Rottweiler – Listenhund und historische Hilfe der Metzger

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Hunderasse Rottweiler

Der Rottweiler ist ein selbstsicherer und mutiger Hund mit einem natürlichen Beschützerinstinkt. Er ist daher ein idealer Familienhund.

Rottweiler

Herkunft: Deutschland
Gewicht: 35-60 kg
Größe (Widerrist): 56-69 cm
Lebenserwartung: 9-10 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++--
Futterbedarf: ++++-
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Kreuzbandriss, Hüftdysplasie, Entropium, Schnarchen, Überfressen
Verwendung: Schutzhund, Wachhund, Diensthund, Hofhund
Geeigneter Sport: Fährtensuche, Rettungs- und Vielseitigkeitsausbildung
Besonderheit: Listenhund – Auflagen in vsch. Bundesländern

FCI: Nr. 147 (Gr. 2, Skt. 2.1)

Allerdings braucht der Rottweiler Bezugspersonen mit viel Erfahrung in Pflege, Haltung und Training von Hunden. Kannst du diese Voraussetzung erfüllen, so hast du mit einem Rottweiler einen der treuesten und liebenswertesten Gefährten unter den Hunden.

Das Wesen des Rottweilers

Ein Rottweiler ist ein kräftiger, beherzter und dennoch ruhiger Geselle. Er lässt sich gut trainieren. Vielmehr hat er sogar ein regelrechtes Bedürfnis nach Training. Dem solltest du als Besitzer unbedingt nachkommen. Der Rottweiler ist auch sehr liebenswert und braucht viel Zuneigung und seine Streicheleinheiten. Er eignet sich gut als Familienhund, benötigt aber ein oder zwei klare Bezugspersonen. Gegenüber seinem Besitzer und seiner Familie ist der Rottweiler absolut loyal. Er entwickelt einen natürlichen Beschützerinstinkt.

Der Besitzer eines Rottweilers sollte selbst willensstark sein. Er sollte einen festen Charakter aufweisen und eine gewisse Stärke besitzen, um mit der massiven Kraft eines Rottweilers umgehen zu können. Der Rottweiler ist lernfähig und ein natürlicher Wach- und Schutzhund. Insbesondere besticht er durch seine Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaften machten ihn zu einem klassischen Diensthund bei der Polizei, beim Militär und beim Wachschutz.

Da der Rottweiler zusätzlich noch sehr intelligent ist, braucht er schon als Welpe Beschäftigung. Beginne deshalb sehr früh mit der Ausbildung deines Hundes! Besonders wichtig: Vermittle deinem Rottweiler, dass du als Halter die alleinige Nummer 1 bist. Vermittle ihm ebenfalls, dass alle anderen Familienmitglieder auch über ihm stehen. Rottweiler besitzen ein starkes Rudeldenken. Versäumst du, ihm seinen Platz zuzuweisen, wird er auf andere Familienmitglieder nicht hören. Eventuell kommt er auf dumme Gedanken oder will „seinen“ Platz in der Rangordnung durchsetzen. Gib deinem Hund im Alltag und im Training daher klare Grenzen und Regeln.

Das klingt nun so, als ob der Rottweiler ein besonders einfacher „Abrichthund“ ist. Ebenso wichtig wie klare Grenzen zu setzen ist jedoch, dass du den Bedürfnissen deines Rottweilers nachkommst. Der angekettete und vernachlässigte Wachhund ist leider ein zu häufiges Phänomen – gerade bei Rottweilern. Trainierst du ihn gut, ist eine Kette unnötig. Er harmoniert dann gut in der Familie. Den Kindern ist er ein Spielkamerad; Katzen sowie andere Hunde und Haustiere akzeptiert er. Ein gut erzogener Rottweiler freut sich über Besuch von Freunden und Verwandten – gewöhnlich äußerst enthusiastisch. Erwartet der Rottweiler schlechte Absichten von Fremden, weist er sie hingegen entschieden ab.

Der Rottweiler in der Stadt

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Ein Rottweiler wird in einer kleineren städtischen Wohnung zurechtkommen. Allerdings musst du ihn regelmäßig trainieren und genügend Auslauf bieten. Im Haus ist dein Rottweiler vergleichsweise inaktiv. Zwei Stunden am Tag solltest du fürs Spazierengehen über haben. Plane zudem Zeit fürs Toben ein. Gib deinem Rottweiler die Chance, mit anderen Hunden zu spielen. Denke über eine Hundeschule nach.

Der Rottweiler ist ein Listenhund und damit per Gesetz als gefährlich eingestuft. Zwar zeigen Statistiken, dass nicht die Listenhunde am häufigsten beißen, aber das Gesetz ist nun einmal da. Frag am besten zuvor deinen Vermieter, ob die Haltung gestattet ist. Sei dir auch darüber im Klaren, dass du mit Anfeindungen leben musst. Die Bundesländer erlassen zudem eigene Anforderungen an diese Rassen, wie etwa eine zusätzliche Prüfung.

Das Aussehen des Rottweilers

Rottweiler haben einen muskulösen, massigen und kraftvollen Körper. Ihr Kopf ist recht breit und besitzt eine abgerundete Stirn. Die Haut an der Nase, am Mund und an den Pfoten ist meist schwarz oder dunkel. Meistens sind auch die Augen des Rottweilers dunkel. Auch blaue Augen können auftreten, entweder einzeln oder beide. Dies ist von Züchtern aber unerwünscht. Die Ohren eines Rottweilers sind dreikantig und nach vorne gerichtet. Sein Fell ist kurz, hart und dicht. Der Grundton ist schwarz. An der Schnauze und den Wangen sowie an Pfoten und Beinen hat er bräunliche Stellen.

Die Herkunft des Rottweilers

Einige Forscher meinen, dass der Rottweiler von einer Hunderasse abstammt, die von den römischen Legionen eingesetzt wurde. Diese Forschungsposition ist nicht abschließend geklärt. Fest steht: Im Mittelalter war der der Rottweiler um die Stadt Rottweil sehr verbreitet. Er unterstützte Metzger bei ihrer alltäglichen Arbeit. Diese war damals nicht auf das Schlachten und Zurechtschneiden beschränkt. Sie umfasste auch Viehhaltung, Marktverkauf und ähnliche Tätigkeiten. Daher kommt auch der Name „Rottweiler Metzgerhund„.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Zahl der Rottweiler ernsthaft abgenommen. Züchter aus der Region Württemberg versammelten sich in Klubs wie dem Deutschen Rottweiler-Klub, um Erhalt und Zucht der Rasse zu sichern. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war der Rottweiler wieder sehr verbreitet. Er ist beliebt sowohl bei Privatleuten als auch als Diensthund.

Anschaffung und Pflege eines Rottweilers

Die Fellpflege deines Rottweilers ist dank seines kurzen, robusten Fells recht einfach. Benutze eine feste Bürste. Wasche deinen Rottweiler nur, wenn es nicht wirklich anders geht. Er ist von Natur aus eher wasserscheu.
Rottweiler sind leider anfällig für Kreuzbandrisse, Hüftdysplasien (Fehlentwicklungen des Hüftgelenks) und Entropium. Dabei wachsen die Augenlider nach innen. Die Augen schließen nicht mehr richtig, da die Wimpern gegen das Auge wachsen. Vermutlich sind diese Probleme auf Überzüchtung zurückzuführen. Außerdem tendieren Rottweiler zum Schnarchen. Sie überfressen sich gerne. Gib deinem Rottweiler nicht mehr als er täglich benötigt. Hältst du einen Rottweiler artgerecht, so hat er eine Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren.

Infografik Rottweiler

Infografik Rottweiler ... in aller Kürze - Wissenswerte und Interessante Fakten.

 

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