Eurasier – mit eigenständiger Persönlichkeit

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Hunderasse Eurasier

Der Eurasier ist das gelungene Ergebnis der drei Ausgangsrasse: Chow-Chow, Spitz und Samojede. Er vereint die tollen Eigenschaften aller Hunde, die ihn zu einem perfekten Familienhund machen.

Der Eurasier

Herkunft: Deutschland
Gewicht: 18-32 kg
Größe (Widerrist): 48-60 cm
Lebenserwartung: 12-15 Jahre

Aktivitätsbedarf: +++--
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++++-

Krankheitsgefährdung: keine
Verwendung: Haus- Familienhund
Geeigneter Sport: AgilityDogdance, Mitlaufen u.v.m.

FCI: Nr. 110 (Gr. 8, Skt. 1)

Wesen

Der Eurasier ist anhänglich und braucht den Kontakt zu seinen Menschen, aber „klebt“ auch nicht ununterbrochen. Das besondere an dieser Rasse ist ihr große Empathie und ihr sensibles Gespür für Situationen. Er tröstet nicht nur und versucht stets seinen Halter aufzumuntern, sondern beschützt diesen auch, falls nötig.

Er erweckt einen interessierten Eindruck und ist wachsam, ohne dabei viel zu bellen. Er schlägt bei ungewohnten Störungen nur kurz an und knurrt eher, wenn Besucher unerwünscht sein sollten. Fremden Personen gegenüber tritt er reserviert auf und hält einen höflichen Abstand. Wenn er sich jedoch an sie gewöhnt hat, nimmt er sie herzlich in Empfang.

Spaziergänge mit einem Eurasier sind sehr entspannt, da er keinen ausgeprägten Jagdtrieb besitzt. Er nimmt keine Spuren auf und stellt auch keinem Wild nach. Auch Artgenossen gegenüber zeigt er ein ausgeprägtes Sozialverhalten und ist somit sehr verträglich.

Da der Eurasier eine intelligente Hunderasse ist und sehr schnell lernt, muss man auf eine konsequente Erziehung mit viel Lob achten. Man sollte wissen, dass er eine starke, eigenständige Persönlichkeit besitzt und sich deshalb gerne mal gewisse Freiheiten herausnimmt.

Der Eurasier ist ein Fan von Beschäftigungen aller Art, er spielt gerne und tobt mit Kindern, begeistert sich aber auch für Denksport. Er verfügt über eine enorme Reizschwelle und ist sanft zu kleineren Kindern, auch wenn diese mal gröber zu ihm sind.

In der Stadt

Als Sozialpartner in der Familie mit Kindern, oder als Begleiter alleinstehender, älterer Menschen hat sich der Eurasier bestens bewehrt. Seine einmalige Resonanzfähigkeit ermöglicht es, den Eurasier leicht in gegebene Verhältnisse einzugewöhnen.

Wenn man ihn in einer Stadtwohnung hält, sollte er mindestens vier Mal am Tag einen angemessenen großen Auslauf bekommen, damit er genügend ausgelastet wird. Wenn er in einer Etagenwohnung gehalten wird, sollte diese wenigstens einen Balkon besitzen, damit der Eurasier auch mal frische Luft schnappen kann.

Dennoch ist er, wie viele Hunde, am besten in natürlicheren Verhältnissen aufgehoben. Ein Haus mit großen Garten würde ihm sicher besser gefallen.

Aussehen

Der Eurasier ist ein harmonisch gebauter, mittelgroßer, spitzartiger Hund mit Stehohren. Sein keilförmiger Schädel ist nicht zu breit, der Nasenrücken steht parallel zum Hirnschädel. Der Nasenschwanz ist stets schwarz pigmentiert und sein Fang ist weder grob, noch zu spitz und verjüngt sich zum Ende. Seine Lefzen liegen gut an und sind ebenfalls schwarz pigmentiert. Die Augen des Eurasier sind mittelgroß und dunkel, die Lidränder sind ebenfalls schwarz.

Sein Hals ist mittellang und liefert einen fließenden Übergang zum Körper. Der Rumpf ist kräftig und nicht zu kurz. Die Brust reicht bis zum Ellenbogen. Seine Läufe sind parallel gestellt und von der Seite mäßig gewinkelt. Oberarm und Unterarm sind fast gleichlang, die Ellenbogen liegen am Brustkorb auf. Seine Pfoten sind oval mit mäßig gewölbten, schwarzen Zehen. Die Rute trägt er leicht eingerollt über den Rücken oder seitwärts herabhängend, sie ist buschig behaart.

Am gesamten Körper besitzt der Eurasier eine dichte Unterwolle und darüber ein mittellanges Deckhaar. Es gibt ihn in vielen attraktiven Farbschlägen und jede Schattierung von rot bis wolfsgrau, schwarz und schwarzlohfarben ist erlaubt.

Herkunft

Die Entstehung der Hunderasse Eurasier begann 1960, als Julius Wipfel zusammen mit Charlotte Baldamus eine neue Rasse des Polartyps heranzüchten wollten. Mit dem großen Ziel einen geeigneten Familienhund zu bekommen, wurde zunächst eine Wolfsspitz-Hündin mit einem Chow-Couw-Rüden gekreuzt und somit entstand der erste Wolf-Chow.

Jahre später wurde ein Samojede mit eingekreuzt, da er das eher raue Wesen des Wolf-Chow in ein Sanfteres umwandeln sollte. Aus diesen drei Ausgangsrassen entstand der moderne Eurasier, wobei sein Name auf die Herkunft der Rassen, nämlich Europa und Asien, verweisen soll. 1973 wurde er nicht nur vom FCI, sondern auch durch den VHD anerkannt.

Anschaffung und Pflege

Genau wie der Wolf als sein Urahne, möchte der Eurasier in einem Rudel mit vielfältigen sozialen Kontakten leben. So wird auch direkt deutlich, dass er eine Zwingerhaltung auf keinen Fall möglich ist. Er braucht das tägliche Leben mit seinen Menschen und ist deshalb nicht gut aufgehoben, wenn diese den ganzen Tag außer Haus sind.

Sein Fell sieht zwar sehr pflegebedürftig aus, ist es aber gar nicht. Man msus es weder schneiden, noch trimmen oder baden. Es genügt völlig, wenn man seinen Eurasier einmal in der Woche durchbürstet.

Sein Fell ist schmutzabweisend und muss deshalb nicht übermäßig gepflegt werden. Für eine schöne Fellbeschaffenheit, sollte man unbedingt auf eine artgerechte Ernährung achten.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo MyDog365-Team,

    Ihr schreibt, dass der Eurasier laut FCI wie folgt eingruppiert ist: FCI: Nr. 110 (Gr. 8, Skt. 1).
    Das ist nicht richtig, es muss lauten FCI: Nr. 291 (Gr. 5, Skt. 5).

    Liebe Grüße

    Martina

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