Berner Sennenhund: Bauernhofhund aus Dürrbach

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Stehender Berner Sennenhund, Blick seitlich in die Kamera.

Der Berner Sennenhund ist ein echter Familienhund. Er besticht durch seine Treue und seinen sportlich-robusten Körperbau. Auch seine Fähigkeit, in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren macht ihn zu einem perfekten Begleiter für den Familienalltag. Als Rettungs- oder Therapiehund macht er ebenfalls eine gute Figur.

Berner Sennenhund

Herkunft: Schweiz
Gewicht: 36-50 kg
Größe (Widerrist): 58-70 cm
Lebenserwartung: 7-12 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++++
Futterbedarf: -----
Fellpflege: +++++
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie, Nierenprobleme, Magendrehung, Krebs
Verwendung: Familienhund, Hütehund, Rettungshund, Therapiehund
Geeigneter Sport: Zughundesport, Fährtensuche, Mantrailing (ruhige Sportarten)

FCI: Nr. 45 (Gr. 2, Skt. 3)

Das Wesen des Berner Sennenhundes

Der Berner Sennenhund fühlt sich dann am wohlsten, wenn er engen Kontakt zu „seinen“ Menschen hat.

Er ist gutmütig, furchtlos und ausgeglichen und zeigt sich sowohl kinderlieb als auch im Kontakt mit anderen Tieren gelassen und friedfertig. Der Berner Sennenhund ist ein treuer und anhänglicher Begleiter, der auch in der Erziehung durch seine Lernwilligkeit erfreut.

In erster Linie möchte er den Menschen in seiner Umgebung gefallen und Teil der Familie sein. Dabei profitiert er von festen Bezugspersonen und einem geregelten Tagesablauf. Aufgrund seines ausgeglichenen Wesens eignet er sich zudem als Hüte- oder Rettungshund sowie als Therapiehund.

Der Berner Sennenhund in der Stadt

Der Berner Sennenhund benötigt viel Auslauf und Beschäftigung, auch aufgrund seiner Größe. Am wohlsten fühlt er sich deshalb, wenn er einen Garten zum freien Auslauf zur Verfügung hat.

Bei reiner Wohnungshaltung sollte zumindest ein Balkon vorhanden sein. Idealerweise liegt die Wohnung zudem im Erdgeschoss: Der Berner Sennenhund neigt zu Gelenkserkrankungen und tägliches Treppensteigen wäre eine unnötige Belastung.

Willst du einen Berner Sennenhund in der Stadt halten, sei dir aber bewusst: Die Zeit im Garten kann den Auslauf nicht ersetzen. Mindestens einen langen Spaziergang täglich musst du einplanen, lieber mehr.

Als weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet sich Hundesport an. Gerade dem Berner Sennenhund macht es viel Spaß, gemeinsam mit dir neue Dinge zu lernen. Aufgrund seines Körperbaus sind aber Sportarten ungeeignet, bei denen es auf Schnelligkeit und Wendigkeit ankommt. Statt Agility oder Flyball bieten sich eher ruhigere Sportarten wie Zughundesport, Fährtensuche oder Mantrailing an.

Das Aussehen des Berner Sennenhundes

Der Berner Sennenhund gehört mit einer Widerristhöhe von 58 bis 70 cm zu den eher großen Hunderassen. Sein Körperbau ist kräftig und kompakt mit einem Maßverhältnis von Widerrist zu Körperlänge von 9 : 10. Hündinnen sind im Durchschnitt etwas kleiner als Rüden, was sich auch im Gewicht niederschlägt (durchschnittlich zwischen 35 und 55 kg).

Der Berner Sennenhund ist dreifarbig: Die Grundfarbe des langhaarigen, glänzenden Fells ist lackschwarz mit einer weißen Blesse, weißer Brust sowie weißen Pfoten. Auch die Schwanzspitze darf weiß gefärbt sein. Im Bereich der Backen, an den Läufen, der Brust und über den Augen findet sich braunroter Brand. Das Fell kann schlicht oder leicht gewellt sein.

Die Herkunft des Berner Sennenhundes

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Der Berner Sennenhund war ursprünglich als Dürrbächler bekannt. Dies war ein schweizerischer Bauernhofhund, der im Berner Mittelland und im Voralpengebiet, insbesondere aber in der Gegend des Weilers Dürrbach vorkam.

Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen einzelne Exemplare auf Hundeschauen in der Schweiz. Ab 1907 schlossen sich Züchter aus Burgdorf zusammen und definierten Rassekennzeichen. 1913 schließlich erhielt der Berner Sennenhund seinen heutigen Namen.

Die Pflege eines Berner Sennenhundes

Wenn du dir einen Berner Sennenhund anschaffst, rechne damit, dass er aufgrund seines langen Fells relativ viel Schmutz in die Wohnung trägt. Mindestens zweimal pro Woche solltest du ihn gründlich bürsten, während des Fellwechsels häufiger.

Passe besonders in der warmen Jahreszeit auf: Der Berner Sennenhund ist sehr hitzeempfindlich.

Obwohl die Zuchtverbände hohen Aufwand betreiben, um die Anfälligkeit des Berner Sennenhundes für Gelenkerkrankungen zu verringern, treten Hüft- und Ellbogendysplasien häufig auf. Magendrehungen und Kreuzbandrisse sind im Vergleich ebenfalls häufig. Die Rasse hat eine Neigung zu Nierenerkrankungen und Krebsgeschwüren (Maligne Hisiozytose).

Die Lebenserwartung eines Berner Sennenhundes liegt bei etwa sieben bis zwölf Jahren, wobei die häufigste Todesursache (wie bei den meisten anderen Hunderassen) Krebs ist.

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