Zwergspitz – Oh, ein Plüschtier!

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Hunderasse Zwergspitz: Ein plüschig aussehender

„Oh, ein Plüschtier“ – dieser Gedanke kommt vielen sofort in den Kopf, wenn sie den Zwergspitz sehen. Doch in den kleinen Fellknäuel steckt noch viel mehr als nur ein kleiner Hund zum Kuscheln, Schmusen und Liebhaben.

Zwergspitz

Herkunft: Deutschland
Gewicht: ca. 2-3 kg
Größe (Widerrist): 18-22 cm
Lebenserwartung: 13-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++---
Futterbedarf: +----
Fellpflege: +++++
Stadteignung: +++++

Verwendung: Begleithund, Familienhund
Krankheitsgefährdung: Organprobleme, Epilepsie, Trachea, Zahnstein, Alopezie (Haarausfall)
Geeigneter Sport: Joggen, Agility, Dogdance u.v.m.

FCI: Nr. 97 (Gr. 5, Skt. 4)

Das Wesen des Zwergspitzes

Trotz seines goldigen Aussehens ist der Zwergspitz (auch Pomeranian genannt) kein einfaches Schoßhündchen, das den ganzen Tag nur Schokopralinen essen möchte. Der Pomeranian mag lange, ruhige Spaziergänge, bei denen er kaum müde zu werden scheint. Auch dem Schwimmen frönen die kleinen Hunde bei der passenden Witterung und angenehmen Temperaturen gerne.
Der kleine King of Toys („König der Schoßhunde“), wie er gerne im englischsprachigen Raum genannt wird, verfügt über ein wahrlich königliches Auftreten. Anders als viele kleine Hunde ist er normalerweise kein Angstkläffer. Stattdessen schüchtert er sein Gegenüber durch sein selbstbewusstes, fast schon arrogantes Auftreten ein. Seinem Herrchen gegenüber ist der Zwergspitz anhänglich, treu und aufmerksam. Darüber hinaus ist er sehr wandelbar und in der Lage, sich dem Leben auf dem Land genauso anzupassen wie dem Leben in einer großen Stadt.
Dabei ist der Zwergspitz mindestens genauso wachsam und bereit wie ein großer Schäferhund, sein Herrchen oder sein Grundstück zu verteidigen. Er hat keinen natürlichen Jagdtrieb und eignet sich demnach besonders gut als Wachhund für Haus und Hof.

Der Zwergspitz in der Stadt

Der Zwergspitz ist sehr gut geeignet für das Leben in der Stadt. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit gewöhnt er sich sehr schnell an die typischen Abläufe und Geräusche, die eine große Stadt mit sich bringt.

Allerdings solltest du dir klar machen, dass auch ein so kleiner Hund wie der Zwergspitz regelmäßig viel Auslauf braucht. Ansonsten ist er nicht ausgelastet und wird schnell zum „Problemhund“. Im Idealfall hast du daher die Möglichkeit, deinen Zwergspitz im Auto in die Natur zu fahren und schönen langen Spaziergang zu unternehmen. Wichtig: Erlaube deinem Zwergspitz auch tierische und soziale Kontakte. Die kleinen Hunde brauchen viel Kontakt zu Artgenossen.

Das Aussehen des Zwergspitzes

Selbstverständlich ist der Zwergspitz sehr klein – sonst hätte er sich seinen Namen auch nicht verdient. Mit einer Rückenhöhe von etwa 18 bis 22 cm ist er in der Regel nur geringfügig größer als ein Chihuahua. Durch sein überdimensionales Fell wirkt er ein paar Zentimeter größer. Auch sein Gewicht ist dem des Chihuahuas ähnlich; in der Regel wird der Zwergspitz nicht schwerer als 2 kg. Das Fell des Pomeranians kann alle typischen Farben aufweisen; es gibt keine rassenspezifische Norm. Allerdings ist das Fell der meisten Zwergspitze noch immer orange gefärbt. Mittlerweile sind auch Farbvariationen in schwarz und weiß immer beliebter.
Sein Gesicht erinnert an das eines Fuchses, allerdings ist es von einer weichen „Löwenmähne“ umgeben. Diese Mähne geht direkt in sein langes, fluffiges Fell über.

Die Herkunft des Zwergspitzes

Die Geschichte der kleinen Hunde ist lang und weitreichend. Der Zwergspitz wurde vor etwa 200 Jahren von deutschen Züchtern nach England gebracht. Das englische Königshaus war verrückt nach den kleinen, niedlichen Hunden und verlieh ihnen dann ihren Titel, der auch heute noch gebräuchlich ist: Pomeranian. Dieser Name entstammt der ursprünglichen Herkunft der Zwergspitze, das war nämlich die deutsche Provinz Pommern.

Die Engländer züchteten die kleinen Hunde noch kleiner. Erst um das Jahr 1970 kamen sie wieder zurück nach Deutschland. Hier wurden Größe und Farbe des kleinen Pomeranians wieder stabil nachgezüchtet.

Anschaffung und Pflege des Zwergspitzes

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Neben den „üblichen“ Punkten, die es vor der Anschaffung eines Hundes zu beachten gilt (sind Hunde im Haus erlaubt?, genug Zeit?, genug Geld?) solltest du einen Zwergspitz nur vom Züchter kaufen. Zwergspitze gehören zu den durch Vererbung besonders gefährdeten Haustierrassen. Daher ist eine sorgfältige Auswahl noch wichtiger als bei anderen Rassen. Ein Zwergspitz vom Züchter kostet etwa 700 – 800 Euro. Niedrigere Preise solltest du hinterfragen. Hier wurde meist bei Tierarztkosten gespart und dem Hund eine Impfung o. ä. vorenthalten. Durch die geringe Größe kommt es beim Zwergspitz oft zu Problemen des Organismus insgesamt.
Die kleinen Zwergspitze verlangen einiges an Pflege. Besonders das lange, fluffige Fell muss des Öfteren gekämmt werden, damit es sich nicht verknotet oder verfilzt.

Der Zwergspitz braucht recht wenig Futter und ist auch nicht sehr kostenintensiv. Allerdings musst du genügend Auslauf für den kleinen Hund gewährleisten. Beachte auch, dass er als kleiner Wachhund oft sehr laut bellt. In einem hellhörigen Mietshaus macht ihn das nicht sehr beliebt.

Infografik Zwergspitz

Infografik Zwergspitz... in aller Kürze. Wissenswertes und Interessantes

 

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4 KOMMENTARE

  1. Der Artikel beschreibt den Zwergspitz sehr gut. Vor allem die Betonung der Bedürfnisse in Bezug auf Auslauf, Beschäftigung, Kontakt zu Artgenossen und nicht zu viel Alleinbleiben sind wichtig.

    Ein großes Manko muss jedoch korrigiert werden: Heute kostet ein gesunder, gut sozialisierter Zwergspitz bei den wenigen seriösen Züchtern in Deutschland mindestens (!) 1.100 Euro! Die meisten Welpen werden für 1.500 bis 1.900 Euro verkauft. Wer nach Welpen für 700 Euro sucht, wird nur auf verantwortungslose Tiervermehrer stoßen! Somit ist die Angabe hier sehr gefährlich! Der Preis, den ich hier beschreibe, ist keinesfalls die Ausnahme oder eine übertriebene Einschätzung. Auf meiner Suche nach einem erbgesunden Welpen habe ich fast mit der gesamten Züchtergemeinschaft in DE Kontakt aufgenommen, viele besucht und auch mit Züchtern im näheren Ausland gesprochen. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich beim VDH oder eingetragenen Züchtern erkundigen. Die Kleinanzeigenportale im Internet wimmeln nur so von Betrügern und Hundehändlern, dort sind fast keine Anzeigen von richtigen Züchtern zu finden. Bitte warnen Sie hier ausdrücklich vor Welpen, die für weniger als 1.000 Euro angeboten werden!!!

    • Hallo Caroline!
      Leider gibt es unter den Züchtern viele schwarze Schafe, da hast du Recht!
      Sogenannte „Billigwelpen“ boomen gerade wie nie und werden regelrecht „produziert“. Deswegen freuen wir uns auch über deinen Kommentar! 🙂

      Vielleicht kannst du unserer Community ja sogar einen sehr guten Züchter empfehlen? Einen seriösen Züchter, bei denen es den Hündinnen gut geht – und die Kleinen einen perfekten Start in ihr neues Leben bekommen.

      Liebe Grüße,
      Birthe vom hudoba-Team.

  2. Hallo Birthe,

    ja, ich kann zwei sehr gute, gewissenhafte und liebevolle Züchter empfehlen:

    Marion Mayr https://www.power-of-love-poms.de/welpen.htm

    Birgit Arndt-Hielscher https://www.von-den-kleinen-woelfen.de/

    Beide habe ich besucht und von einer selbst einen Welpen erworben. Sie sind beide sehr darauf bedacht, gesunde Welpen zu züchten, und wählen die Elterntiere dementsprechend sorgsam aus. Alle Hunde leben in der Familie, die Welpen werden mit viel Hingabe aufgezogen und gut sozialisiert!

    Am besten kontaktiert man die Züchter persönlich, denn sie bekommen so viele Anfragen, dass sie oft nicht alle Welpen online zeigen.

    Liebe Grüße

    • Hallo Caroline,
      vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar und die Adressen der beiden Züchter.
      Schön, dass du einen Züchter gefunden hast, dem es wirklich um die Tiere geht und der darauf bedacht ist, nicht nur Welpen zu „produzieren“.

      Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner noch einen ganz tollen Wochenstart und weiterhin viel Spaß auf unserer Seite.

      Liebe Grüße,
      Birthe vom hudoba-Team

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