Golden Retriever: Gelehrsamer Hund mit Apportier-Drang

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Hunderasse Golden Retriever

Der Golden Retriever ist ursprünglich ein Jagdhund. Er ist sehr lebhaft und verspielt und gehört daher zu den beliebtesten Haus- und Familienhunden Deutschlands.

Golden Retriever

Herkunft: Neufundland, Labrador (Großbritannien)
Gewicht: 29-34 kg
Größe (Widerrist): 55-61 cm
Lebenserwartung: 10-14 Jahre

Aktivitätsbedarf: ++++-
Futterbedarf: +++--
Fellpflege: +++--
Stadteignung: ++++-

Krankheitsgefährdung: Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Grauer Star, Netzhaut-Rückbildung, Herzfehler, Epilepsie
Verwendung: Familienhund, Jagdhund, Spürhund
Geeigneter Sport: Obedience, Fährtensuche, Mantrailing, Wasserarbeit

FCI: Nr. 111 (Gr 8, Sek 5)

Golden Retriever stammen aus Neufundland. Ihr Name gibt ihre ursprüngliche Funktion an: Sie apportierten Fische, die aus dem Netz fielen (to retrieve (engl.): zurückholen, apportieren). Inzwischen findest du diesen Jagdhund in vielen Familien.

Prinzipiell eignet er sich auch als Haus- und Familienhund. Um ausgeglichen zu sein, braucht der intelligente Retriever jedoch viel Auslauf, Bewegung und Beschäftigung.

Das Wesen des Golden Retrievers

Der Golden Retriever ist ein intelligenter Hund mit einem ausgeglichenen und geduldigen Wesen. Dabei wirkt er nie lethargisch. Er ist sehr anhänglich und hat auch gegenüber Kindern einen liebenswürdigen und umgänglichen Charakter.

Der Golden Retriever ordnet sich gerne unter und lässt sich problemlos in das Leben seines menschlichen „Rudels“ einbeziehen. Man spricht beim Golden Retriever von einem regelrechten Willen zum Gehorsam. Das macht ihn neben seinen Fähigkeiten als Apportierhund zu einem idealen Familien- und Begleithund.

Die Polizei und der Zoll setzen Golden Retriever als Such- und Spürhunde sowie als Rettungshunde ein. Da er jedoch auch Fremden freundlich und zutraulich begegnet, lässt er sich nicht als Wachhund verwenden. Die Aussage, ein Golden Retriever würde einen Einbrecher nicht abschrecken, sondern ihm dabei helfen, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen, hat ihre Berechtigung.

Der Golden Retriever in der Stadt

Wegen seines ruhigen Wesens kannst du einen Golden Retriever problemlos in einer Stadtwohnung halten. Allerdings musst du auf seinen Bewegungs-, Lern- und Tätigkeitsdrang eingehen. Ein zweimaliger längerer Auslauf pro Tag gehört für den erwachsenen Hund zur artgerechten Haltung.

Die Wanderungen sollten mit typischen Aufgaben für einen intelligenten Apportierhund verbunden werden. Dazu gehört ein regelmäßiges Dummy-Training. Hierbei merkt sich dein Hund die Fallstellen der geworfenen Attrappen und spürt sie später auf. Diese Aufgabe hätte er auch um Jagdsport beim Apportieren. Ein einfaches Spazierengehen unterfordert einen Golden Retriever mittelfristig.

Das Aussehen des Golden Retrievers

Der Golden Retriever gehört zu den mittelgroßen Hunden. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 61 cm, Hündinnen bis zu 56 cm. Sein Körperbau ist im Verhältnis seiner Länge zur Höhe von 10 zu 8 harmonisch proportioniert.

Der Schädel mit seinem deutlichen Stop und die dunkelbraunen Augen geben dem Golden Retriever einen sanften Gesichtsausdruck. Der Rücken hat eine gerade obere Linie; Vorder- und Hinterläufe sind kräftig und muskulös. Das Fell ist mittellang, glatt oder wellig und reicht von den goldenen bis zu den cremefarbigen Tönen. Die genaue Färbung eines Hundes erkennst du erst im Alter von etwa zwei Jahre.Welpen werden fast weiß geboren. An ihren Ohren kannst du ihre zukünftige Farbe meist schon erkennen.

Das Fell hat eine wasser- und wetterfeste Unterwolle, die den Golden Retriever zu einem guten Schwimmer macht. Bei der Zucht unterscheidet man zwischen einer Arbeitslinie für den Einsatz des Hundes bei der Jagd und einer Showlinie für das optimale Aussehen. Die Hunde der Arbeitslinie haben einen schmaleren Kopf, sind hochbeiniger und wirken sportlicher. Die Showlinie hat dagegen einen kräftigeren Kopf und ein längeres, eleganteres Fell entwickelt. Für die Jagd ist dies eher unpraktisch.

Die Herkunft des Golden Retrievers

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Der Ursprung aller Retrieverrassen liegt in Neufundland und Labrador. Hier halfen diese Hunde englischen Seeleuten bei Wind und Wetter. Sie brachten ihnen die Bootsleinen und aus dem Netz gefallene Fische aus dem Wasser zurück.

Im 19. Jahrhundert brachten Matrosen einige Retriever mit nach England. 1864 kreuzte der britische Züchter Dudley Marjoribanks, 1. Baron Tweedmouth, den gelbfarbigen Retriever Nous mit der Tweed Water Spaniel Hündin Belle, einer inzwischen ausgestorbenen Hunderasse.

In den folgenden Jahrzehnten erfolgten weitere Kreuzungen mit den gelbfarbigen Nachkommen dieser beiden Hunde und anderer Rassen. Hieraus entstand der Golden Retriever. Er wurde als wasserfester Apportierhund gezüchtet, um abgeschossene Vögel aus Bächen und Seen zu holen. 1913 erkannte ihn der Dachverband der britischen Hundezüchter, der Kennel Club, als eine eigenständige Rasse an.

Anschaffung und Pflege eines Golden Retrievers

Der Golden Retriever ist ein sehr robuster Hund. Kälte, Nässe, Matsch und Schnee machen ihm wenig aus. Im Gegenteil tollt er dort gerne herum. Sein Fell musst du regelmäßig bürsten. Einige Krankheiten sind erblich begünstigt: Hüftgelenks- und die Ellenbogendysplasie, der Graue Star sowie Netzhaut-Rückbildung, Herzfehler und Epilepsie. Die Lebenserwartung eines Golden Retrievers liegt zwischen 10 bis 14 Jahren.

Der Golden Retriever als gelehriger ‚Filmstar’

Noch in den sechziger und siebziger Jahren war der Golden Retriever in Deutschland weitgehend unbekannt. Dieses änderte sich erst in den achtziger und neunziger Jahren. Es kam zu einem rapiden Wachstum des Interesses und der gezüchteten Tiere. Zur Beliebtheit trugen zahlreiche Filme aus Hollywood bei.

Der Golden Retriever wurde zum Star zahlreicher Komödien. Am bekanntesten ist der 1997 erschienene Kinderfilm Air Bud mit vier Nachfolgerfilmen. Sie zeigen einen Golden Retriever als Basketball-, Football-, Baseball- und Volleyballspieler. Von 2006 bis 2013 folgten auf Air Bud die Air Buddies. In dieser bislang achtteiligen Filmreihe spielen Golden Retriever die Hauptrolle. Sie haben Superkräfte und besuchen außergewöhnliche Orte wie Alaska, den Nordpol, Ägypten oder das Weltall.

Auch als Stifter von Liebesromanzen sind Golden Retriever geeignet. Zumindest behauptet Hollywood dies in A Golden Christmas (2009). In Wahrheit beweisen diese Filme die große Gelehrigkeit dieser Hunde. Ihre artgerechte Haltung zeigen die Filmaufnahmen nicht. Beachte dies bei den Wünschen von Kindern, die durch diese Filme zustande kommen. Ein echter Golden Retriever ist kein Spielzeug.

Infografik Golden Retriever

Infografik Golden Retriever: Wissenswertes und Interessantes

 

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