Alternativmedizin für Hunde: Chiropraktik, Heilkräuter, Qi

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Alternativmedizin: Einige Kräuter, Mörser und Stößel

Hast du dich schon gefragt, ob es Alternativen zu der Behandlung beim Tierarzt gibt? Zum Beispiel zu Tabletten oder operativen Eingriffen? Zunehmend nutzen auch Schulmediziner ergänzend Methoden der alternativen Medizin. Sie verspricht schonende Therapien, die deinem Hund auf natürliche Weise helfen und ihn nicht mit unnötiger Chemie belasten.

Was ist Alternativmedizin?

Alternativmedizin, alternative Medizin oder Komplementärmedizin: Alle drei Begriffe meinen das Gleiche. Es sind Sammelbezeichnungen für mehrere Behandlungsmethoden und Therapiekonzepte. Manche sehen sie als Alternative zur Schulmedizin; andere als Ergänzung. Wieder andere halten Schul- und Alternativmedizin für unvereinbar.

Die alternative Medizin für Hunde ähnelt der des Menschen. Stets betrachtet sie den Hund als Ganzes. Das bedeutet: Ein Fachmann untersucht nicht nur einzelne Organe. Er schaut sich auch die Lebensumstände des Hundes an und analysiertden gesamten Organismus. Wo Schulmediziner mit geprüften Medikamenten und Therapien arbeiten, vermeidet die Alternativmedizin die Nutzung industrieller Chemikalien. Stattdessen versucht sie, das Heilungs- und Immunsystem des Hundes zu beeinflussen.

Kleine Frage zwischendurch: Hand aufs Herz: Wie gut beherrscht dein Hund die Grundkommandos? “Vergisst” er aus heiterem Himmel, wie “Sitz” oder “Platz” funktioniert, obwohl du es ihm beigebracht hast? Du willst, dass dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest? Dann schaue dir doch mal unsere kostenlose Videoserie “Gelernt ist gelernt” an. Jetzt starten

Um dieses zu stimulieren und zu aktivieren nutzt sie Wirkstoffe aus der Natur. Diese verarbeitet sie nicht weiter, sondern belässt sie in möglichst unbehandelter Form. Sie unterstützen den Genesungsprozess. Die Wurzel des Gemeinen Beinwell, beispielsweise, hemmt Entzündungen, lindert Schmerz und fördert die Heilung von Knochenbrüchen. Homöopathische Mittel sind weniger aggressiv und haben seltenerNebenwirkungen als Medikamente aus dem Labor. Viele klassische Mediziner behauptenjedoch: Das liegt daran, dass sie überhaupt keine Wirkung haben.

Welche alternativmedizinischen Ansätze gibt es?

Alternativmedizin will so wenig wie möglich eingreifenund den Körper sich alleine heilen lassen. Dazu nutzt sie natürliche, sanfte Reize. Operationen gibt es nicht, lediglich Stimulation von außen (Chirotherapie). Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) greift auf mehrere Methoden zurück, von denen die Akupunktur die bekannteste ist. Schüßler-Salze, Bach-Blüten, Osteopathie und Phytotherapie sind weitere populäre Alternativkonzepte.

Chirotherapie (Manuelle Medizin) und Chiropraktik

Chirotherapie oder Manuelle Medizin baut auf einigen Methoden der Chiropraktik auf. Auch Letztere ist eine alternative Heilmethode. Bei beiden geht es darum, durch Druck auf Wirbel, Gelenke und Sehnen Verspannungen zu lösen. Sie behandeln also vor allem Störungen des Bewegungsapparats. Ein Tierarzt oder Tierheilkundler tastet zum Beispiel den Rücken deines Hundes ab. Dann drückt er blockierende Wirbel in ihre natürliche Position zurück.

Osteopathie

Für die Osteopathie gibt es mehrere verschiedene Ansätze. Osteopathie betrachtet den Körper als Funktionseinheit, die sich grundsätzlich selbst regulieren und heilen kann. Bei dieser Therapiemethode geht es vor allem um Störungen der Muskeln, der Nerven und des Blutflusses. Wie die Chirotherapie arbeitet die Osteopathie mit gezieltem Druck und therapiert Probleme von außen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Osteopathie mindestens bei Rückenschmerzen genauso gut hilft wie Standardbehandlungen. Bei Hunden wird Osteopathie insbesondere für die verbreiteten Ellenbogen- und Hüftdysplasien eingesetzt.

Homöopathie

Die Homöopathie geht davon aus, dass Krankheiten mit Stoffen geheilt werden, die beim Gesunden ähnliche Symptome verursachen wie die Krankheit. Der wichtigste Grundsatz ist hier, dass nicht nur das Symptom, sondern die Ursache, also das gesamte System behandelt wird. (Mehr über Homöopathie…)

Bachblüten

Bachblüten gehen auf den englischen Arzt Edward Bach zurück. Intuitiv wählte er verschiedene Blüten aus, aus denen er Essenzen herstellte. Diese sollten Krankheiten heilen, die grundlegend aus einem negativen Seelenzustand entstanden. Bachblüten zählen nicht zur Phytotherapie. (Mehr über Bachblüten…)

Kurze Info: Sitz, Platz und Bleib funktionieren nicht immer, obwohl du deinem Hund die Kommandos beigebracht hast? Das ist frustrierend! Aber hey, das biegst du ganz einfach hin. Klick doch mal hier, damit dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest! Diese Videos helfen dir bestimmt

Schüßler-Salze

Schüßler-Salze sind homöopathisch aufbereitete Mineralstoffe. Das nennt sich potenziert und bedeute eine sehr starke Verdünnung. Diese Mineralstoffe sollen dem Körper bei Mangel zugeführt werden. Die Analyse der benötigten Mineralstoffe des Menschen wurden auf Hunde übertragen, sodass diese genau wie der Mensch behandelt werden können. (Mehr über Schüßler-Salze…)

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin hat sich seit über 2000 Jahren in China entwickelt. Die bekannteste Methode der TCM ist die Akupunktur. TCM umfasst zudem verschiedene Massagetechniken und Bewegungsübungen wie Qigong sowie Pflanzenheilkunde. Zentral ist der Begriff des Qi. Bei Hunden wird Akupunktur zur Schmerzlinderung und bei Entzündungen eingesetzt. (Mehr über TCM…)

Phytotherapie

Phytotherapie heißt übersetzt Pflanzenheilkunde. Verschiedene Traditionen und Anwendungsmethoden der Phytotherapie existieren. Sogar Schulmedizin und Industrie nutzen die natürliche Heilkraft von Pflanzen für ihre Medizin: Die grundsätzliche Wirkung pflanzlicher Stoffe ist erwiesen. In der reinen Phytotherapie wird versucht, die einzelnen Pflanzenstoffe natürlich zu belassen und einzusetzen. Auch Hunden hilft Phytotherapie: Im Gegensatz zu manchen Äußerungen sind sie keine puren Pflanzenfresser. Wilde Hunde fressen durchaus Obst, Wurzeln und Kräuter. Es gibt pflanzliche Arzneimittel auch für Hunde, ebenso Kräutermischungen und Zusätze, die du als Nahrungsergänzung mit ins Futter geben kannst. (Mehr über Phytoptherapie…)

Wirkt alternative Medizin wirklich?

Zunehmend bieten auch in Deutschland Schulmediziner eine oder mehrere alternativmedizinische Behandlungsmethoden an. Dabei kommt die Wissenschaft regelmäßig zum Ergebnis, dass die Methoden für sich keinen Effekt haben. Zugestehen muss die klassische Medizin allerdings den Placebo-Effekt: Patienten, die eine positive Wirkung erwarten, erleben auch eine positive Veränderung, die sogar zur Heilung führen kann. Bei Hunden wirkt dies indirekt über die Erwartung des Halters.

Im Zweifelsfall solltest du immer die Meinung eines klassischen Mediziners einholen. Oft lohnt sich aber der Rat von alternativmedizinisch ausgebildeten Experten. Diese nehmen sich häufig mehr Zeit und bieten eine individuellere Behandlung an. Hierin könnte einer der Gründe für den Erfolg alternativer Heilmethoden liegen, auch wenn deren Wirksamkeit (noch) nicht einwandfrei bestätigt ist.

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