Was sind eigentlich „Gesellschaftshunde“?

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Gesellschaftshunde - Familienhunde

Der Name verrät es bereits: Der Gesellschaftshund leistet vor allem Gesellschaft. Gesellschaftshunde dienen dem Menschen als Sozialpartner. Dabei gehen sie keiner bestimmten „Arbeit“ nach, wie beispielsweise der Gebrauchshund.

Was macht einen Gesellschaftshund aus?

Ein Gesellschaftshund wird aus rein sozialen Gründen gehalten. Er hat keine genaue „Aufgabe“, wie etwa das Jagen oder Bewachen, erfüllen zu müssen. Theoretisch sind die meisten Gesellschaftshunde dazu in der Lage, einen „Job“ auszufüllen. Denn je nach Rasse bringen sie die entsprechenden Voraussetzungen mit, die ein Gebrauchshund für seinen spezifischen „Job“ benötigt. Doch in den meisten Fällen werden Gesellschaftshunde ausschließlich als Familienhunde gehalten.

Die Züchtungen haben als Ziel Rassen, die den Vorstellungen der typischen Gesellschaftshunde-Halter möglichst genau entsprechen.

Geschichte und Bedeutung des Gesellschaftshundes

Gesellschaftshunde gibt es schon lange. Forscher meinen, der Mensch domestizierte den Hund überhaupt erst, weil er gut ins menschliche Sozialgefüge passt. Erst in zweiter Linie wurde er zum Jagdbegleiter.

Andererseits kann man sagen, dass die „Erfindung“ des reinen Gesellschaftshundes auf den Adel zurückgeht. Denn das „normale“ Volk hielt zu damaligen Zeiten nur Hunde, die auch eine Arbeitsleistung erbrachten. Wenn ein Arbeiter einen Hund hielt, dann hatte dieser einen konkreten Zweck: beispielsweise das Hüten, Jagen oder Bewachen.

Der Adel wiederum fand früh Gefallen an verschiedenen Rassen. Meist waren dies eher exotische Hunde. Die niedlichen, oftmals eher kleinen Gesellschafter unterhielten edle Damen und entzückten die elegante Oberschicht.

Doch Gesellschaftshunde gibt es auch heute noch. Tatsächlich erfüllen die meisten der Hunde, die heute in Familien leben, keinen speziellen „Job“.

Der Charakter des Gesellschaftshundes

Eine besondere Eigenschaft teilen alle Gesellschaftshunde: Sie sind enorm menschenbezogen. Äußerlich variieren die Gesellschaftshunde-Rassen sehr stark. Innerlich sind sie grundsätzlich freundlich, aufgeschlossen und gerade Kindern gegenüber sehr gutmütig.

Haltung eines Gesellschaftshundes

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Gesellschaftshunde sind meist genügsam, was Sport und Auslastung angeht. Selbstverständlich brauchen auch sie körperliche Aktivitäten und mentale Auslastung. Leider werden typische Gesellschaftshunde oft zu sehr vermenschlicht. Daher ist besonders wichtig, dass du deinen Gesellschaftshund artgerecht hältst und beschäftigst.

In der Regel eignen sich Gesellschaftshunde gut für die Stadthaltung. Sie weichen ihren Menschen nur ungern von der Seite und kommen gerne überall mit hin.

Gesellschaftshund-Rassen

Die FCI führt die Rassen der Gesellschaftshunde in Gruppe 9. Die Auswahl ist groß. Zu den Gesellschaftshunden gehört neben dem Pudel und dem Pekingesen auch der Shi Tzu, der Mops und der Boston Terrier. Die Französische Bulldogge sowie der Lhasa Apso und der Japanische Spaniel zählen ebenfalls zu den Gesellschaftshunden.

Viele der Gesellschaftshunde-Rassen wurden in der Vergangenheit zu zielstrebig gezüchtet. Dadurch kam es in Teilen zu sogenannten Überzüchtungen. Bei diesen legten die Züchter ausschließlich Wert auf das Schönheitsideal. Die Gesundheit des Hundes und der Rasse insgesamt litt deutlich. Die Auswahl eines seriösen Züchters ist daher gerade bei Gesellschaftshunden wichtig.

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