Wie beruhige ich einen verletzten Hund?

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Wie beruhige ich einen panischen / verletzten Hund?

Hund beruhigen

  • Ruhe bewahren!
  • Selbstschutz!
  • Hilfe holen
  • Beim Hund bleiben
  • Leise, beruhigend reden
  • angenehme Position
  • KEIN FUTTER!

Hunde können sich unterwegs schnell einmal verletzen: Eingetretene Glassplitter, Bissverletzungen, Verkehrsunfälle oder ein Kratzer im Gebüsch. Im Alltag gibt es einige Gefahrensituationen. Oft passieren Unfälle gerade dann, wenn du am wenigsten damit rechnest. Doch was tun, wenn es plötzlich passiert ist und dein Hund sich ernsthaft verletzt hat? Ein wichtiges Element der Ersten Hilfe ist das Beruhigen des verletzten Tieres.

Oberste Grundregel: Selber Ruhe bewahren

Je nach Situation kann die Lage am Unfallort schnell unübersichtlich werden. Deshalb ist es umso wichtiger, wenn du selbst so ruhig wie möglich bleibst.
 
Versuche dir zunächst einen Überblick zu verschaffen. Gibt es noch andere Verletzte? Sind Personen in der Nähe, die Hilfe holen können?
 
Am besten ist es, wenn du selbst bei deinem Hund bleibst. Ist der Unfallort gefährlich (z. B. eine Straße) oder sehr belebt (Einkaufspassage, Eiscafé), solltest du deinen Hund zuerst an einen sicheren und halbwegs ruhigen Ort bringen.
Sprich ruhig und in einem eher tiefen Tonfall mit ihm. Vermeide hektische Bewegungen und hohe, schrille Töne.

Sicherheitsvorkehrungen

Wie beruhige ich einen panischen / verletzten Hund?Auch der liebste Hund kann unberechenbar werden, wenn er Angst und starke Schmerzen hat. Selbst du als sein Besitzer musst dann aufpassen.
 
Bei stark aufgeregten Hunden, die sich verletzt haben, ist es daher sinnvoll, dem Tier zunächst einen Maulkorb anzulegen. Da dieser in den seltensten Fällen unterwegs parat liegt, kannst du dir mit einer Maulschlinge behelfen.
 
Dazu brauchst du ein 20-50 cm langes Stück Stoff, im Idealfall eine Mullbinde. Notfalls eignet sich auch eine Strumpfhose oder ein etwas breiterer Schnürsenkel. Die Schlinge wird von oben über die Nase gelegt, unten einmal gekreuzt und dann hinter den Ohren verknotet.

Hilfe holen – aber richtig!

Ist dein Hund schwer verletzt, braucht er so schnell wie möglich medizinische Hilfe. Ist ein Transport zum Tierarzt oder in die Tierklinik nicht möglich, brauchst du einen Tierarzt, der direkt zum Unfallort fahren kann. In einigen größeren Städten gibt es bereits spezielle Rettungsdienste für Tiere.
 
Für den Notfall solltest du dir die entsprechenden Telefonnummern heute schon notieren oder im Handy abspeichern.
Du kannst auch eine andere Person damit beauftragen, Hilfe zu holen. So kannst du dich besser auf deinen verängstigten Hund konzentrieren. Sorge auch dafür, dass nicht zu viele Menschen um ihn herumstehen, die womöglich wild durcheinander reden.

Weitere beruhigende Maßnahmen

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Bis die Hilfe eintrifft, solltest du immer bei deinem Hund bleiben. Gehe in die Hocke, damit du weniger bedrohlich für ihn wirkst, und rede leise und beruhigend mit ihm. Du kannst ihn auch streicheln, beobachte dabei aber, wie er darauf reagiert. Manche Hunde möchten nicht angefasst werden, wenn ihnen etwas wehtut. Die Verletzung selbst solltest du nicht berühren.
 
Zwinge deinen Hund nicht, liegenzubleiben oder aufzustehen. Lasse ihn die Position aussuchen, die für ihn am angenehmsten ist. Ist er sehr nervös und körperlich dazu in der Lage, kannst du mit ihm auch langsam auf und ab gehen, aber nicht zu weit.
 
Wart ihr zusammen mit einem Hund unterwegs, den dein Hund gut kennt und mag, kann es in manchen Fällen auch hilfreich sein, den anderen Hund in seiner Nähe zu belassen. Dessen Anwesenheit kann eine beruhigende Wirkung auf den verletzten Hund haben.
 
Bei kalten Temperaturen ist es sinnvoll, dem Hund eine warme Unterlage anzubieten und ihn eventuell sogar mit einer Jacke oder Ähnlichem zuzudecken.
Bei Hitze ist ein schattiger Platz wichtig. Wenn er selbständig trinken kann, solltest du deinem Hund unbedingt Wasser anbieten.
 
Zur Ablenkung füttern solltest du ihn nicht! Denn dein Hund ist womöglich im Schock. Das Füttern würde sein Kreislaufsystem zusätzlich belasten. Wenn dein Hund so schwer verletzt ist, dass er operiert werden muss, sollte er für die OP zudem nüchtern sein.

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