Groenendael: Der Schwarze Belgische Schäferhund

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Zwei schwarze Greoenendaels

Der Groenendael (oder Groenendahl) ist eine Variante des Belgischen Schäferhundes, der für sein glänzendes und langes schwarzes Fell bekannt ist. Vor allem bei aktiven Familien ist er beliebt: Er ist mit Kindern sehr geduldig und wird bis zu 16 Jahre alt. Seinen Namen verdankt er dem kleinen und eher unbekannten belgischen Ort Groenendael.

 

Groenendael

Belgischer Schäferhund

Herkunft: Belgien
Gewicht: 20-35 kg
Größe (Widerrist): 56-64 cm
Lebenserwartung: 11-13 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++++-
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Epilepsie
Verwendung: Familienhund, Schäferhund, Wachhund, Schutzhund
Geeigneter Sport: vielfältig: Von Agility bis Jogging

FCI: Nr. 15 (Gr. 1, Skt. 1)

Wesen

Der Groenendael ist ein aufgeschlossener Hund. Seine Reaktionsschnelligkeit macht ihn zum geeigneten Wach- und Schutzhund. Ebenso häufig ist er Familienhund. Seine traditionelle Aufgabe ist das Hüten von Schafherden. Dabei hilft ihm sein Fell: Hagel, Schnee, Regen, Schlamm – keine Chance, am Groenendael prallen die Widrigkeiten der Natur ab. Dabei ist er allerdings kein Hund, der wochenlang allein mit der Herde bleibt: Er sucht einen engen Kontakt zum Menschen.

Sein Herrchen oder Frauchen und seine Familie beschützt er mit aller Macht; Fremden gegenüber ist er neutral. Aggression ist ihm fremd, ebenso Angst – bis auf einige eher scheue Ausnahmen. Stets möchte er mit seinen Menschen zusammen sein und fühlt sich schnell ausgeschlossen. Diesen lebhaften und regen Hund solltest du stets gut beschäftigen: Sein Arbeitseifer ist stark ausgeprägt. Vermeide Langeweile! Der Greonendael ist sehr aktiv und möchte auch geistig gefordert werden. Dabei ist er vermutlich trotzdem der „einfachste“ der belgischen Schäferhunde.

 

Erziehung

Willst du dir einen Groenendael anschaffen, solltest du dich zumindest ein wenig mit Hunden auskennen: Seine Erziehung ist nicht ganz einfach. Zwar ist er offen für alles Neue und lernt schnell und mit großem Eifer, aber die Rasse ist ein Spätentwickler. Erst mit drei Jahren ist ein Groenendael erwachsen – auch sein Wesen und Charakter sind erst dann gefestigt.

Der Groenendael verfügt über einen ausgeprägten Beutetrieb. Es bietet sich an, diesen zur Erziehung zu nutzen. Härte ist hingegen fehl am Platz: Zwar ist der Groenendael ein Gebrauchshund, aber sehr sensibel. Eine ungerechte Behandlung behält er in Erinnerung und verzeiht sie auch nicht schnell. Konsequenz und Ruhe sind die richtigen Eigenschaften; übermäßige Milde und Härte sind nicht angebracht.

Ein besonderes Augenmerk solltest du auf die frühe Sozialisierung legen. Einige Groenendaels tendieren sonst im späteren Leben zur Ängstlichkeit.

 

Sport

Der Groenendael braucht täglich ausreichend Bewegung – bis ins hohe Alter bleibt er schnell und wendig. Er ist ein sehr sportlicher und verspielter Hund und kann eine Vielzahl an Sportarten ausüben. Egal ob Joggen oder am Rad nebenher laufen: Er liebt Bewegung. Noch mehr entgegen kommen ihm Sportarten, bei denen er auch geistig gefordert ist.

 

In der Stadt

Für eine reine Stadtwohnung ist der Groenendael nur bedingt geeignet. Möglich ist dies, wenn du täglich ausreichend Zeit hast, um ausgiebige Spaziergänge in der Natur zu unternehmen. Auch ein großer Garten ist natürlich von Vorteil.

Lässt du einen Groenendael zu lange in der Wohnung alleine, langweilt er sich. Schnell wird er nervös und beginnt, deine Tische und Schränke zu zerlegen. Dabei hilft es auch nicht, den Hund im Garten oder gar in einem Zwinger abzustellen: Allein wird er unglücklich.

 

Aussehen

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Der Groenendael ist auch als Belgischer Schäferhund bekannt und ähnelt äußerlich dem Deutschen Schäferhund. Auszeichnendes Merkmal der Rasse ist seine edle schwarze Farbe. Lediglich an der Brust und an den Pfoten werden weiße Abzeichen toleriert.

Rüden erreichen eine Widerristhöhe von im etwa 62 cm; Hündinnen immerhin noch 58 cm. Mit einem Gewicht von im Schnitt 30 bzw. 25 Kg sind sie eher zierliche Hunde, die jedoch kaum regelmäßig auf dem Arm getragen werden.

Der Körperbau des Groenendael ist nahezu quadratisch, elegant und kräftig. Charakteristisch sind die stolze Kopfhaltung und die langen Fransen vom Ellenbogen bis zum Fußwurzelgelenk. Um den Hals hat er eine Mähne mit etwas dichterem Haar als am Rest des Körpers. Das Haarkleid ist recht dicht; Wasser perlt an ihm ab.

 

Herkunft

Die Rasse des Groenendael ist zwischen 1891 und 1897 in Belgien entstanden. Gezüchtet wurde diese von Prof. A. Reul aus Cureghem. Ihren Namen bekam die Rasse von dem Dorf Groenendaal (niederländische Schreibweise) bzw. Groenendael (französische Schreibweise). Dieses Dorf liegt südöstlich von Brüssel.

Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es in Belgien zahlreiche verschiedene Schäferhundrassen: ganz unterschiedliche Typen mit verschiedenen Haarkleidern. Damals wurde versucht, eine einheitliche Rasse zu züchten. 1982 anerkannte der belgische Schäferhundeclub einen ersten ausführlichen Standard mit drei Haar-Varietäten aber einer einzigen Rasse. Heute gibt es den Belgischen Schäferhund in vier Fellvariationen (Varietäten):

  • Groenendael
  • Laekenois
  • Malinois
  • Tervueren

Auch wenn diese Varietäten in der FCI-Klassifikation eine gemeinsame Rasse („Belgischer Schäferhund“) bilden, ist ihre Kreuzung untereinander nach den FCI-Richtlinien verboten.

 

Pflege

Trotz des recht langen Haarkleides ist der Groenendael einfach zu pflegen. Regelmäßiges Bürsten oder waschen ist unnötig: Das Fell weist Schmutz von selbst ab und entwickelt kaum Eigengeruch. Lediglich beim halbjährlichen Fellwechsel haart der Groenendael recht stark. Damit dies schnell vorbei geht, kannst du ihm mit Bürsten helfen – oder ihn einfach in einem See schwimmen lassen. Den Rest des Jahres haart diese Rasse kaum.

 

Gesundheit

Überdurchschnittlich häufig ist diese Hunderasse von Epilepsie betroffen: Etwa 10 % der Groenendaels leiden an Epilepsie – im Vergleich zu 0,5-1 % bei allen Hunderassen. In einer bestimmten Familie sind sogar 33% aller Hunde betroffen. Eine genetische Ursache liegt daher nahe und von Epilepsie betroffene Hunde sollten von der Zucht ausgeschlossen werden. Eine Studie nannte Epilepsie zudem als häufigste Todesursache der Groenendaels, hielt aber gleichzeitig fest, dass ihr Leben sich dadurch nicht wesentlich verkürzt.

Wie andere größere Hunderassen kann auch der Groenendael von Hüftgelenkdysplasie betroffen sein.

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