Västgötaspets: Schwedischer oder Walisischer Wikinger?

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Schwedischer Vallhund / Vestgötaspets im Garten

Der Västgötaspets oder Schwedische Vallhund stammt vermutlich aus Schweden und ist ein kleines, lebhaftes Energiebündel. Ihre fehlende Körpergröße gleicht die Hunderasse durch eine überproportionale Portion Selbstbewusstsein und Mut aus.

Västgötaspets

Herkunft: Schweden
Gewicht: 9-14 kg
Größe (Widerrist): 30-34 cm
Lebenserwartung: 12-14 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++++-
Futterbedarf: ++---
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: sehr robust, keine
Verwendung: Begleithund, Hütehund, Schutzhund
Geeigneter Sport: Abwechslungsreich: Agility, Denkspiele, …

FCI: Nr. 14 (Gr. 5, Skt. 3)

Wesen

Västgötaspets sind intelligente Hunde, die schnell lernen und sich gut mit Denkspielen beschäftigen lassen. Die schnellen, wendigen Hunde sind vom Wesen her zwar freundlich und gutmütig, können jedoch regelrechte Dauerbeller sein und haben den typischen nordischen Sturkopf.

Er zeichnet sich zudem aus durch seine vielfältige Einsetzbarkeit, sei es als Hüte-, Jagd- oder Wachhund. Für Familien ist er nur bedingt geeignet, da er nicht immer gut mit Kindern klarkommt. Wird ein Västgötaspets zu viel geärgert, kann er durchaus kräftig zwicken. Dieses Zwicken in die Fersen ist auch seine Methode, Vieh direkt zur Bewegung zu ermuntern.

Auch mit anderen Haustieren solltest du vorsichtig sein: Västgötaspets wurden einst als Rattenjäger eingesetzt und halten dir auch heute noch Haus und Hof nagetierfrei.

Erziehung

Der Västgötaspets langweilt sich schnell und fühlt sich mit sinnloser Beschäftigung eher unterfordert. Daher solltest du seine Erziehung interessant und geistreich gestalten. Langweile einen Västgötaspets nie mit monotonen Erziehungsmaßnahmen und gehe konsequent mit seinem kleinen Dickkopf um.

Bietest du diesem Hund die Möglichkeit, seinen Scharfsinn und seine Intelligenz einzusetzen (etwa bei Denk- und Suchspielen oder Agility), gibt er dir dies als treuer Begleithund hundertfach zurück.

Västgötaspets neigen zum lauten Bellen. Dies solltest du bereits im Welpenalter konsequent unterbinden. Ganz „bellfrei“ wirst du diesen Hund jedoch nie bekommen, was vor allem in der Stadt eine gewisse Einschränkung ist.

Für Ersthundehalter ist der Västgötaspets mit seinem Sturkopf eher ungeeignet.

Sport

Västgötaspets lassen sich gerne auf vielfältige Art beschäftigen. Eine Mischung aus Sportarten wie Agility und ausgedehnten Spaziergängen sowie Denk- und Intelligenzspiele eignen sich für sie am besten.

In der Stadt

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Eine Stadtwohnung ist für diese energiegeladene, lauffreudige Rasse nicht allzu geeignet. Ein Haus mit Garten ist für ihn genau das Richtige: Eine große Wiese bietet ihm viel Platz für Erkundungsgänge. Außerdem lernst du so den Wachhund in ihm kennen. Der Västgötaspets meldet Besucher stets, egal ob befugt oder unbefugt. Das kann in der Stadt natürlich ein Nachteil sein, denn Nachbarn, denen häufiges Gebell nichts ausmacht, sind selten.

Aussehen

Västgötaspets sind kurzläufig und etwa 35 cm groß. Sie wiegen zwischen 11 und 15 kg.

Das Fell der Hunde ist mittellang, robust und erinnert an einen Wolf und ist immer mehrfarbig. Grau-, Braun-, Weiß- und Rottöne herrschen vor. Die Ohren sind spitz aufgestellt und bewegen sich genauso blitzschnell wie der Hund selbst, sobald er etwas Interessantes entdeckt. Seine buschige Rute biegt ein Västgötaspets zum Rückgrat.

Herkunft

Die Schweden schwören darauf, dass der Västgötaspets aus ihrem Land stammt. Dies ist allerdings umstritten, da es auch Erzählungen gibt, in denen der Hund von Wikingern aus Wales und England nach Schweden gebracht wurde. Eine Ähnlichkeit zum Welsh Corgi ist schwer abzustreiten. Aber ob nun der eine Hund von Schweden nach England gelangte oder von England nach Schweden (oder ob sie sich unabhängig voneinander entwickelten), ist ungewiss und wird vermutlich nie geklärt.

Die Anerkennung der Rasse erfolgte vor allem auf Bestreben von Graf Björn von Rosen und mit Hilfe des Schuldirektors Karl-Gustaf Zetterstén. Dabei hatte der Graf eigentlich ganz andere Interessen. Im Jämthund Fight der frühen 1940er Jahren suchte man nach einem Beweis, dass der Jämthund eine rein schwedische Hunderasse ohne norwegisches Blut war. Auch von Rosen suchte nach einem Beweis und fand dabei, was bald zum Västgötaspets werden sollte.

Von Rosen erfuhr, dass es noch Herdenhunde des Jämthund-Typs in Westgotland geben sollte. (Einigen Berichten zufolge erinnerte er sich, diese Hunde dort in seiner Jugend gesehen zu haben.) Mit Hilfe Zettersténs und seiner Schüler wurden einige Exemplare gefunden. Von Rosen verfasste schnell einen Standard und sandte ihn an den Verband.

Dieser verlor keine Zeit, die Hunde zu begutachten und erklärt die gefundenen Hunde als Schwedischen Vallhund 1943 zu einer eigenen Rasse. Zetterstén trieb die Zucht weiter voran. Die Bezeichnung Västgötaspets („Westgotenspitz“ oder „Schwedischer Schäferspitz“) erhielt die Rasse erst ein Jahrzehnt später. Warum, weiß niemand.

Gesundheit und Pflege

Västgötaspets sind sehr robuste Hunde, die relativ wenig Pflege brauchen. Es reicht, das mittellange Fell ab und an zu bürsten, um groben Dreck zu entfernen.

Es sind keine Erbkrankheiten bekannt. Das liegt auch daran, dass seine Vorfahren abgehärtete Arbeitshunde waren, deren Wert in ihrer Leistung lag, nicht im Aussehen. Aufgrund der weitervererbten Robustheit neigt der Västgötaspets kaum zu Krankheiten und hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich 12-14 Jahren.

Die Rasse ist in Deutschland selten und hat nur wenige Züchter.

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