Epilepsie bei Hunden – bleib ruhig!

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Epilepsie beim Hund - Hund bei Anfall

Wenn dein Hund seinen ersten epileptischen Anfall hat, bist du geschockt. Die Symptome einer Epilepsie beim Hund sind verstörend.

Oft dauern die Anfälle nur kurz an. Wenn du beim Tierarzt ankommst, wirkt dein Hund wieder völlig „normal“. Doch der nächste Anfall kann jederzeit kommen. Und jeder kann der letzte sein. Epilepsie ist eine unheilbare Krankheit, manchmal ist sie tödlich.

Wie kommt es zu Epilepsie beim Hund?

Bei einem epileptischen Anfall sind die Gehirnzellen überaktiv. Dadurch kommt es zu Krampfanfällen. Mediziner unterscheiden die angeborene Epilepsie (primäre Epilepsie) von der erworbenen Epilepsie (sekundäre Epilepsie).

Kleine Frage zwischendurch: Hand aufs Herz: Wie gut beherrscht dein Hund die Grundkommandos? “Vergisst” er aus heiterem Himmel, wie “Sitz” oder “Platz” funktioniert, obwohl du es ihm beigebracht hast? Du willst, dass dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest? Dann schaue dir doch mal unsere kostenlose Videoserie “Gelernt ist gelernt” an. Jetzt starten

Die primäre Epilepsie tritt besonders häufig bei bestimmten Rassen auf. Zu diesen zählen der Golden Retriever, der Labrador Retriever, der Beagle und der Collie. Die Nervenzellen dieser Hunde sind leichter erregbar als bei anderen Rassen. Dadurch kommt es häufiger zu Anfällen.

Die sekundäre Epilepsie wird durch bestimmte Krankheiten hervorgerufen. Darunter sind Erkrankungen des Gehirns, der Leber und der Nieren. Auch eine Vergiftung kann beim Hund eine Epilepsie verursachen.

Woran erkennst du Epilepsie beim Hund?

Typischerweise wird bei einem Epilepsie-Anfall der ganze Körper des Hundes vom Krampf erfasst und steif. Er legt sich auf den Boden oder fällt um. Die Beine und/oder der Kopfbereich zucken und krampfen. Der Hund verliert Speichel, Urin, teils auch Kot oder Erbrochenes. Die Atmung setzt aus oder stockt. Der Blick ist starr. Manchmal sind die Augen verdreht.

Dieser Zustand kann einige Sekunden oder Minuten dauern. Dann legt er sich – kann aber auch zum Tod führen. Nach einem Anfall ist der Hund erschöpft und verwirrt.

Wie verhältst du dich bei einem Anfall richtig?

Auch wenn es schwierig erscheint: Ruhig bleiben. So kannst du deinem Hund am besten helfen. Sprich beruhigend mit ihm. Lege eine Hand auf seinen Körper. Versuche aber nicht, die zuckenden Körperteile festzuhalten!

Versuche deinen Hund vor Verletzungen zu schützen. Polstere mit einer Decke harte Gegenstände ab, die du nicht schnell wegräumen kannst. Hilfreich ist es, wenn du dem Tierarzt sagen kannst, wie lange der Anfall gedauert hat. Vielleicht schaffst du es, daran zu denken, dir die Dauer zu merken.

Kurze Info: Sitz, Platz und Bleib funktionieren nicht immer, obwohl du deinem Hund die Kommandos beigebracht hast? Das ist frustrierend! Aber hey, das biegst du ganz einfach hin. Klick doch mal hier, damit dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest! Diese Videos helfen dir bestimmt

Wenn der Anfall vorbei ist, geh am besten mit deinem Hund spazieren. Wahrscheinlich muss er spätestens jetzt Kot ablassen. Häufig sind Hunde nach einem Anfall sehr hungrig. Natürlich kannst du ihm dann auch mal eine Portion außer der Reihe zukommen lassen.

Wie kann ich meinem Hund bei Epilepsie helfen?

Epilepsie beim Hund ist leider nicht heilbar. Das bedeutet aber nicht, dass deinem Hund nicht geholfen werden könnte. Es gibt Medikamente, die die Symptome lindern oder zum Verschwinden bringen können. Wenn dein Hund gut auf die Medikamente reagiert, hat er mit Glück über Jahre hinweg keinen Anfall mehr.

Ganz wichtig ist zunächst, dass der Tierarzt zweifelsfrei die Diagnose Epilepsie stellt. Es gibt einige andere Krankheiten, die ähnliche Symptome zeigen. Nicht jeder Tierarzt wird auch gleich jede Epilepsie mit Medikamenten behandeln. Grundlage seiner Entscheidung wird sein, wie häufig die Anfälle kommen und wie lange die Anfälle jeweils dauern.

Wenn feststeht, dass dein Hund Epilepsie hat und er medikamentös behandelt werden soll, stehen mehrere Medikamente zur Auswahl. Meist wird mit Phenobarbital und/oder Kaliumbromid begonnen. Wenn dies nicht (mehr) ausreicht, kann der Tierarzt stärkere Beruhigungsmittel geben. Diese sind aber mit zentral dämpfenden Wirkungen verbunden. Unter dem Einfluss dieser Behandlung ist dein Hund nicht mehr der alte.

Was sollte ich bei Epilepsie sonst noch beachten?

Stress, Druck und Angst können epileptische Anfälle begünstigen. Deshalb darfst du deinem Hund aber keinesfalls alles durchgehen lassen. Eine ruhige, konsequente, souveräne Erziehung gibt ihm die Sicherheit, die er braucht.

Ziehe eine Nahrungsumstellung in Betracht. Viele Hunde kommen mit einer getreidefreien Ernährung besser klar. Einige starke Medikamente können das Verhalten deines Hundes verändern. Ansonsten ist er ein Hund wie jeder andere auch!

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