Kontinentaler Zwergspaniel – emphatischer Begleiter

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Hunderasse Kontinentaler Zwergspaniel

Der kleine Zwergspaniel ist ausgesprochen energiegeladen und fröhlich.
Allgemein wird der Ursprung dieser Hunde in Europa vermutet, obwohl nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass ihre Vorfahren – so wie viele Zwerghunde – aus Ostasien stammen

Der Kontinentale Zwergspaniel

Herkunft: Spanien, Frankreich, Belgien
Gewicht: 2,3-5 kg mindestens 1,5 kg
Größe (Widerrist): ca. 28 cm
Lebenserwartung: 13-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++--
Futterbedarf: ++---
Fellpflege: ++---
Stadteignung: ++++-

Krankheitsgefährdung: seine Augen neigen zum Tränenfluss, ansonsten gehört er zu den gesunden Rassen ohne Erbkrankheiten
Verwendung: Begleithund, Familienhund
Geeigneter Sport: Agility,  ObedienceDogdance

FCI: Nr. 77 (Gr. 9, Skt. 9)

Wesen

Die Rasse des Kontinentalen Zwergspaniels bildet sich aus zwei Varianten, welche sich lediglich durch die Form ihrer Ohren unterscheiden. Zum einen der spitzohrige Papillon und zum anderen die schon etwas länger existierende Variante des Phalènen mit hängenden Ohren.

Der Zwergspaniel ist ein sehr kleiner und quirliger Hund, der sehr verspielt ist und trotzdem viele Streicheleinheiten einfordert. Besonders charakteristisch ist für diese Rasse, dass sie sehr emphatisch sind. Sie besitzen meist ein sehr gutes Feingefühl gegenüber ihrem Halter und auch der Familie. Dadurch, dass sie leicht zu erziehen sind, macht es sie zu einem idealen Begleithund. Allerdings neigen sie manchmal durch ihr starkes Anlehnungsbedürfnis zur Eifersucht.

Für ihn ist ein harmonisches Umfeld sehr wichtig, denn er bemerkt durch sein überraschendes Einfühlungsvermögen sofort, wenn sich Unstimmigkeiten beim Halter oder innerhalb der Familie breit machen. Er leidet mit und versucht energisch aufzumuntern. Allerdings gönnt er seinem Halter auch Ruhe und ist erst wieder aktiv, wenn sie es auch sind.

Trotzdem ist der Zweigspaniel ein sehr wachsamer Hund und reagiert auf Geräusche mit Meldung. Manchmal ist die Wichtigkeit seiner Meldungen fraglich, aber dennoch kann man sich auf sie Verlassen. Wenn man seinen Hund frühzeitig an andere Haustiere gewöhnt, ist das weitere Zusammenleben mit ihnen kein Problem und auch sie werden als Teil der Familie angenommen.

In der Stadt

Diese Rasse eignet sich besonders wegen ihrer Größer für die Stadthaltung, ist aber keinSchoßhündchen“. Der Zwergspaniel braucht viel Auslauf und genügend Zeit zum Spielen und Toben. Er reagiert zwar auf Geräusche mit Meldung, ist aber kein Kläffer und somit sollten sich auch die Nachbarn nicht gestört fühlen. Durch seine freundliche und aktive Art, eignet er sich auch für Familien. Besonders gut aufgehoben ist er bei Menschen, sie sich gern körperlich betätigen, aber nicht gleich kilometerweite Radtouren absolvieren wollen.

Aussehen

Der Kontinentale Zwergspaniel ist ein kleiner, aber dafür sehr robuster Hund. Seine Haltung ist sehr anmutig und stolz, sein Gang leichtfüßig und elegant. Insgesamt wirkt dem Betrachter ein harmonisches Gesamtbild entgegen. Sein Körper ist eher lang als hoch und ist von mittellangem bis langem, gewelltem Haar von kräftiger Textur bedeckt. Er wird in allen Farben gezüchtet, wobei weiß stets den Grundton seines seidigen Fells bildet.

Im Gegensatz zu anderen Spanielrassen wirkt sein Kopf leichter und kürzer, steht aber zum Körper in einer angemessenen Proportion. Sein Schädel sollte nicht zu rundlich geformt sein und kann manchmal eine angedeutete Mittelfurche aufweisen. Seine spitz zulaufende Schnauzer ist im Verhältnis zum Schädel eher kurz. Seine meist dunklen Augen sind mandelförmig und groß und sollen einen aufgeweckten Eindruck vermitteln.

Die Ohren dieser Rasse sind je nach Variante entweder stehend oder hängend und weisen charakteristisch für sie Fellfransen auf. Ihr Hals ist mittellang mit einem leicht gewölbten Nacken. Seine breite Brust sitzt relativ tief. Seine Rute ist hoch angesetzt und weist üppige Fransen auf. Seine Läufe sind gerade und kräftig, wirken jedoch filigran.

Herkunft

Als Begleithund adliger Damen war der Kontinentale Zwergspaniel schon im 12. Jahrhundert sehr beliebt. Später kam er auch in anderen europäischen Ländern als eine Art „Luxushund“ in Mode. Auch auf zahlreichen Gemälden berühmter Maler fanden sie sich porträtiert wieder. Dieser Fakt deutet darauf hin, dass sie sehr weit verbreitet waren.

Die Variante des Phalènen, der Vorläufer des Papillon, stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde während der Französischen Revolution als ein typisches Adelssymbol fast ausgerottet. Als im 19. Jahrhundert Chihuahua und Spitz mit in die Rasse eingekreuzt wurden, entwickelte sich die Varietät Papillon. Die genaue Herkunft des Kontinentalen Zwergspaniels ist unklar, aber seine Wurzeln sollen bis nach China reichen.

Anschaffung und Pflege

Wenn man früh genug mit der Erziehung beginnt, ist er sehr leicht handzuhaben. Er bringt sich gut in den Alltag ein und gewöhnt sich an dessenStrukturen, möchte aber trotzdem mindestens zwei Mal in der Woche einen längeren Spaziergang machen. Dabei kann man ihn auch ruhig von der Leine lassen, da er kaum Jagttrieb besitzt. Man muss bedenken, dass er durch seine Größe kein Spielgefährte für kleine Kinder sein sollte, da dabei eine Verletzungsgefahr für ihn besteht.

Der Kontinentale Zwergspaniel sieht zwar sehr pflegebedürftig aus, ist es aber nicht. Sein Fell ist selbstreinigend und somit muss er nicht jedes Mal gebadet werden, wenn er etwas Schmutz abbekommen hat. Tägliches Durchkämmen mit weicher Bürste genügt völlig. Dabei sollte man seinen Fellfransen an Schwanz und Ohren besondere Aufmerksamkeit schenken, damit sie nicht verfilzen. Darüber hinaus sollte man den Zahnstein beim Tierarzt ab und zu entfernen lassen.

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