Schüßler-Salze für Hunde

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Ein Hund bekommt einige blaue Tabletten auf einer Hand angeboten. Chemie oder Schüßler-Salze?

Auch Hunde können alternativmedizisch behandelt werden. Eine Firm der sanften Naturmedizinin ist die Behandlung mit Schüßler-Salzen. Ihnen liegt ein System aus bestimmten Mineralstoffen zugrunde. Mineralstoffe sind lebenswichtige Elemente, die der Körper regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen muss. Fehlt dem Organismus einer dieser Stoffe, funktionieren seine biochemischen Prozesse nicht mehr reibungslos. Krankheiten entstehen. Ein Mineralstoff-Mangel hat auf dich denselben Effekt wie auf den Organismus deines Hundes. Mit den Schüßler-Salzen kannst du diesen beheben. Allerdings ersetzt diese Behandlung bei schweren Krankheiten und bei längeren Krankheitsverläufen nicht den Gang zum Tierarzt!

Biochemie nach Dr. Schüßler

Mit der Mineralstoff-Behandlung wollte Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler eine einfache Methode schaffen, die auch vom Laien angewandt werden kann. Das Prinzip besteht darin, dem Körper fehlende Mineralstoffe gezielt zu ersetzen. Dies soll Krankheiten vorbeugen und bestehende Beschwerden lindern oder beseitigen.

In diversen Untersuchungen an Toten stellte Schüßler fest, dass bestimmte Mineralien unterschiedlichen Organen zugeordnet werden können. Er war in der Lage, 12 Mineralstoffe zu isolieren, die er im Anschluss homöopathisch aufbereitete. (Einen Mineralstoff verwarf er und gab eine Empfehlung zu einem möglichen Ersatz.) In den entsprechenden Potenzen (Verdünnungsstufen) entfalteten sie eine Heilwirkung. Sie erhielten die Bezeichnung Funktionsmittel. Später fanden Anhänger weitere Ergänzungsmittel.

Wilhelm Heinrich Schüßler distanzierte sich bei seinem Verfahren ausdrücklich von der Homöopathie. Die Salze werden nicht durch ein Ähnlichkeitsprinzip zugeführt, sondern auf Untersuchungen, welche Salze (Verbindungen) im menschlichen Körper vorkommen. Nach dem deutschen Arzneimittelgesetz gelten die Schüßler-Salze gleichwohl als homöopathische Arzneimittel.

Wie helfen Schüßler-Salze?

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Verschiedene Einflüsse wie Hitze, Kälte, Umweltgifte oder Fehler in der Ernährung stören das Gleichgewicht der Mineralsalze. Der Körper braucht seine eigenen Speicher auf. In der Folge kommt es zum Gewebeabbau und zu krankhaften Veränderungen im Blut und in den Organen.

Einige dieser Funktionsstörungen kannst du daran erkennen, dass du dich abgeschlagen fühlst, dass Wunden schlecht heilen oder dass du ständig erkältet bist. Beseitigst du den Mineralstoffmangel, erholt sich dein Körper wieder. Diese Mineralstoffe kannst du mit Schüßler-Salzen ergänzen.

Heute geht man nicht mehr davon aus, dass die Schüßler-Salze die fehlenden Stoffe direkt ersetzen – das würde bei der starken Potenzierung keinen Sinn machen. Vielmehr scheint es, dass die geringen Mengen der Salze Vorgänge im Körper anstoßen und ihn so in die Lage versetzen, Ungleichgewichte auszugleichen.

Einsatz der Schüßler-Salze beim Hund

Ähnliche Prozesse wie im menschlichen Körper laufen im Organismus deines Hundes ab. Auch er ist diversen Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Die im Handel angebotene Hundenahrung entspricht längst nicht dem, was dein Hund an Nährstoffen tatsächlich braucht. Zudem ist sie mit verschiedenen Zusatzstoffen versetzt, die dein Hund nicht verwerten kann. Gifte lagern sich in seinem Körper ab. Dein Hund zeigt dir, dass eine Verteilungsstörung in seinem Körper vorliegt, indem er unverdauliche Gegenstände aufnimmt. Im Anfangsstadium können Veränderungen an der Haut und den Krallen, ein struppiges Fell oder ein unangenehmer Geruch aus seinem Maul auftreten. Später machen sich Organ- oder Skelettschäden bemerkbar. Auch dann noch lohnt es sich, nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursache seiner Beschwerden zu behandeln.

Schüßler-Salze kannst du auch hier zur Behebung von Ungleichgewichten und Mängeln einsetzen. Bedenke dabei jedoch, dass die Salze ihre Grenzen haben! Und natürlich empfiehlt sich zur Findung der Ursachen ein Besuch beim Tierarzt oder Heilpraktiker.

Wie für Menschen gibt es Schüßler-Salze für Hunde als Milchzucker-Tabletten oder als Globuli. Da diese leicht süßlich schmecken, wird dein Hund sie sicher gern fressen oder unbemerkt mit dem Futter zu sich nehmen. Die Globuli kannst du auch im Trinkwasser auflösen.

Welche Dosierung gilt für Hunde?

Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Tieres. Als Faustregel: Kleine Hunde erhalten einmal täglich eine Tablette. Bei Hunden zwischen 10 und 30 Kg gibt es zwei Tabletten pro Tag, über 30Kg zwei bis vier Tabletten. Ein Anzeichen für eine Überdosierung ist auftretender Durchfall: Überflüssige, nicht verwertbare Schüßler-Salze scheidet der Körper so schnell aus.

Was darf ich mit Schüßler-Salzen behandeln?

Schüßler-Salze darfst du zur Vorbeugung und zur Behandlung von leichten Krankheiten anwenden. Allerdings solltest du dich zuvor mit den Einsatzgebieten der einzelnen Salze beschäftigen. Ein Übermaß kann deinem Hund nämlich ebenso schaden wie eine Unterversorgung. Leichte akute Erkrankungen wie beispielsweise Erkältungen kannst du selbst behandeln.

Wann darf ich keine Schüßler-Salze einsetzen?

Du musst den Tierarzt aufsuchen, wenn:

  • nach 3 Tagen bei einer leichten Erkrankung keine Besserung eintritt.
  • das Krankheitsbild sich verschlechtert.
  • es eine schwerere Erkrankung ist.

Das bedeutet aber nicht, dass du Schüßler-Salze nun ganz absetzen musst. Vielmehr kannst du die Salze in Absprache mit ihm zur unterstützenden Therapie einsetzen. Ein Beispiel: Nach einer Operation heilen die Wunden deines Hundes schneller, wenn du ihm Silicea verabreichst.

Kritik an Schüßler-Salzen: Keine Wirkung

Schüßler-Salze haben keine pharmakologische Wirkung. Das heißt, es findet keine Wechselwirkung mit dem Stoff und einem lebenden Organismus statt. Untersuchungen folgern daher regelmäßig, dass Schüßler-Salze zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet sind. Vielfach wird eine Wirkung gänzlich bezweifelt oder abgesprochen. D6-Potenzierung bedeutet eine Verdünnung im Verhältnis von eins zu einer Million (1:1.000.000), D12 gar eins zu einer Milliarde (1:1.000.000.000). Bei einer solchen Verdünnung ist der Ursprungsstoff so gut wie gar nicht nachweisbar. Immerhin: So kann er auch nicht schaden.

Es kann allerdings dennoch zu einer Wirkung kommen, allein dadurch, dass du an eine Verbesserung glaubst. Dieser Glaube an die Wirkung kann sich auch auf deinen Hund übertragen. Man nennt ihn (erweiterten) Placebo-Effekt. Er wurde wissenschaftlich nachgewiesen und wird von den meisten Wissenschaftlern als Begründung der Wirksamkeit von Schüßler-Salzen genannt.

Liste der Schüßler-Salze

Abschließend ein Überblick über die bekannten Schüßler-Salze und ihre Einsatzgebiete. Eine ausführliche Liste findest du zum Beispiel auf http://schuessler-salze-hunde.de/anwendungsgebiete/

1. Calcium fluoratum

Das Mittel für das Knochensystem. Bei Hunden unterstützt es vor allem bei Arthrose und Arthritis. Gleichzeitig sorgt es für die richtige Elastizität des Gewebes.

2. Calcium phosphoricum

Ein allgemeines Stärkungsmittel. Es hilft zur Stärkung der Abwehr bei beginnenden Erkrankungen, bei Schwäche sowie bei der Erholung und Genesung.

3. Ferrum phosphoricum

Das Standardmittel bei Entzündungen und Infektionen. Bei mittelhohem Fieber wird es ebenfalls eingesetzt und regt Immunsystem, Blutbildung und Durchblutung an.

4. Kalium chloratum

Das Schleimhautmittel. Es wird ebenfalls bei Entzündungen eingesetzt, allerdings erst bei deutlicheren Symptomen wie Katarrh.

5. Kalium phosphoricum

Das Nerven-Salz. Es findet Einsatz bei depressiver Stimmung, Nervosität und Angstzuständen; auch bei Schmerzen mit Muskelschwäche und Lähmung sowie Inkontinenz und hohem Fieber.

6. Kalium sulphuricum

Das Mittel für Fell und Haut.  Es regt die Leber an und unterstützt bei der Entgiftung. Auch eitrige Entzündungen und ähnliches wird daher mit Kalium sulphuricum unterstützt. Es wirkt regenerierend.

7. Magnesium phosphoricum

Das Krampfmittel. Es wird bei plötzlichen Schmerzen und Krämpfen eingesetzt.

8. Natrium chloratum

Für den Wasserhaushalt. Es hilft bei der Regulierung des Säure-Basen-Haushalts und unterstützt die Bildung neuer Zellen.

9. Natrium phosphoricum

Oft als Entsäurungsmittel bezeichnet. Es hilft beim Abbau von Säuren, bindet Fettsäuren  und stabilisiert den ph-Wert des Blutes.

10. Natrium sulphuricum

Das Entgiftungssalz wird auch Glaubersalz genannt. Es regt die Ausscheidungsfunktionen des Körpers an und hilft dadurch beim Entschlacken.

11. Silicea

Silicea oder Kieselsäure kommt in allen Organen vor und hilft bei der Entwicklung und Stabilisierung von Knochen, Sehnen und Zähnen.

12. Calcium sulphuricum

Ein Reinigungs- und Entgiftungsmittel. Insbesondere bei eitrigen Hautproblemen wird es gerne eingesetzt.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Da ich meinen Katzen regelmäßig Schüssler Salze gebe. Bin ich davon überzeugt das sie ihre wunderbare Wirkung auch bei Hunden entfalten. Meinen Katzen geht es seit sie die Salze bekommen noch viel besser.

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