Berger de Brie – französischer Arbeitshund

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Hunderasse Berger de Brie

Im Volksmund sag man, der Briard ist ein Herz mit Haaren drum. Er besitzt nicht nur einen liebevollen, treuen Blick, er ist auch sehr liebevoll und treu. Einst wurde der französische Briard als Hof- und Bauernhund gehalten, doch findet man ihn heutzutage auch gern als Familienhund wieder. Bekannt ist er auch unter dem Namen „Berger de Brie“, was so viel heißt wie: „Hund der aus Brie stammt“.

Der Berger de Brie

Herkunft: Frankreich
Gewicht: 32-41 kg
Größe (Widerrist): 56-69 cm
Lebenserwartung: 10-12 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++++-
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +----
Stadteignung: ++---

Krankheitsgefährdung: Hüftgelenksdysplasie, zentrale progressive Retinaatrophie
Verwendung: Hütehund, Wachhund für Haus und Hof, Familienhund, Therapiehund, Schutzhundesport
Geeigneter Sport: nahezu alle Hundesportarten wie z.B. AgilityDogdanceMantrailing, Reitbegeleithund, Hütewettbewerbe u.v.m.

FCI: Nr. 113 (Gr. 1, Skt. 1)

Wesen

Früher hat der Briard Schafe behütet, heute behütet er seine Familie. Als Familienhund gehalten, baut er eine sehr enge Bindung zu dieser auf. Es ist ihm sehr wichtig, dass er auch da sein darf, wo sie sich aufhalten. Fremden Personen gegenüber ist er vorerst misstrauisch und stets wachsam. Aber ein aggressives Verhalten ruht nur bei echter Gefahr in seiner Natur.

Der Briard möchte viel und gerne bewegt werden, egal ob auf ausgedehnten Spaziergängen, am Rad, oder als Begleithund eines Reiters. Das Hüten liegt ihm noch heute im Blut, was sehr deutlich auf Spaziergängen mit der Familie wird. Wenn der Briard das Gefühl hat, dass einer aus der Reihe tanzt und nachhängt, holt ihn der behütende Hund sanft aber mit hoher Gewissheit zurück zur „Herde“. Viele Leute empfinden dieses Verhalten als besonders liebenswert und schätzen seine Fürsorge sehr.

Da er keinen Jagdtrieb besitzt, kann man ihn bedenkenlos von der Leine lassen, auch wenn er gerne mal einem Vogel oder einem Hasen nachrennt, weit wird er nicht weggehen. Der Briard besitzt einen wirklich ausgeglichenen Charakter. Er ist sehr anpassungsfähig, verträgt sich mit anderen Tieren im Haushalt und auch mit Artgenosse. Er ist sehr geduldig und lieb mit kleinen sowie auch großen Kindern.

Wenn man seinen Briard in jungen Jahren konsequent, aber dennoch mit viel Liebe und dem gewissen Fingerspitzengefühl erzieht, hat man mit ihm eine echte Bereicherung der Familie gefunden.

In der Stadt

Der Briard, oder Berger de Brie, würde sich dank seiner Anpassungsfähigkeit auch in kleinen Stadtwohnungen zurechtfinden. Doch das würde ihm und seiner Natur nicht gerecht werden. Wenn er unterfordert ist, zeigt er das auch gerne und deutlich, was dort zum Problem werden könnte.

Wenn man seinem Briard etwas gutes tun will, gibt man ihm ein Zuhause mit großen Garten und viel Zeit zum spielen und herumrennen. Am besten wäre der ehemalige Land und Hofhund allerdings genau dort aufgehoben: auf dem Land. Er möchte unbedingt mit aktiven Menschen zusammenkommen, die gerne in die Natur gehen und das täglich.

Aussehen

Der Briard zählt zu den gut proportionierten, mittelgroßen bis großen Hunden. Ihre Widerristhöhe beträgt zwischen 56 und 69 cm. Sein rechteckiger Kopf besitzt einen längeren Fang an dem er Kinnbart und Schnauzbart trägt. Seine Augen liegen waagerecht und sind oval, meist von dunkler Farbe, mit intelligentem und ruhigem Ausdruck. Ein graues Auge bei einem grauen Briard wird nicht als Fehler angesehen.

Über ihnen sitzen auffällige Augenbrauen. Die Ohren des Briards sind mit langem Haar bedeckt und hoch angesetzt, stehen dabei leicht ab. Seine muskulöse Brust ist breit und sitzt tief. Sein gerader Rücken geht in eine gut behaarte Rute über, die am Ende leicht aufgerollt sein soll. Seine Läufe sind gut bemuskelt, mit starkem Knochenbau und sind senkrecht gestellt.

Das Fell des Briards ähnelt dem einer Ziege. Es ist lang, griffig, aber dennoch geschmeidig und besitzt nur wenig Unterwolle. Das Haar fällt in kleinen Strähnen. Beim Fell sind fast alle einheitlichen Farben zugelassen, doch die dunklen Farben sind in der Zucht wünschenswerter.

Herkunft

Ursprünglich stammt der Briard, oder auch Berger de Brie genannt, aus dem französischen Flachland. Dort entstand er aus verschiedenen Hof- und Bauernhunden. Vermutet wird, dass er eine Kreuzung aus Picard und Barbet ist. Das erste Mal wurde er in der französischen Literatur im Jahre 1809 erwähnt. Man fand in im „Handbuch der Landwirtschaft“ unter dem Namen „Hund aus Brie“.

1863 wurde der Briard zwar schon auf Hundeausstellungen gezeigt, doch zu dieser Zeit erfolgte noch keine vollständige Trennung zum kurzhaarigen Bauceron. Ihre offizielle Anerkennung fand der Briard erst seit 1896. Seine ursprüngliche Aufgabe war das Bewachen und Schützen der Herde vor wilden Tieren und Räubern.

Während der zwei Weltkriege setzte ihn die französische Armee aber auch als Wach- Schutzhund aber auch als Sanitätshund ein. Er spürte verletzte Soldaten auf dem Schlachtfeld auf und rettete so manchem Soldaten das Leben.

Heutzutage wird der Briard oft als Hund für sportliche Wettkämpfe eingesetzt, da es sich bei ihm um eine alte Arbeitshunderasse handelt. Es ist nicht selten, dass man einen Briard beim Agility antrifft, oder auch beim Spaziergang mit seiner Familie auf Wiesen und in Wäldern.

Anschaffung und Pflege

Da der Briard zu den Arbeitshunderassen gehört, braucht er mindestens einen zweistündigen Auslauf pro Tag, bei dem er auch genügend ausgelastet wird. Er läuft gerne am Fahrrad, da er eine unglaubliche Ausdauer besitzt. Es ist sehr wichtig, dass er ausschließlich zu aktiven Menschen kommt, denn sonst würde man dieser Rasse nicht gerecht werden.

Das Auslasten ist aber kein Problem, da er sich für nahezu jede Hundesport begeistern kann, sei es nun Agility oder Mantrailing, der Briard ist mit Freude dabei. Sein Haar ist gedreht mit leichter Unterwolle, aber besonders pflegebedürftig ist es nicht. Briards haaren kaum und man muss lediglich ab und zu das tote Haar herauskämmen.

Der Briard eignet sich auch für Familie mit kleineren Kindern, da er instinktiv sanft und vorsichtig mit ihnen umgeht. Bei richtiger Erziehung bereitet dieser Hund eine menge Spaß und wird zu einem festen Bestandteil der Familie.

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