Zwingerhusten

1 Pfote2 Pfoten3 Pfoten4 Pfoten5 Pfoten (14 mal abgestimmt, Durchschnitt: 4,71 von 5 Pfoten)
Loading...
Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine hoch ansteckende Erkrankung beim Hund und betrifft die oberen Atemwege. Der Zwingerhusten äußert sich zunächst wie ein belangloser Infekt, ist aber eine schwere Erkrankung. Nicht selten stirbt der Hund an den Folgeschäden.

Ursachen von Zwingerhusten

Die Ursachen für das Auftreten eines Zwingerhustens sind unterschiedlich. Je nach Infektionsquelle lösen Viren oder Bakterien die Erkrankung aus. Besonders häufig ist das CPI-Virus schuld. Das steht für „canine Parainfluenzavirus“, kurz auch CPIV. Fast ebenso oft ist das Bakterium bordetella bronchiseptica verantwortlich. Andere Erreger sind das canine Herpesvirus, das canine Adenovirus vom Typ 2 sowie das canine Reovirus.

In einigen Gebieten besteht eine besondere Ansteckungsgefahr. Tierheime, Hundepensionen und Hundeschulen sind solche Gefahrenzonen. Zu diesen gehören alle Orte, an denen viele Hunde eng beisammen sind.

Symptome von Zwingerhusten

Der Zwingerhusten verursacht eine Entzündung der oberen Atemwege. Insbesondere die Luftröhre und die Bronchien sind betroffen. Der Fachmann spricht von einer Tracheobronchitis. Bei einigen Tieren heilt die Krankheit auch unbehandelt spontan nach wenigen Wochen. Bedenke allerdings, dass Zwingerhusten auch lebensgefährlich verlaufen kann.

Erste Anzeichen für Zwingerhusten sind grippeähnliche Symptome. Typisch ist ein trockener, bellender Husten. Ebenso kann ein Nasenausfluss auftreten. Manchmal niest der Hund. Diese Erkennungszeichen nimmst du bei deinem Hund einige Tage oder Wochen wahr. Dann klingen sie (meist) ab.

Wichtig ist ein früher Beginn der Behandlung. Sekundärinfektionen können sonst auftreten und das Immunsystem deines Hundes doppelt belasten.

 

Was tue ich gegen Zwingerhusten?

MyDog365 - Dein Hundetrainer für die Hosentasche
Ist dein Hund erkrankt, behandelt der Tierarzt ihn mit einem Antibiotikum. Für eine schnelle Heilung muss er zuvor den speziellen Erreger ermitteln. Dann kann er ihn gezielt bekämpfen. Ein Antibiotikum ist jedoch nicht immer die richtige Wahl. Bei einer viralen Infektion funktioniert es nicht. Viren als Erreger lassen sich nicht direkt bekämpfen. Bei einer Virus-Infektion musst du deinen Hund schonen. Mit verschiedenen Mitteln stärkst du sein Immunsystem. Selbstverständlich solltest du ihm einen warmen, zugluftfreien Platz zur Verfügung stellen und ihn schonen. Treten durch die virale Infektion Folgeerkrankungen auf, setzt der Tierarzt unter Umständen gegen diese ein Antibiotikum ein.

 

Wie vermeide ich Zwingerhusten?

Besser als jede Art der Behandlung ist die Prävention durch eine Schutzimpfung. Nur sie kann verhindern, dass dein Hund am Zwingerhusten erkrankt. Da als Auslöser dieser Erkrankung verschiedene Erreger infrage kommen, wendet der Tierarzt eine Impfstoffkombination an. Sie enthält das typische Parainfluenza-Virus in geschwächter Form. Nach der Verabreichung dieses Serums bildet dein Hund entsprechende Abwehrstoffe.

Wie oft und mit welcher Wirkstoffkombination dein Hund geimpft werden sollte, hängt von deinem Wohnort und dem Impfstoff ab. Nähere Informationen hierzu kannst du dir bei deinem Tierarzt holen.

Die Impfung gegen den Zwingerhusten ist übrigens nicht immer eine Spritze. Einige Impfstoffe gibt der Tierarzt direkt in die Nase. So kann das Mittel gezielt wirken, bevor Erreger in den tieferen Atemtrakt eindringen. Unter anderem ist eine Impfung gegen Zwingerhusten aber auch durch die SHPPiLT-Kombi-Impfung möglich.

Besondere Gefährdungen durch Zwingerhusten

Schon der Zwingerhusten selbst kann einen gefährlichen Verlauf nehmen. Ein besonderes Risiko ist die Ausweitung des ursprünglichen Infekts zu einer Lungenentzündung. Diese kann weitere Folgeerkrankungen und Organversagen nach sich ziehen. In einem Spätstadium können Medikamente dann wirkungslos sein und dein Hund könnte im schlimmsten Fall sogar sterben. Achte daher darauf, den Impfschutz regelmäßig aufzufrischen!

Achte zur Vorbeugung auf die hygienischen Maßnahmen in deiner Hundeschule, Welpengruppe oder Hundepension. Grundlegende Maßnahmen reduzieren das Ansteckungsrisiko. Anbieter mit besonderem Bedacht auf die Hygiene verlangen meist den aktuellen Impfausweis deines Hundes. So stellen sie sicher, dass alle Hunde die notwendigen Impfungen haben.

TEILEN

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT