Australian Kelpie: Ein hündischer Wassergeist?

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Ein Australischer Kelpie - ein typischer Arbeitshund

Der australische Kelpie ist ein Hütehund durch und durch. Für die Haltung in der Stadt ist er nicht geeignet, denn er braucht viel Platz, Freilauf und Beschäftigung – idealerweise mit einer Schafherde. Seinen Namen hat er nur indirekt vom schottischen Kelpie, einem Wassergeist.

Australian Kelpie

Herkunft: Australien
Gewicht: 14-21 kg
Größe (Widerrist): 43-51 cm
Lebenserwartung: 9-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++++
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +++--
Stadteignung: -----

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Krankheitsgefährdung: Progressive Retina Atrophie
Verwendung: Hütehund, Rettungshund
Geeigneter Sport: Treibball, Agility … Hauptsache etwas tun!

FCI: Nr. 293 (Gr. 1, Skt. 1)

Das Wesen des Australian Kelpie

Der Australian Kelpie ist ein Energiebündel und Ausdauerwunder: Er scheint nie müde zu werden. Dementsprechend groß ist natürlich sein Bewegungsdrang.

Dank seiner hohen Intelligenz lernt der Australian Kelpie mit viel Freude und guter Konzentrationsfähigkeit. Er ist immer mit Feuereifer bei der Sache, sei es als gewissenhafter Aufpasser auf Haus und Hof oder als Hüter anderer Tiere. Der Australian Kelpie fühlt sich gerne verantwortlich und freut sich, selbstständige Entscheidungen treffen zu dürfen. Manchmal kann man ihn sogar als Besserwisser betiteln.

Zwar ist der Kelpie mutig, aber auch sensibel. Besonders Fremden gegenüber reagiert er bisweilen misstrauisch, ist insgesamt aber sehr menschenbezogen. Bei aller Agilität und Energie ist der Australian Kelpie trotzdem sanftmütig und verträgt sich mit Artgenossen. Er ordnet sich jedoch nicht sofort unter, sondern versucht, sich durchzusetzen.

Natürlich freut es einen Kelpie, wenn er seinen angeborenen Hütetrieb ausleben darf. Das Hüten von Schafen ist ihm in die Wiege gelegt, und wenn er an Schafen arbeitet, tut er dies mit Professionalität. Dies ist aber nicht die einzige Aufgabe, die ein Kelpie übernehmen kann: Auch Hundesportarten eignen sich – Hauptsache sie sind nicht langweilig, sondern abwechslungsreich.

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Der Australian Kelpie in der Stadt

Durch seine Eigenschaft als energiegeladener Arbeitshund ist der Kelpie für die Stadt nicht sonderlich gut geeignet. Er braucht einfach zu viel Bewegung; ein Ausflug in den Park reicht dem wendigen und temperamentvollen Hund nicht. Seine Rasse ist Freilauf und Eigenständigkeit gewöhnt. Dazu muss er sich in einem relativ großen Radius frei bewegen können – ein Garten ist zu klein. Um einem Kelpie gerecht zu werden, brauchst du neben viel Zeit auch eine Menge Platz. Das geht in der Stadt nicht.

Das Aussehen des Australian Kelpie

Ein Australian Kelpie gehört mit einer Widerristhöhe von 43 bis 51 Zentimetern zu den mittelgroßen Hunden. Dabei wiegt er sportliche 16 bis 22 Kilogramm.

Der Australian Kelpie besticht durch seine mandelförmigen Augen, die ihm einen wachen Blick verleihen, durch seinen muskulösen und geschmeidigen Körperbau und nicht zuletzt durch seine fuchsähnliche Erscheinung. Sein Fell ist kurz und glatt. Es zeigt sich in den Farben schwarz, schwarz-loh (schwarz-tan), rot, rot-loh (rot-tan), schokobraun über goldbraun bis cremefarben oder rauchblau. Die Abzeichen können in allen Braunschattierungen auftreten und sind unterschiedlich groß.

Australian Kelpies treten im Gegensatz zu den Working Kelpies (den reinen Arbeitshunden) überwiegend einfarbig auf. Das fuchsähnliche Aussehen verdankt der Australian Kelpie auch seinen aufrecht stehenden und weit voneinander angesetzten Ohren sowie dem klar gezeichneten Fang.

Die Herkunft des Australian Kelpie

Der Australian Kelpie stammt aus Australien – soweit das Offensichtliche. Der zweite Teil seines Namens kommt hingegen aus Europa: Im Lowland-Schottisch ist ein Kelpie ein Wassergeist – oft in Pferdegestalt. Aber wie kommt man vom Pferd zum Hund? Die Antwort ist banal: Kelpie war der Name einer Hündin. Bei einem berühmten Hütewettbewerb (dem Forbes Trial) errang sie den Sieg. Ihre Welpen waren bald heiß begehrt und wurden kurzerhand als Kelpies bezeichnet. Immerhin war also zumindest die Stammmutter nach den Wassergeistern benannt.

Kelpie stammte von einigen black and tan Collies mit Stockhaar und Stehohren ab, die seit 1870 aus England nach Australien importiert wurden. Um die neu entstandene Rasse der Kelpies rankten sich schnell Legenden. Gerüchten zufolge soll bei den importierten Hunden Fuchs eingekreuzt gewesen sein, ebenso Dingos, andere Collies oder sogar Deutsche Schäferhunde. Eine Grundlage für diese Vermutungen gibt es nicht.

Bereits um die Jahrhundertwende wurden in Australien die ersten Kelpies auf Hundeausstellungen vorgestellt. Wenige Jahrzehnte später kristallisierten sich zwei unterschiedliche Kelpie-Typen heraus. Der Working Kelpie ist ausschließlich für die Arbeit als Hütehund gezüchtet. Für ihn gibt es keinen Rassestandard; das einzige wichtige Kriterium sind seine Arbeitsfähigkeiten. Erstaunlich: Der Working Kelpie läuft, wenn es erforderlich ist, auch einfach über den Rücken seiner Schafsherde!

Der Showkelpie ist die Rasse, auf die sich der Rassestandard der FCI bezieht. Bei ihm tritt die Arbeitsleistung in den Hintergrund und das Aussehen gewinnt an Bedeutung.

Pflege eines Australian Kelpie

Bei der Haltung eines Kelpies musst du viel Zeit für den agilen und arbeitsfreudigen Hund einplanen. Er möchte einfach ausgelastet werden. Wenn du das beachtest, hast du einen entspannten und ausgesprochen angenehmen Familienhund an deiner Seite.

Der Australian Kelpie ist ein robuster Hund mit meist kurzer und dichter Unterwolle, sogenanntem Stockhaar. Dieses schützt ihn gut vor Regen und muss regelmäßig gebürstet werden.

Australian Kelpies sind bisher von erblichen Krankheiten verschont geblieben. Das ist im Wesentlichen der Arbeitslinie zu verdanken, für die eine exzellente Gesundheit eine zentrale Anforderung ist.. Aber auch die Showlinie ist sehr gesund und hat eine im Vergleich zu ähnlich großen Rassen höhere Lebenserwartung. Die meisten Kelpies können bis ins hohe Alter ohne Einschränkungen aktiv arbeiten.

Allerdings ist keine Rasse vor genetischen Krankheiten und Defekten gefeit. Das größte (und doch sehr seltene) Problem bei Australian Kelpies ist die Progressive Retina Atrophie. Dies ist eine erbliche Augenerkrankung, welche die Netzhaut langsam absterben lässt.

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