Hundeschule für den Welpen: ja oder nein?

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Drei Welpen bei der Welpenspielgruppe einer Hundeschule.

Für jeden frischgebackenen Hundebesitzer stellt sich früher oder später die Frage, ob er mit seinem Welpen eine Hunde- oder Welpenschule besuchen sollte. In der Sozialisierungsphase eines Welpen ist es unbedingt notwendig, dass er Kontakt zu anderen Hunden hat. Eine gute Welpenschule bringt viele Vorteile und lenkt die Sozialisierung des Hundes in die richtige Richtung. Aber nicht alle Hundeschulen sind geeignet.

Was solltest du vor dem Besuch einer Hundeschule beachten?

Die erste Station der Hundeschule sollte eine Welpenspielstunde sein. Für den Besuch der Hundeschule ist es Pflicht, dass dein Hund geimpft ist und du über eine Hundehalterhaftpflichtversicherung verfügst.

Dein Hund sollte sich bereits an dich gewöhnt haben. Schließlich ist für ihn alles neu, wenn er das erste Mal ohne seine Mutter und Geschwister ist. Gib ihm Zeit, ausreichend Vertrauen zu dir und seinem neuen Zuhause aufzubauen, bevor du ihn in ein neues „Rudel“ führst.

Fühlt sich dein Welpe mit dir im Rücken sicher, ist er auch offen für Neues. Er kann sich dann ohne Angst mit anderen Hunden in der Gruppe sozialisieren.

Wie findest du die richtige Hundeschule?

Die meisten Hundeschulen bieten für neue Interessenten kostenlose Schnupperstunden an. Bevor du dich für eine Hundeschule entscheidest, solltest du hiervon Gebrauch machen.

In der richtigen Hundeschule fühlst du dich wohl – nicht nach genauem Überlegen, sondern einfach so. Zudem solltest du das Gefühl haben, dass auch dein Welpe hier gut aufgehoben ist. Dieses Gefühl überträgt sich auf den Hund. Gefällt dir etwas nicht in der Hundeschule, sprich es an! Kann nichts geändert werden, solltest du dich nicht scheuen, eine andere Hundeschule zu wählen. Denn an erster Stelle steht in dieser Phase der Spaß. Du willst zusammen mit deinem Junghund Erfolge erzielen. Gehst du nur widerwillig zur Hundeschule, stellen sich Erfolge kaum oder nur erschwert ein.

Achte darauf, dass die anderen Welpen in der Welpenspielstunde in etwa demselben Alter wie dein Hund sind. Auch solltest du keine großen Ansprüche an die Kleinen stellen. Es geht hier nicht um Kunststücke oder Leistungen. Es geht ausschließlich darum, dass sie mit anderen Hunden in Kontakt kommen und unter Aufsicht des Kursleiters ungezwungen spielen und toben können. Auf diese Art lernen die Welpen auf natürliche Weise ihre Grenzen kennen, welche die anderen Welpen ihnen setzen.

Woran erkennst du eine gute Welpenschule?

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Gute Welpenspielstunden werden von sehr erfahrenen Hundetrainern geführt. Denn was in dieser ersten Phase falsch gemacht wird, ist später nur mühsam zu beheben. Ein guter Trainer erklärt dir die Verhaltensmuster deines Hundes und zeigt dir, wie du deinen Welpen zum gewünschten Verhalten motivierst.

Unerwünschtes Verhalten zwischen den Hunden unterbricht ein guter Trainer. Die Welpen werden nicht sich selbst überlassen, sie müssen nicht alles „unter sich ausmachen“. Der erfahrene Trainer weiß, wann die Hunde noch Erfahrungen sammeln und besser alleine blieben und wann er sie trennen muss.

Gute Hundeschulen achten zudem darauf, dass die Hunde vom Temperament zusammenpassen und ungefähr gleich groß sind. Hast du das Gefühl, dass dies in deiner Gruppe nicht der Fall ist, schaust du dir besser eine andere Hundeschule an. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Hund, der in der Sozialisierungsphase auf Welpen trifft, die ihm weit überlegen sind. Wenn es ganz dumm läuft, entwickelt er sonst Angst gegenüber einer bestimmten Hunderasse.

Wann macht ein Besuch in der Hundeschule keinen Sinn?

In manchen Fällen ist es sinnvoll, auf den Besuch in der Welpenschule zu verzichten und stattdessen mit einem persönlichen Trainer zu arbeiten. Zum Beispiel wenn du einen Welpen aufnimmst, der traumatisiert wurde und auf bestimmte Dinge ängstlich reagiert. Kam es gar zu einem unschönen Vorfall mit einem anderen Welpen, hätte dein Hund eventuell gar keine Freude an der Spielgruppe.

In diesem und ähnlichen Fällen solltest du einen fachkundigen Hundetrainer besuchen. Er schaut sich deinen Hund genau an und findet die beste Lösung. Das kann auch sein, ihn langsam auf andere Hunde und die Welpengruppe zuzuführen, bis hin zu einem Punkt an dem die alte Phobie vergessen ist.

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