Dogo Argentino

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Eine argentinische Dogge (Dogo Argentino) in der Seitensicht, Blick Richtung Kamera. Im Hintergrund blauer Himmel.

Der Dogo Argentino ist kein Schoßhündchen, sondern ein athletischer Hund mit Charakter, Mut, Ausdauer und Kraft.

Dogo Argentino

Argentinische Dogge

Herkunft: Argentinien
Gewicht: 36-45 kg
Größe (Widerrist): 60-68 cm
Lebenserwartung: 9-20 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++++
Futterbedarf: ++++-
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Taubheit, Hüftdysplasie
Verwendung: Wachhund, Schutzhund, Fährtenhund
Geeigneter Sport: Vielseitigkeit, Agility, Fährtensuche (Abwechslung!)
Besonderheit: Listenhund – Auflagen in vsch. Bundesländern

FCI: Nr. 292 (Gr. 2, Skt. 1)

Das Wesen des Dogo Argentino

Der Dogo gilt als fröhlicher, natürlicher, anspruchsloser und freundlicher Hund. Damit diese positiven Eigenschaften in seinem Wesen zum Tragen kommen, braucht es eine konsequente Erziehung und entsprechende Erfahrung. Der Dogo Argentino ist kein Hund für Anfänger!

Das Tier ist sich seiner Kraft in jeder Situation bewusst. Es zeigt Temperament und Willensstärke, setzt sich mutig auch gegen andere Hunde durch. Tendenziell neigt er zu dominantem Verhalten. Vor allem im Kontakt mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen ist dies problematisch: Die argentinische Dogge neigt ihnen gegenüber zu Kämpfen und Kraftproben. Deshalb steht er in einigen Bundesländern auf der Rasseliste für gefährliche Hunde und darf nur unter bestimmten Auflagen gehalten werden.

Erziehst du den Dogo Argentino aber bereits als Welpen und sozialisierst ihn konsequent, wächst er gut sozialisiert und liebevoll-konsequent erzogen, dann wächst er zu einem zuverlässigen Kameraden und Begleiter heran.

Als Jagdhund ist die argentinische Dogge reaktionsschnell, taktisch klug und furchtlos. Mit ihrem hervorragenden Geruchssinn wird sie oft als Fährtenhund eingesetzt. Auch als Begleiter für Jogger und Radfahrer findet der Dogo dank seines hohen Bewegungsdranges Erfüllung. Turnierhundesport und Agility liegen ihm ebenfalls.

Gar nicht geeignet ist die argentinische Dogge hingegen für die Zwingerhaltung. Trotz des Rufes als gefährlicher Hund ist sie sehr menschenbezogen und braucht die Gesellschaft ihres Zweibeiners.

Der Dogo Argentino in der Stadt

Das argentinische Kraftpaket ist sicher nicht die erste Wahl, wenn du in einer kleinen Stadtwohnung lebst. Denn die argentinische Dogge braucht viel Bewegung und muss beschäftigt werden. Wohnungsnachbarn könnten ebenfalls Bedenken haben: Viele Menschen fürchten sich vor Hunden, deren Rasse allgemein als gefährlich gilt. Ob dein Hund in Wirklichkeit ganz lieb ist, spielt dann meist keine Rolle mehr. Selbst wenn das klappt: Du brauchst selbst ein dickes Fell, denn es wird Anfeindungen geben!

Ein möglicher Pluspunkt für den Dogo Argentino als Wohnungshund: Diese Hunde bellen nur selten. Wenn, dann haben sie einen guten Grund.

Vielleicht findest du ja aber eine passende Wohnung. Gerade, wenn dein Tier als Dienst- oder Wachhund arbeitet und damit jeden Tag ausreichend gefordert ist, ist eine Stadthaltung möglich. Wichtig ist dabei die Abwechslung: Immer gleiche Abläufe findet der Dogo langweilig. Daher sind abwechslungsreiche Sportarten wie Agility oder Fährtensuche mit unterschiedlichen Zielen und Orten besser geeignet als ewig gleiches Obedience. Auf den Gehorsam solltest du trotzdem viel Wert legen.

Das Aussehen des Dogo Argentino

Seine Zugehörigkeit zu den Molossern sieht man dem Dogo sofort an: Mit einer Schulterhöhe von etwa 69cm und einem Gewicht von bis zu 45 Kg ist er recht groß und kräftig. Dabei hat er eine athletische und zugleich elegante Figur. Das Fell der argentinischen Dogge ist reinweiß.

Manche Hunde haben einen schwarzen Fleck im Kopfbereich. Die Nase des Dogo ist ebenfalls schwarz; die Augen sind mandelförmig. Seine dreieckigen Ohren sind seitlich hoch angesetzt; die Rute ist säbelförmig, lang und ziemlich dick.

Die Herkunft des Dogo Argentino

Die Geschichte der Argentinischen Dogge beginnt mit der Eroberung Südamerikas. Unter den Hunden, welche die Spanier mitbrachten, waren Bulldoggen und Bullterrier, die sich mit den einheimischen Rassen vermischten.

In der gezielten Zucht sollte ein mutiger, starker Jagdhund für die Großwildjagd entstehen. Damit er nicht mit der Jagdbeute verwechselt und Opfer von Fehlschüssen wird, sollte sein Fell strahlend weiß sein. Den Standard für die Rasse Dogo Argentino legte erst 1928 der Hundeliebhaber Dr. Antonio Nores Martinez fest.

Bis heute ist der Dogo Argentino in seiner Heimat zur Jagd auf Raubkatzen eingesetzt. Aber auch Wildschweine zählen zur Beute der einzigen anerkannten Hunderasse Argentiniens. Um sich mit dieser Beute messen zu können, wurde das eigenständige Kämpfen bei der Zucht betont. Argentinische Doggen lassen ihre Beute eher ungern los – mit ein Grund für den deutschen „Kampfhund“-Status.

1968 importierte der Kynologe Erich Schneider-Leyer erstmals drei argentinische Doggen nach Deutschland. Trotz Rassenlisten wird der Dogo seitdem auch hierzulande gezüchtet und als Haus- sowie Familienhund genutzt.

Pflege eines Dogo Argentino

Das kurze Fell des Dogo Argentino ist absolut pflegeleicht. Du solltest es nur regelmäßig bürsten und auf Parasiten untersuchen. Die Ohren des Tieres solltest du etwa alle zwei Wochen reinigen. Prüfe dabei auch gleich die Krallen. Bei ausreichend Bewegung auf geeignetem Untergrund reguliert sich die Länge gewöhnlich von selbst. Ist der Untergrund insgesamt sehr weich oder mangelt es kurzfristig an Bewegung, können die Krallen lang werden und splittern oder brechen.

Erblich bedingt sind viele Dogo Argentinos von Geburt an taub. Eine Gehöruntersuchung ist daher vor dem Kauf sinnvoll – gute Züchter führen sie von sich aus durch. Wegen seiner Größe ist auch Hüftdysplasie relativ häufig. Darüber hinaus ist der Dogo Argentino jedoch sehr robust und wird für seine Größe erstaunlich alt.

Infografik Dogo Argentino

Infografik Dogo Argentino: Wissenswertes und Interessantes

 

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