Barsoi – langhaariger Windhund

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Hunderasse Barsoi

Der windschnittige Barsoi gehört einer russischen Windhunderasse an. Er besitzt langhaariges Fell und ein stolzes, zurĂŒckhaltendes Wesen. Wenn er Vertrauen zu jemandem gefasst hat, ist er loyal und sehr anhĂ€nglich.

Der Barsoi

Herkunft: Russland, Weißrussland
Gewicht: 25-47 kg
GrĂ¶ĂŸe (Widerrist): 68-85 cm
Lebenserwartung: 7-10 Jahre

AktivitÀtsbedarf: ++++-
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: ++---
Stadteignung: +----

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KrankheitsgefÀhrdung: Magendrehungen, stoffwechselbedingte Knochenerkrankungen
Verwendung: Hetzjagd, Begleithund, Familienhund
Geeigneter Sport: Windhundrennen, Dogdance, Mitlaufen u.v.m.

FCI: Nr. 193 (Gr. 10, Skt. 1)

Wesen

Der beinahe aristokratisch wirkende Barsoi ist ein gelehriger, treuer sowie liebenswerter Hund, der sich gut ins Familienleben auch mit Kindern integrieren kann. Er strahlt eine angenehme Ruhe und Gelassenheit aus und ist keineswegs hektisch. Dennoch ist er stets wachsam und mutig, wenn es darauf ankommt.

Er ist kein Zwingerhund und sollte im Haus mit großem GrundstĂŒck gehalten werden. Dort verhĂ€lt er sich ruhig, wenn man dem lauffreudigen Burschen genĂŒgend Auslauf bietet. Fremden und Artgenossen gegenĂŒber begegnet er mit Misstrauen und hĂ€lt sich eher reserviert.

Er will bewegt werden und liebt daher Radtouren und lange SpaziergĂ€nge. Auf denen sollte er aber nicht von der Leine gelassen werden, da er ein Vollblutjagdhund ist, der frĂŒher zur Jagt von Wölfen eingesetzt wurde. Dies macht sich bemerkbar, wenn er anfĂ€ngt zu „flĂŒchten“ und Wild nachstellt.

Bei einer guten und frĂŒhzeitigen Erziehung sollte er jedoch zurĂŒckkehren, wenn man ihn ruft. Er ist sehr schnell und besitzt auch auf großer Entfernung eine enorme Sehkraft und ist fĂ€hig, sehr schnell zu reagieren.

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In der Stadt

Schon allein wegen seiner GrĂ¶ĂŸe ist der lauffreudige Barsoi nicht sonderlich gut fĂŒr eine Haltung in der Stadt geeignet. Eine solche Haltung könnte schnell fĂŒr ihn zu einer Qual werden. Er ist erst zufrieden, wenn er seinen Laufdrang ausleben kann und ausgelastet ist.

Alternativ wĂ€re ein Leben am Stadtrand fĂŒr ihn denkbar, solange ein großer Garten vorhanden ist, der unbedingt eingezĂ€unt sein sollte. Man darf seinen hohen Jagdtrieb nie unterschĂ€tzen.

Aussehen

Der Barsoi ist ein großer, graziler Hund mit einem eher trockenen Körperbau. Er besitzt trotzdem eine gute Muskulatur. Sein fließender Gang und seine Bewegungen sind sehr harmonisch. Sein Kopf ist lang und schmal und insgesamt aristokratisch und flach im Profil.

Er besitzt Umrandungen an Augen, Nasenschwamm und Lippen, die ungeachtet der Fellfarbe stets durchgĂ€ngig und schwarz sind. Sein Gebiss ist entweder Scheren oder Zangenförmig, die Augen groß und mandelförmig mit starkem Ausdruck. Seine Ohren sind eher klein und beweglich. Sein langer Hals ist leicht gewölbt, die Brust ist relativ breit, wobei die SchulterblĂ€tter lang und schrĂ€g sitzen. Der RĂŒcken des Barsoi ist breit, muskulös und elastisch.

Seine Rute sitzt tief und bildet entweder eine Sichel oder ist sĂ€belförmig. Sein Gang ist ein fließender Trab, der bei der Jagt in schnellen Galopp ĂŒbergeht. Bei seinem seidigen Fell sind alle Farben erlaubt, die Rasse kann gefleckt oder auch einfarbig sein.

Sein Haarkleid ist gewellt oder weist kurze Locken auf. An Kopf, Ohren und den LÀufen ist das Haar eher kurz und etwas schwerer. Am Körper hingegen lang. Seine Rute ist krÀftig behaart und besitzt lange Fellfransen.

Herkunft

Der Name „Barsoi“ stammt vom russischen ab und bedeutet so viel wie „schnell“. Im 14. Und 15. Jahrhundert wurde er fĂŒr die Hetzjagd von Klein- und Großwild, aber auch von Wölfen eingesetzt.

Durch seine hohe Beliebtheit, wurde sogar ein Gesetz verabschiedet, welches das stehlen eines Barsoi Hundes unter Strafe stellte. Bis 1914 war er der Nationalhund der Russen. Mit Vorliebe wurde er vom Adel als Begleithund gehalten, was ihm allerdings zum VerhÀngnis wurde, als die Oktoberrevolution in Russland stattfand und er beinahe ausgerottet wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen dann EnglĂ€nder die Rasse ihren Vorstellungen anzupassen und von da aus gelang er gegen Ende des 19. Jahrhunderts schließlich auch nach Deutschland.

Anschaffung und Pflege

Im Grunde ist der Pflegeaufwand des Barsois nicht sehr hoch. TĂ€gliches BĂŒrsten mit einem feinen Metallkamm ist dabei völlig ausreichend, um Verfilzungen zu vermeiden.

Die tĂ€glichen SpaziergĂ€nge sollten durch Möglichkeiten ergĂ€nzt werden, bei denen sein Bewegungsdrang und der Hang zur Geschwindigkeit ausgelebt werden kann. Aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe sollte eine ausreichende Menge Futter ausgegeben werden und stets frisches Wasser bereitstehen.

Wichtig ist, dass der Barsoi nach dem Fressen eine Ruhepause bekommt, da sonst eine Magendrehung drohen könnte.

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