Gebrauchshunde: Hunde mit anerkanntem Beruf

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Gebrauchshunde

Der Hund hat Talente, die wir Menschen nicht vorweisen können. Unsere Nase ist weniger sensibel; unsere Ausdauer ist geringer; unsere Ohren sind schlechter als die der Hunde. Der Gebrauchshund unterstützt den Menschen, indem er die Talente nutzt, die uns Menschen fehlen oder bei uns weniger ausgeprägt sind.

Was versteht man unter dem Begriff „Gebrauchshund“?

Wie der Name schon sagt: Gebrauchshunde werden für etwas Bestimmtes „gebraucht“ und haben daher in der Regel ein spezielles Einsatzgebiet. In diesem stehen sie ihren Hundeführern aktiv zur Seite. Daher werden sie auch als „Arbeitshunde“ bezeichnet.

Eingesetzt werden sie beispielsweise bei der Jagd, im Polizeidienst oder auch im sozialen Sektor, etwa als Blindenhund. Gebrauchshund nennt man einen Hund dann, wenn er die Gebrauchshundeprüfung bestanden hat. Alternativ nennt man einen Hund auch so, wenn er zu einer anerkannten Gebrauchshunderasse gehört. Dazu zählen unter anderem der Bordercollie und der Deutsche Schäferhund.

Geschichte und Bedeutung des Gebrauchshundes

Hunde werden schon immer eingesetzt, um uns die Arbeit zu erleichtern. Sie bewachen etwas oder jemanden oder unterstützen ihren Hundeführer anderweitig. Dabei hat sich der Hund als Arbeitshelfer schon sehr bald unentbehrlich gemacht. Gebrauchshunde schützen den Hof vor Eindringlichen. Sie halten die Schafherde zusammen oder treiben sie entsprechend den Anweisungen des Hirten. Auch auf der Jagd unterstützen Gebrauchshunde den Menschen auf verschiedene Art.

Der Hund war seit jeher wichtig für den Menschen. Der klassische Gebrauchshund führt seinen „Job“ gerne aus, geht in seiner Arbeit auf. Speziell gezüchtete Rassen für die entsprechenden Arbeitsgebiete vereinen die jeweils wichtigsten Eigenschaften in sich. Die meisten Gebrauchshunderassen liegt daher bereits eine gewisse Affinität für ihren „Job“ in den Genen.

Charakter des Gebrauchshundes

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Welche Charaktereigenschaften ein Gebrauchshund mitbringen muss, lässt sich schwer verallgemeinern. Denn je nach Aufgabengebiet können sehr unterschiedliche Voraussetzungen wichtig sein. Einige Gemeinsamkeiten haben sie jedoch: einen großen Lernwillen, eine hohe Intelligenz und einen guten Grundgehorsam.

Haltung eines Gebrauchshundes

Wenn du einen Gebrauchshund bei dir aufnimmst, musst du immer damit rechnen, dass auch die Arbeits-Eigenschaften seiner Rasse zutage treten. Diese sind je nach Rasse und nach ihrem gewöhnlichen Einsatzgebiet unterschiedlich. So neigt beispielsweise der Bordercollie dazu, seine „Herde“ beisammenzuhalten. Zur Not ist es ihm egal, wenn es sich nicht um Schafe, sondern um Kinder handelt.

Eine gute Auslastung ist der wichtigste Aspekt bei der Haltung eines Gebrauchshundes. Bei besonders aktiven Tieren bieten Vereine auch gezieltes Training an, das die Eigenschaften des Hundes fordert. Dieses Training bringt deinem Hund zudem Auslastung, die sowohl ihm als auch dir Spaß macht.

Hältst ein Gebrauchshund als Familienhund ohne „Job“, musst du dir darüber im Klaren sein, dass sie keine puren „Kuscheltiere“ sind. Stattdessen musst du einen Gebrauchshund sowohl mental als auch körperlich fordern und auslasten. Unterforderte Tiere vertreiben sich sonst gerne ihre Zeit mit unerwünschtem Verhalten. Das kann zum Beispiel das Zerbeißen von Gegenständen sein, die eigentlich nicht als Spielzeug gedacht sind. Hunde bauen ihre überschüssigen Energien ab, auf die eine oder andere Art und meist in eher destruktiver Weise.

Gebrauchshund-Rassen

Die von der FCI als Gebrauchshunderassen deklarierten Rassen werden in den FCI-Gruppen 1, 2 und 3 zusammengefasst (Hütehunde und Treibhunde / Pinscher und Schnauzer / Terrier). Zu ihnen zählen neben dem Rottweiler auch der Belgische Schäferhund und der Briard.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo, ich finde die Beiträge über Arbeitshunde sehr schön und viel zu wenig im allgemeinen sonst zu finden. Ich bin Hundetrainer, Buchautorin ( Der Zughund einst und jetzt)und habe lange in den Berliner Forsten Zughunde als Diensthunde geführt. Das Thema Diensthund ist im allgemeinen auf Hunde im Polizei- und Zolldienst bekannt. Das es aber fast in jedem Arbeitsbereich des Menschen einen Gebrauchshund dafür gibt und nur deshalb so viele Rassen entstanden sind, ist heute wenig bekannt. Machen Sie weiter so und stellen Sie doch mehr Arbeitsgebiete dar. Vielleicht bekommt der eine oder andere Lust seinen arbeitslosen Pflegel einen Job zu geben. Mit freundlichen Gruß Frau Preuß

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