 cm
Lebenserwartung: 10-16 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++++
Futterbedarf: ++++-
Fellpflege: ++---
Stadteignung: +----

Krankheitsgefährdung: Hüftdysplasie, erbliche Nierenerkrankungen,
Verwendung: Schlittenhund, Arbeitshund
Geeigneter Sport: Zughundesport (Schlittenhundesport),

FCI: Nr. 243 (Gr. 5, Skt. 1)

Das Wesen des Alaskan Malamute

Der stärkste und größte aller Schlittenhunde ist ein Menschenfreund. Sein sanftes, treues Wesen schätzen besonders Halter mit Kindern. Ebenso wie für sein ruhiges Gemüt, ist er jedoch auch für seine „nordische Starrköpfigkeit“ und seinen unbändigen Stolz bekannt. Damit seine ausgeprägte Willensstärke nicht zwischen dir und deinem Hund steht, ist eine konsequente Erziehung unerlässlich. Dann steht einer innigen Beziehung nichts im Wege.

Alaskan Malamutes sind Rudeltiere. Sie benötigen eine festgelegte Rangordnung um ein gutes Sozialverhalten auszuprägen – sowohl im Zusammenleben mit anderen Hunden als auch mit Menschen! Ein Alaskan Malamute ist für einen Ein-Personen-Haushalt ohne Artgenossen nicht geeignet. Nur umgeben von anderen Hunden fühlt er sich wirklich wohl.

Achte darauf, dass weitere tierische Mitbewohner nicht in das Beuteschema deines Malamutes passen! Denn so verschmust dieser Hund mit Herrchen oder Frauchen umgeht: Er verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb und könnte dadurch Hamster, Katze und Co. gefährlich werden.

Der Alaskan Malamute in der Stadt

Der Alaskan Malamute ist kein Hund, der ausschließlich im Freien leben möchte. Gerne faulenzt er auch mal auf Herrchens oder Frauchens Sofa. Aber der Alaskan Malamute ist ein wahres Powerpaket. Er strotzt nur so vor Muskeln und diese wollen ausdauernd und regelmäßig bewegt werden. In der Stadt ist dies schwer. Auch die beachtliche Körpergröße dieser Hunderasse spricht gegen die Haltung in einer kleinen, beengenden Stadtwohnung. Die Haltung mit einem ganzen Rudel Hunde ist hier nahezu unmöglich. Manche Malamutes buddeln und graben zudem gerne – für einen Gemeinschaftsgarten ein Rezept für Ärger.

Kannst du dem enormen Bewegungsdrang deines Alaskan Malamute nicht nachkommen, wird dein Hund unausgeglichen. Im schlimmsten Fall trägt er gesundheitliche Schäden davon. Also: Malamutes am besten nur auf dem Land und mit viel Gelegenheit zum freien Auslauf. Lässt du dich auf sein Wesen ein, ist er ein ausgeglichener, langjähriger Begleiter.

Das Aussehen des Alaskan Malamutes

Der Alaskan Malamute hat ein wolfsähnliches Erscheinungsbild und dabei einen kräftigen, beinahe stämmigen Körperbau. Seine breiten Schultern und sein starker Hals, ebenso wie sein breiter Kopf und die massiven Kiefer, lassen ihn als muskelbepacktes Kraftbündel mit üppigem Fellkleid erscheinen.

Das Fell ist meist mehrfarbig und verfügt über wolfsgraue, schwarze und bräunliche Anteile mit vielen Schattierungen. An Unterleib, Läufen und Gesicht gibt es oft hellere Abzeichen. Das Fell des Alaskan Malamute ist enorm witterungsbeständig und darauf ausgelegt, den rauen Wetterverhältnissen des Nordens zu trotzen. Hierzu ist es doppellagig und besteht aus dichter öliger Unterwolle sowie derbem festem Deckhaar.

Malamute-Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 71 cm und wiegen im Mittel etwa 57 kg; die Weibchen sind mit durchschnittlich 58 cm deutlich kleiner und entsprechend leichter.

Die Herkunft des Alaskan Malamutes

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Der Alaskan Malamute ist der größte und stärkste der nordischen Schlittenhunde und stammt vom arktischen Wolf ab. Benannt wurde er nach dem in seinem Ursprungsland Alaska beheimateten Inuitstamm der Mahlemute. Dieser setzte ihn vor etwa 2000 Jahren als Arbeitshund für den Lastentransport über weite Strecken ein, was ihm den Beinamen Lokomotive des Nordens gab.

Erst seit dem 20. Jahrhundert wurde der Alaskan Malamute auch im Hundeschlittensport bekannt. Wie der verwandte Husky ist er ein ausdauernder Läufer, kein schneller. Bis zur ersten Reinzucht des Alaskan Malamutes 1926 fanden vielfach Kreuzungen mit anderen Rassen statt.

Die Pflege des Alaskan Malamutes

Der Alaskan Malamute ein sehr reinliches Tier mit unkompliziertem Fellkleid. Daher bleibt der Aufwand im Bereich der Fellpflege eher gering: Wöchentliches Bürsten reicht im Normalfall aus.

Die Zeit und Mühe, die du hier sparst, solltest du in die Bewegung deines Tieres investieren. Das kann sehr gerne im sportlichen Rahmen erfolgen. Bedenke allerdings, dass der Alaskan Malamute kein Kurzstreckenspringer ist. Er eignet sich daher nicht für kurze intensive Belastungen, sondern für ausdauernden Sport.

Wegen ihres dichten Fellkleids bevorzugt diese Rasse natürlich den Winter, um sich draußen auszutoben; im Sommer besteht für den Malamute erhöhte Hitzschlag-Gefahr. Davon abgesehen ist die Hunderasse gesundheitlich sehr robust und stabil; lediglich die für größere Rassen typischen Gelenkprobleme treten auf.

Diesen kannst du durch eine ausgewogene Ernährung effektiv vorbeugen: Neben dem handelsüblichen Trockenfutter solltest du deinem Hund vor allem viel Fisch und Gemüse anbieten. Übertreibe es jedoch nicht: Der Alaskan Malamute hat einen leichten Hang zum Dickwerden. Allgemein gehört diese Rasse nicht zu den Kostverächtern und ist damit auch auf diesem Gebiet sehr unkompliziert.

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