Lungenwürmer beim Hund

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Zottiger Dackel mit Lungenwürmern

Kennst du das: Dein Hund hustet und räuspert sich seit einiger Zeit immer wieder. Du denkst zurück: Da waren diese heftigen Regentage – hat er sich eine Erkältung oder einen Husten eingefangen? Das ist aber schon lange her. Dann erinnerst du dich: Dein Hund frisst seit Neuestem gerne Gras – und über die Schnecken im Gras kann er Lungenwürmer aufgenommen haben.

Wie erkenne ich Lungenwürmer beim Hund?

Husten und Räuspern können tatsächlich Anzeichen für einen Befall deines Hundes mit dem Lungenwurm sein. Weitere mögliche Symptome sind:

  • Nasenbluten
  • Blaue Flecken auf der Haut (scheitele das Fell, um solche Stellen zu finden)
  • Blaue Flecken im Zahnfleisch

Eventuell benimmt sich dein Hund auch auffällig. Anhand dieser Krankheitserscheinungen allein kann die Diagnose allerdings nicht gestellt werden. Alle Symptome können auch andere Ursachen haben. Daher sind weitere Untersuchungen erforderlich – diese führt dein Tierarzt durch.

Was sind Lungenwürmer?

Lungenwürmer sind nur etwa 1 bis 2,5 Zentimeter lang und zählen zu den Fadenwürmern, Fachleute nennen sie Nematoden.

Beim Hund werden der Große Lungenwurm (Angiostrongylus vasorum) und der Kleine Lungenwurm (Crenosoma vulpis) unterschieden. Als Parasiten leben Lungenwürmer in einem Wirtstier, also beispielsweise in deinem Hund, und schädigen dieses. Der Hund wird krank und kann im schlimmsten Fall durch den Befall mit Lungenwürmern sterben.

Was macht der Lungenwurm im Hund?

Hunde sind sogenannte Endwirte für den Lungenwurm. Schnecken fungieren als Zwischenwirte.

„Aber mein Hund frisst doch keine Schnecken!“, sagst du jetzt vielleicht. Doch, das kann passieren! Dein Hund frisst gelegentlich Gras. Dabei kann er (kleine) Schnecken aufnehmen. Auch beim Trinken kommt dies vor.

Nach Aufnahme der befallenen Schnecken werden die jungen Lungenwürmer im Hundedarm frei. Vom Darm gelangen sie in die Leber und in große Blutgefäße, wo sie als Parasiten viele Nährstoffe finden.

Hier werden die Lungenwürmer erwachsen und legen Eier ab. Daraus schlüpfen Larven, die in die Lunge wandern. Dabei schädigen sie das Gewebe, welches sich entzündet. Dein Hund fängt an zu husten, um die Lungenwürmer wieder loszuwerden. Weil auch große Blutgefäße und das Nervensystem befallen sein können, kann es sowohl zu Blutungen als auch zu Verhaltensauffälligkeiten kommen.

Beim Husten gelangen die Larven ins Maul, werden abgeschluckt und gelangen mit dem Kot ins Freie. Hier werden sie von Schnecken aufgenommen, so dass sich der Kreis schließt.

Was hilft gegen Lungenwürmer?

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Wenn dein Hund befallen ist, können die Larven im Kot nachgewiesen werden. Dann steht die Diagnose fest und die Behandlung, sprich Entwurmung, kann folgen. Diese ist unbedingt erforderlich, denn unbehandelt kann der Befall mit Lungenwürmern beim Hund tödlich verlaufen.

Glücklicherweise gibt es wirksame Medikamente – Tabletten oder sogenannte Spot-on-Präparate. Bei diesen gibst du einige Tropfen auf die Haut des Hundes, die so in den Körper gelangen.

In einigen Regionen Deutschlands, insbesondere im Westen und Südwesten, wurde ein gehäuftes Auftreten von Hunde-Lungenwürmern nachgewiesen. Hier kann eine vorbeugende Entwurmung sinnvoll sein.

Am besten, du sprichst mit deinem Tierarzt darüber! Er kennt die konkrete örtliche Gefährdung und besondere Risiken deines Hundes.

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