Schweißhunde: Sie finden verletztes Wild

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Schweißhunde

Schweißhunde gehören zu den wichtigsten Jagdhunden unserer Zeit. Sie haben die Hauptaufgabe, verletztes Wild aufzuspüren. Für den Jäger ist die Arbeit des Schweißhundes in vielen Fällen unverzichtbar. Denn Jäger dürfen geschossenes Wild nicht im Wald zurücklassen. Revierpächter sind zur Haltung und Nutzung eines ausgebildeten Schweißhundes verpflichtet.

Was ist die Aufgabe des Schweißhundes?

Der Schweißhund arbeitet überwiegend in der Nachsuche. Unter einer Nachsuche versteht man das Auffinden und bergen geschossenen Wildes. „Schweiß“ steht in der waidmännischen Sprache für das Blut des Wildes. Auch nach Autounfällen oder ähnlichen Vorkommnissen, bei denen Wild verletzt flüchtet, verlassen sich Jäger auf die Talente eines Schweißhundes. Die Nachsuche hat das Ziel, verletztes Wild auf schnellstem Weg zu erlösen oder bereits verendetes zu finden. Der Einsatz eines Schweißhundes verhindert eine lange Leidenszeit oder das Verderben des Wildbret.

Der Spezialist unter den Jagdhunden ist hier Schweißhund. Er besitzt das Talent, Fährten von geschossenem Wild und Spuren anderer Tiere zu unterscheiden. Auch wenn eine sogenannte Verleitfährte (also eine frische Spur anderen Wildes) interessanter für den Hund sein kann, widersteht er der Versuchung zu dieser zu wechseln.

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Geschichte und Bedeutung des Schweißhundes

Die Geschichte der Schweißhunde ist dicht verflochten mit der Vergangenheit der Laufhunde. Auch sie wurden schon früh zur Hetzjagd eingesetzt und wurden etwa ab dem 17. Jahrhundert vor allem für die Jagdgesellschaften des Adels interessant. Damals hatte der Schweißhund ähnlich Aufgaben wie der Laufhund: Fährtensuche und Hetzjagd.

Der Unterschied dieser beiden Spezialisten liegt in der jeweiligen Arbeitsweise: Beide spüren Fährten nach, allerdings arbeitet der Schweißhund nicht wie der Laufhund in der Meute, sondern in der Regel allein. Ein weiterer Unterschied: Laufhunde hetzen das Wild mit viel Gebell; der Schweißhund gibt hingegen erst Laut, wenn er das Wild gefunden hat. Daher setzen Jäger den Schweißhund meist erst ein, um verletzte oder verendete Tiere zu finden.

Der Charakter des Schweißhundes

Der typische Schweißhund ist eher ruhig und ausgeglichen. Er konzentriert sich völlig auf die ihm gestellte Aufgabe. Die Fährtenarbeit ist sein Gebiet, daher besitzt er eine außergewöhnlich feine Nase. Diese führt ihn sogar auf „kalten“ Spuren zum geschossenen Wild. „Kalt“ ist eine Spur beispielsweise am Folgetag nach dem Verletzen des Tieres oder nach starkem Regen. Dieses Talent zeichnet ihn besonders aus.

Haltung eine Schweißhundes

Als Begleit- oder Gesellschaftshund ist der Schweißhund nur bedingt geeignet. Wenn du einen Schweißhund hältst, solltest du darauf achten, ihn seinen Talenten entsprechend auszulasten. Viele Hundesportarten bieten diese Auslastung auch für Tiere, die ihrem „Beruf“ nicht nachgehen.

Das Leben in der Stadt oder die Haltung in kleineren Wohnungen ist nicht ideal. Der Schweißhund benötigt viel Auslauf, seinen Freiraum und Beschäftigung. Lebt der Schweißhund in der Stadt, musst du regelmäßige Waldausflüge sowie Beschäftigung durch Hundesport oder Ähnliches zum Standardprogramm machen. Kinder sind in aller Regel kein Problem für einen gut erzogenen und ausgelasteten Schweißhund.

Schweißhund-Rassen

Die Schweißhunde bilden die Sektion 2 in der Gruppe 6 der FCI. Der Hannoversche Schweißhund, die Alpenländische Dachsbracke sowie der Bayrische Gebirgshund gehören zu den von den Jagdverbänden traditionell anerkannten Rassen.

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In der Praxis werden allerdings häufig auch andere Rassen, wie etwa der Dackel oder auch geeignete Mischlinge ausgebildet und in der Nachsuche eingesetzt.

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