Kromfohrländer – junge, deutsche Rasse

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Der Kromfohrländer liebt seine Familie, will immer dabei sein und folgt ihr deshalb auf Schritt und Tritt. Trotz seiner braunen treuherzigen Augen benötigt er vom ersten Tag an eine konsequente Erziehung. Bei ruhiger und liebevoller Führung, lernt er sehr schnell. Es gibt ihn in einer glatthaarigen und in einer rauhaarigen Version.

Der Kromfohrländer

Herkunft: Deutschland
Gewicht: 9-16 kg
Größe (Widerrist): 38-46 cm
Lebenserwartung: 12-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++--
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: ++---
Stadteignung: ++++-

Krankheitsgefährdung: Arthrose, selten Epilepsie
Verwendung: Haus- Familienhund, Wachhund, Begleithund
Geeigneter Sport: AgilityDogdance, Mitlaufen u.v.m.

FCI: Nr. 192 (Gr. 9, Skt. 10)

Wesen

Der Kromfohrländer wird zwar häufig als Familienhund und Haushund gehalten, ist dafür aber eher ein „Ein-Mann-Hund“ und gehorcht nicht unbedingt jedem in der Familie. Die genaue Rangordnung zu kennen ist wichtig, damit er nicht aufmüpfig wird. Seine Beziehung zum Halter ist ihm sehr wichtig und er geht sensibel und feinfühlig auf diesen ein und folgt ihm auf Schritt und Tritt.

Der intelligente Hund gilt zwar als gelehrig, aber dennoch vergisst er Erziehungsfehler nie, oder eher: er verzeiht sie nicht. Einmal vom Tisch gefüttert, wird er sein Leben lang nach Futter betteln.

Rassetypisch ist auch das reservierte Verhalten gegenüber Fremden. Als Welpe ist der noch aufgeschlossen und freudig im Umgang mit fremden Personen, doch im zweiten Lebensjahr entwickelt sich bei fast allen Kromfohrländern eine gewisse Reserviertheit.

Der robuste Hund ist wachsam und passt gut auf Haus und Hof auf und kündigt jeden Besuch mit Gebell an. An der Leine und auf eigenem Territorium neigt er schon manchmal zum Größenwahn. Hier muss von Anfang an steuernd eingegriffen werden, damit Spaziergänge nicht zur Nervenprobe werden, wenn man auf seine Artgenossen trifft.

In der Stadt

In der Haltung ist er eher bescheide. Der Kromfohrländer kommt mit dem Leben in der Familie ebenso zurecht wie als Begleithund alleinstehender Personen und ist auch in der Lage, sich unterschiedlichen Wohnverhältnissen anzupassen. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit kann er sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt gehalten werden.

Am wichtigsten ist für ihn nämlich, dass sein Herrchen oder Frauchen da ist. Sind sie es nicht, wirkt er manchmal gänzlich verlassen, mag nicht spielen sondern wacht und wartet. Das kann durchaus enttäuschend für den Rest der Familie sein.

Wichtig ist dann, dass man dennoch versucht ihn abzulenken und ihm Auslauf bietet. Besonders angenehm ist dabei, dass man ihn bei guter Erziehung auch von der Leine lassen kann, da er nicht zum Wildern oder Streunen neigt.

Aussehen

Der Kromfohrländer ist eine leichte, mittelgroße Rasse. Unterschieden wird sie in zwei Varietäten, die durch die Haarstruktur bestimmt werden: Rauhhaar und Glatthaar. Der Schädel des Kromfohrländers ist leicht rundlich mit erkennbarem Stop und leicht angedeuteter Stirnfurche.

Er besitzt mittelbreiten Fang, der sich zur Nasenspitze hin verjüngt. Seine Augen sind von mittlerer Größe, oval und meist dunkel- bis mittelbraun. Seine Ohren sind von dreieckiger Form und seitlich hoch angesetzt. Sein Rücken ist kompakt und gerade, seine Läufe sind mittellang und schlank. Beide Varietäten besitzen eine kurze und weiche Unterwolle.

Die rauhaarigen Hunde besitzen längere Haare an Gesicht und Fang. Ihre Fellfarben sind weiß als Grundton mit hellroten bis dunkelbraunen Platten. Auffallend sind ihre meist symmetrische weiße Zeichnung im Gesicht.

Die Glatthaarhunde haben ein seidiges, langes Fell und sind an Ohren, Rute und Läufen gefedert. Die Rauhaarigen unter ihnen haben drahtiges Fell, welches insgesamt kürzer ist. Auch an Schwanz, und Ohren ist es kurz.

Herkunft

Der Kromfohrländer ist eine der jüngsten Hunderassen Deutschlands. Sie ist in Nordrhein-Westfalen durch eine Zufallszüchtung entstanden. Stammeltern dieser Rasse waren eine Foxterrier Hündin sowie angeblich ein Griffon Vendéen Rüde.

Andere sagen wiederum, dass es sich bei dem Rüden um einen Mischling handelte. Die Erstzüchterin Ilse Schleifenbaum nahm einen Griffon Vendéen auf, der vermutlich durchziehenden französischen Soldaten entlaufen war. Dieser verpaarte sich versehentlich mit ihrer Foxterrier Hündin. Heraus kam ein äußerst homogener Wurf, welcher Ilse Schleifenbaum zur Weiterzucht ermutigte.

Ab 1946 wurde dann gezielt diese Rasse gezüchtet und schließlich 1955 vom FCI anerkannt. Im Jahr 1960 wurde in die bereits vorhandene Rasse nochmals Foxterrier mit eingekreuzt, um die Blutlinie etwas zu reinigen. Durch die weitere Verpaarung der Kromfohrländer untereinander, intensivierten sich ihre Farbplatten und plötzlich gab es eine Varietät mit glattem Haar, die ebenfalls gefiel.

Anschaffung und Pflege

Der verspielte Hund liebt Auslauf und braucht deshalb lange Spaziergänge mit seinem Halter. Geeignet sind Menschen, die ihm diesen gerne bieten und auch in der Wohnung gerne von ihm umgeben sind.

Die Pflege gestaltet sich nicht als schwer, da sie unkomplizierte Esser sind. Aufpassen sollte man allerdings, dass man sie in jungen Jahren nicht überbeansprucht, da sie davon leicht Arthrose bekommen könnten.

Das Fell der glatthaarigen Variante möchte regelmäßig gebürstet werden, damit die lose Unterwolle entfernt werden kann. Die rauhaarige Hunde müssen regelmäßig getrimmt werden. Das Fell beider Varietäten ist fast selbstreinigend.

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