Mudi – intelligenter Aufpasser

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Hunderasse Mudi

Der Mudi ist der absolute „Lieblingshundder ungarischen Hirten und Bauern: hochintelligent, wachsam, selbstständig, tapfer und robust. Außerdem ist er sehr anpassungsfähig. Der Mudi kommt auch mit einem Leben in der Stadt und in einer Familie prima zurecht, vorausgesetzt er wird körperlich und geistig ausreichend gefordert.

Der Mudi

Herkunft: Ungarn
Gewicht: 8-13 kg
Größe (Widerrist):40-45 cm
Lebenserwartung: 13-14 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++++-
Futterbedarf: ++++-
Fellpflege: ++---
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Der Mudi besitzt einen robusten Körper, aber eine sehr sensible Psyche. Bei falscher Haltung und zu wenig Auslastung neigt er dazu, apathisch oder aggressiv zu werden.
Verwendung: Hirtenhund, Rauschgiftspürhund, Wachhund, Rettungshund, Familienhund
Geeigneter Sport: AgilityDogdanceObedience u.v.m.

FCI: Nr. 238 (Gr. 1, Skt. 1)

Wesen

Der charakterstarke Mudi ist eine sehr tapfere und draufgängerische Rasse die vor nichts und niemandem zurückscheut. Dies ist allerdings auch eine der wichtigsten Eigenschaften des Mudis, denn als ungarischer Hirtenhund trägt er große Verantwortung. Beim Hüten lässt er kein Tier aus der Herde entkommen und ruht dabei keine Sekunde. Er ist ein sorgfältiger, mutiger Hütehund, der seine Schutzbefohlenen nicht verletzt.

Der Mudi ist kein Einzelgänger, sondern sehr halterbezogen und folgt diesem auf Schritt und Tritt. Da er ein hochintelligenter und sensibler Gefährte ist, ist ein harter Ton bei seiner Erziehung nicht notwendig. Man könnte auf taube Ohren und eine bockige Attitüde stoßen. Wenn man seinen Mudi in jungen Jahren gut sozialisiert, wird er zum besten Freund von Familie und anderen Artgenossen.

Durch seine freundliche Art ist er im Umgang mit Kindern sanft und verspielt, beschützt diese aber auch, falls nötig. Für Leute die gerne im Wald spazieren gehen, ist er ein idealer Begleiter. Dadurch das ihm das Hüten in die Wiege gelegt wurde, besitzt er fast keinen Jagttrieb und man kann ihn ohne Probleme von der Leine lassen und die ausgiebigen Spaziergänge und Radtouren genießen.

Fremden Menschen gegenüber ist er eher misstrauisch, begegnet ihnen aber nicht aggressiv. Er wacht über Haus und Familie und schlägt jeden Besucher mit Gebell an. Wenn er genügend ausgelastet ist, verhält er sich im Haus brav und ausgelassen. Solange dies gegeben ist, ist auch eine Stadthaltung denkbar.

In der Stadt

Da diese Rasse das Hüten im Blut hat, darf man ihren Bewegungsdrang nicht unterschätzen. Doch wenn die halterbezogene Feuchtnase genügend ausgelastet ist, verhält der Mudi sich ruhig und brav im Haus. Das Stadtleben ist also möglich, wenn der Vermieter und die Nachbarn auch Mal ein Bellen vertragen können.

Um dieser Rasse gerecht zu werden, sollte man große Spaziergänge, Radtouren und eventuell Hundesport bieten. Durch sein Temperament und die enorme Ausdauer ist er für jeglichen Hundesport zu begeistern. Auch Denksport ist sehr erwünscht, denn der Mudi liebt diese und versucht mit Eifer Dinge zu verstehen. Vermeide Langeweile indem Du dir viel Zeit für Deinen Mudi nimmst.

Aussehen

Der Mudi ist eine mittelgroße Schäferhunderasse, deren Körperbau einem Viereck ähnelt. Der Kopf mit seinen Stehohren ist keilförmig und verjüngt sich gegen die Nase zu. Dieser soll für den Beobachter den Eindruck eines wachsamen, immer tatkräftigen und verständigen Hundes erwecken, ohne jeden Anflug von Ängstlichkeit oder Aggressivität.

Das Schulterblatt des Mudi ist mäßig schräg und gut bemuskelt. Die Vorderfront der Brust ist gerundet und die Spitze des Brustbeins steht nur leicht vor. Sein Oberarm ist mittelang, die Ellenbogen liegen eng am Körper an. Die Hinterläufe sind etwas nach Hinten übertreckt und seine Oberschenkel lang und bemuskelt. Seine Rute ist mittelhoch angesetzt und hängt in der Ruhe. Bei Erregung wird sie sichelartig höher als die Rückenlinie getragen.

Das Haarkleid dieser Rasse ist am Kopf und an der Vorderseite kurz und glatt, sonst ist sein dichtes, glänzendes Fell einheitlich lang und dabei stark gewellt oder gelockt.

Herkunft

Diese Rasse entstand vermutlich um das 18. Jahrhundert herum in Ungarn. Die Mudi-Rasse ist eine natürliche Vermischung von ungarischen Treib- und Hütehunden mit verschiedenen stehohrigen, deutschstämmigen kleinen Schäferhunden.

Der Mudi wurde zu Beginn der Sporthundezucht im 19. Jahrhundert entdeckt und erstmals von Dezsö Fenyes, einem Museumsdirektor aus Balassagyarmat, beschrieben. Dieser organisierte ihre Zucht bei der ein eindrucksvoller schwarzer Rüde hervortrat namens „Mudi“. Dieser war folglich der Namensgeber der Rasse.

Anschaffung und Pflege

Die Fellpflege eines Mudis gestaltet sich nicht allzu schwer. Sein weiches Fell neigt nicht zu Verfilzungen und somit genügt das einfache Ausbürsten abgestorbener Haare. Während seines Fellwechsels ist tägliches Bürsten ratsam.
Durch seinen Bewegungsdrang ist sein Futterbedarf mittelhoch. Neben dem stets gefüllten Frischwassertopf sollte man ihn zwei Mal täglich füttern, wobei man die Futtermenge auf sein Gewicht abstimmen sollte.

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