Wasserhunde: Seit 600 v. Chr. in Fluss und See

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Wasserhunde

Die unterschiedlichen Jagdhund-Sektionen eignen sich für jeweils ein Einsatzgebiet am besten. Während beispielsweise der Apportierhund die Beute vor allem findet und seinem Hundeführer bringt, ist der Wasserhund für die Jagd im Wasser, etwa nach Fischen, prädestiniert.

Was ist die Aufgabe eines Wasserhundes?

Der Wasserhund wird von Fischern und Jägern überwiegend im oder nahe am Wasser eingesetzt. Wasserhunde jagen von Booten oder Kanus aus, können aber auch vom Land ins Wasser geschickt werden, um Beute zu apportieren.

Geschichte und Bedeutung des Wasserhundes

Wasserhunde sind schon seit langem Jagdhelfer des Menschen. Bereits um 600 v. Chr. wurden Wasserhunde erwähnt, die von den Berbern nach Portugal gebracht wurden. Als eine der ältesten Wasserhund-Rassen gilt der Cão de Agua português, der Portugiesische Wasserhund. Als einzigartiger Jagdhelfer machte er sich bei den portugiesischen Fischern unentbehrlich. Erste Beschreibungen dieser Rasse stammen aus dem Jahre 1297. Der Portugiesische Wasserhund trieb die Fische in Richtung der Fischer. Dazu nahm er das Netz zwischen die Zähne und schwamm auf das offene Meer hinaus. Auch das Apportieren der Fische direkt an die Boote ist ihm möglich, da er über einen außergewöhnlich sanften Biss verfügt.

Das Wasser ist ihr hauptsächliches Arbeitsgebiet. Wasserhunde verfügen über ein besonders dickes Fell, das sie vor Kälte und Nässe schützt. Dieses Fell ist meist dicht gelockt. Besonders beliebt sind Wasserhunde abgesehen von ihren jagdlichen Qualitäten auch bei Allergikern: sie haaren kaum.

Die Zahl der Wasserhunde nahm stetig ab. Heute werden sie nur noch relativ selten gezüchtet und kaum noch zur Jagd eingesetzt. In den USA erfährt jedoch vor allem der Portugiesische Wasserhund einen neuen Aufschwung. Der Grund dafür liegt weniger in der Rasse selbst sondern daran, dass Präsident Obama seine Familie mit einem Vertreter der Rasse erweiterte.

Charakter des Wasserhundes

Gelehrigkeit, Wachsamkeit und eine gewisse Verspieltheit zeichnen die intelligenten Wasserhunde aus. Sie sind stets an allem interessiert. Natürlich sind sie besonders gute Schwimmer und lieben die Apportierarbeit in ihrem Element.

Wasserhunde eignen sich gut zum Familienhund. Sie passen sich schnell an das Rudel an und sind für ihre Ausgeglichenheit bekannt. Gelegentlich geben sie aber auch gerne Gas und lasten sich aus.

Haltung eines Wasserhundes

Einen Wasserhund zu besitzen bedeutet nicht, dass du dich täglich stundenlang mit ihm im Wasser aufhalten musst. Bedenke aber, dass dass die Arbeit im Wasser die Bedürfnisse deines Wasserhundes am ehesten befriedigt. Er braucht körperliche Auslastung, Denksport und viel Bewegung. Leidenschaftliche Schwimmer finden im Wasserhund den idealen Begleiter. Auch Familien bereichert der Wasserliebhaber mit viel Charme und seiner oftmals witzigen Art.

Wasserhund-Rassen

Die Wasserhunde wurden von der FCI zusammen mit den Stöberhunden und den Apportierhunden in Gruppe 8 geführt. In dieser Gruppe bilden die Rassen der Wasserhunde die Sektion 3.

Zu den gelisteten Rassen gehören neben dem American Water Spaniel und dem Barbet auch der Portugiesische Wasserhund (Cão de Água Português), der Spanische Wasserhund (Perro de Agua Español) und der Wetterhoun. Der Lagotto Romagnolo und der Irish Water Spaniel vervollständigen die Sektion.

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