Männliche Hundeerziehung – weibliche Hundeerziehung?

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Männliche und weibliche Hundeerzehung - echter Unterschied oder Klischee?

Männer und Frauen sind heutzutage in vielen Bereichen gleichberechtigt, aber Unterschiede gibt es natürlich – nicht nur in der Gleichberechtigung, auch was bestimmte Bedürfnisse oder Wesensmerkmale angeht. Das ist auch in der Hundeerziehung so. Zumindest sagt man das. Natürlich gibt es Frauen, die so tough sind, dass sie beim Militär mit Kusshand aufgenommen würden; und es gibt Männer, die so weichherzig und gutmütig sind, dass sie als Erzieher und Kindergärtner beste Chancen haben. Die typischen Geschlechter-Merkmale sind das aber nicht – zumindest nicht die unserer Gesellschaft. Geschlecht ist immer mit bestimmten Attributen verknüpft, sei es aus traditionellen, kulturellen oder sozialen Gründen. Vieles sind natürlich auch Vorurteile oder Verallgemeinerungen, Dennoch haben wir uns gefragt:

Was könnte typisch sein für Männer und Frauen und wie wirkt sich das auf die Hundeerziehung aus? Wir schauen dabei aber nicht nur auf das “allgemeine Bild”, sondern fragen auch ein männlich/weibliches Hundetrainerteamn nach seinen Erfahrungen und Meinungen.

Die typischen Ansichten

Gibt es den typischen Mann? Gibt es die typische Frau? Vermutlich nicht – dennoch gelten einige Eigenschaften und Ansichten als typisch für das eine oder das andere Geschlecht.

Kleine Frage zwischendurch: Hand aufs Herz: Wie gut beherrscht dein Hund die Grundkommandos? “Vergisst” er aus heiterem Himmel, wie “Sitz” oder “Platz” funktioniert, obwohl du es ihm beigebracht hast? Du willst, dass dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest? Dann schaue dir doch mal unsere kostenlose Videoserie “Gelernt ist gelernt” an. Jetzt starten

Typisch Mann?

Typisch Mann?: Etwas mit dem Hund tun
Typisch Mann?: Etwas mit dem Hund tun

Wie heißt es so schön: Männer wollen Erfolge sehen! Sie investieren ihre Energie in ein Projekt: Zum Beispiel ihren Hund zum Torwart machen – oder ihn zumindest den Ball fangen lassen. Sie brauchen das Erfolgserlebnis. Das kann dazu führen, dass Männer mit ihrem Hund ungeduldig werden, wenn er zum Lernen länger braucht.

Das Verhältnis von Mann und Hund ist außerdem oft von Gehorsam geprägt. Das soll auch das Ziel der Hundeerziehung werden. Es gibt Situationen, in denen Mann auf den Gehorsam seines Hundes vertrauen will oder gar muss. Das kann dazu führen, dass er zu früh zu viel vom Hund erwarte. Gerade bei einem Welpen rechnen Männer noch nicht damit, dass er diese Reife noch entwickeln muss und erstmal einfach “ein Kind” ist.

Ebenfalls typisch für Männer ist, dass sie sich gerne sportlich verausgaben, um Stress abzubauen, und dass sie dabei hundert Prozent geben. Wenn dein Hund das mitmacht und auch gerne stundenlang trainiert, ist das toll und ihr seid das perfekte Paar. Aber einen solchen Hund muss man gezielt aussuchen.

Typisch Frau?

Typisch Frau?: Schmusen mit Hund
Typisch Frau?: Schmusen mit Hund

Frauen sind meist Werte wie Vertrauen und gegenseitige Achtung sehr wichtig. In der Hundeerziehung versuchen sie manchmal, ihren Hund einfach nur zu verstehen und Einblicke in sein Innenleben zu erhalten. Warum will er jetzt nicht mehr den Ball holen? Warum macht er Platz, wenn ich Sitz sage?

Frauen sollten bei der Hundeerziehung darauf achten, sich nicht zu sehr von Empathie und “Verstehenwollen” leiten zu lassen. Verständnis ist gut und hilft dir, neue Wege einzuschlagen. Ihr Hund muss aber trotzdem Fortschritte machen und lernen, auf sie zu hören, so wie sie es ihm sagst. Hier scheuen Frauen häufig vor Maßnahmen zurück, die sie als Aggression oder Zwang wahrnehmen.

Dieses typisch weibliche Verständnis führt oft dazu, dass Frauen es zu früh „gut sein lassen„. Es ist wichtig, eine Übung mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Also besser ein neues, kleineres Ziel setzen als einfach an einem anderen Zeitpunkt weiterzumachen.

Kurze Info: Sitz, Platz und Bleib funktionieren nicht immer, obwohl du deinem Hund die Kommandos beigebracht hast? Das ist frustrierend! Aber hey, das biegst du ganz einfach hin. Klick doch mal hier, damit dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest! Diese Videos helfen dir bestimmt

Interview: Hundetrainer und Hundetrainerin

So weit die allgemeinen „Vorurteile“ und Denkschienen. Findest du dich dort wieder? Uns hat das nicht gereicht! Wir wollten wissen, wie Hundetrainer bzw. Hundetrainerinnen denken. Daher haben wir Jörg Ziemer und Kristina Falke unabhängig voneinander gefragt, ob sie Unterschiede sehen. Da beide über viele Jahre mit Mensch und Hund zusammenarbeiten und das “Problem” oft am anderen Ende der Leine (beim Menschen) sitzt, sind die beiden auch durchaus Menschenkenner.

Sind Männer konsequenter?

Bei vielen Hundehaltern hält sich das Vorurteil, Männer würden einen Hund konsequenter erziehen. Ist das wirklich so oder ist es eher umgekehrt?

Tina Jörg
Natürlich bestätigt jede Ausnahme die Regel, aber ein kleiner Trend färbt sich schon ab, dass Frauen öfter dazu neigen, mit dem Hund die eine oder andere Regel fair diskutieren zu wollen.

Wir Frauen neigen manchmal dazu, dass wir (uns) erklären wollen. Aus Sicht des Hundes ist das natürlich unklar, daher ist ein deutliches „Ja, du darfst“, oder ein „Nein, du darfst nicht“ für den Hund leichter zu verstehen.

 

 

Und in der Folge setzt er das Signal eher um, weil der Diskussionsspielraum wesentlich kleiner ist. Dies vereinfacht die Kommunikation für den Hund.

Es ist weder „so“, noch ist es umgekehrt. Konsequenz ist eine Frage der Entscheidung und der Möglichkeit, diese Entscheidung umzusetzen. Hier unterscheiden sich Männer und Frauen darin, dass ihnen unterschiedliche Dinge wichtig sein können.Nehmen wir an, ein Partner geht seiner beruflichen Tätigkeit nach, der andere ist zu Hause und somit länger mit dem Hund zusammen. Dann werden für den Menschen, der zu Hause bleibt, andere Dinge im Zusammenleben mit dem Hund wichtig sein als für den Menschen, der den Tag über abwesend ist und die „Abendrunde“ mit dem Hund dreht.Das hat aber nichts mit dem Geschlecht, sondern mit der Rollenverteilung in der Familie zu tun.

Generell erlebe ich Männer nicht konsequenter, sondern lediglich konfliktbereiter. Weiterhin sind Männer eher bereit, ein Verhalten mit Strafe zu unterdrücken und dabei eine höhere Strafintensität anzuwenden als Frauen. Der Grund hierfür könnte das Geschlechtshormon Testosteron und kulturelle Prägung sein.

 

Hund und Familie

Wie siehst du eure Hunde in eurer Familie?

Tina Jörg
Unsere Hunde sehe ich als Familienmitglieder und Beschützer an. Sie gehören dazu, werden integriert und genießen unsere Fürsorge und Verantwortung. Das Zusammenleben gestaltet sich als sehr harmonisch. Sie sind fester Bestandteil unserer Familie. Somit sind sie zwar Sozialpartner, dürfen dabei aber Hund bleiben.

 

Gibt es grundsätzliche Unterschiede?

Gehen Männer grundsätzlich anders mit Hunden um als Frauen? Und wie denkst du, wird Jörg/Tina diese Frage beantworten?

Tina Jörg
Dies kann pauschal nicht beantwortet werden, weil es nicht DEN Standard-Mann oder DIE Standard-Frau gibt.

Jeder Mensch hat unterschiedliche Facetten. Jeder Mensch hat weibliche als auch männliche Eigenschaften an sich und spiegelt diese wieder. Es kommt also eher auf den individuellen Typus an.

 

 

Ich denke, dass Jörg diese Frage ähnlich beantwortet ☺

Tina weiß genau wie ich, dass die Ursache geschlechtsspezifischen Verhaltens ein bunter Mix aus Erziehung, kulturellem Vorleben, Beeinflussung durch Medien sowie des jeweiligen individuellen Hormonhaushaltes ist. Rollenklischees werden schon zu Genüge in den Medien zur Unterhaltung herangezogen und haben in unserer Arbeit als Hundetrainer und Verhaltensberater keine Bedeutung.Richtig ist aber, dass vor allem Frauen häufig eine Hemmung haben, dem Hund eine Grenze zu setzen. Oftmals sind unbewusste Glaubenssätze wie: „Wenn ich dem Hund jetzt ein NEIN gebe, kann er mich nicht mehr mögen. Er glaubt, ich mag ihn nicht mehr.“ Glaubenssätze haben aber nichts mit dem Geschlecht primär, sondern mit der Erziehung eines Menschen zu tun.In unserer Gesellschaft sollen Mädchen immer noch „lieb“ sein. Jungen dürfen auch gerne mal „frech“ sein. Diese unterschwelligen Denkmuster sorgen bereits bei kleinen Kindern für ein bestimmtes Verhalten in Konflikten. Einige Unterschiede im Erziehungsstil lassen sich so vielleicht erklären.

 

Wer ist geduldiger?

Wer ist geduldiger beim Hundetraining – Mann oder Frau?

Tina Jörg
Bei uns Zuhause? – Der liebe Jörg. Aber auch das hat etwas mit den persönlichen Konstitutionen eines Menschen zu tun, weiterhin natürlich auch mit dem Verständnis um ein anderes Lebewesen.Versteht man seinen Hund, räumt man automatisch auch mehr Verständnis für ihn ein. Mit diesem Wissen können wir erklären, warum der Hund in einer bestimmten Situation so reagiert und wir können ihn dabei unterstützen. Dadurch steigt auch die Geduld. :-)Dies ist jedoch kein Männer-Frauen-Problem, sondern auch wieder ein „individuelles“. Geduldig kann nur sein, wer auch den Hund versteht. Dazu gehören Interesse und ein gewisses Maß an Wissen um das Hunde- und Lernverhalten.Somit ist Geduld auf jeden Fall eine Frage der Persönlichkeit und nicht des Geschlechts.

 

Wen manipuliert der Hund?

Ein weiteres Vorurteil ist ja, dass sich Frauen öfter vom Hund um den Finger wickeln lassen. Ist das Quatsch oder ist da schon was dran?

Tina Jörg
Auch hier sitzen sowohl Mann als auch Frau in einem Boot. Ich kenne ebenso viele Männer wie Frauen, die sich von ihrem Hund um den Finger wickeln lassen.In einer Mensch-Hund-Beziehung geht es immer um Emotionen. Je näher uns unser Hund steht, desto kompromissbereiter sind wir. Hier gibt es tatsächlich wahrnehmbare Unterschiede zwischen Mann und Frau. Übertrieben formuliert könnte man sagen:

  • Männer merken nicht so leicht, wenn sie vom Hund manipuliert werden, reagieren aber entschlossen, wenn sie es bemerken.
  • Frauen dagegen bemerken Strategien von Hunden eher, gehen aber deshalb nicht sofort einen Konflikt mit dem Hund ein.

 

Persönliche Einstellung

Geht Jörg/Tina anders mit euren Hunden um als du?

Tina Jörg
Ich glaube, dass wir beide sehr ähnlich und gut an einem Strang ziehen. Dadurch, dass wir beide zudem kynologisch [Kynologie = Hundekunde] geschult sind, ist dies natürlich sehr entgegenkommend für uns.Aber natürlich diskutieren wir das eine oder andere Mal darüber, ob unser Hund Whopper nun ein rotes Halsband tragen muss oder eher darf. 😉 Tina und ich sind völlig unterschiedlich. Wir haben unser Ziel des Zusammenlebens abgestimmt, dabei übernimmt aber jeder andere Aufgaben.Dadurch gehen wir zwar unterschiedlich mit den Hunden um, diese wissen aber, dass es einen „großen Plan“ gibt und sie wissen immer, wer von uns beiden jetzt gerade die Ansagen macht und sind somit auch niemals verwirrt.

 

Wer hat die stärkere Bindung?

Ist die Bindung einer Frau zu ihrem Hund stärker, weil Frauen „feinfühliger“ sind?

Oder hat der Mann als „starkes Geschlecht“ bessere Karten? Erinnert das den Hund vielleicht ans Rudelleben und verhält er sich deswegen anders gegenüber dem Herrchen?

 

Tina Jörg
Natürlich kann es sein, dass Frauen eine stärkere Bindung haben, muss aber nicht.In einem Kinofilm wurde das einmal sehr passend beschrieben: „… Sie glauben nicht, WIE ernst die Lage ist! Er hat den Hund eines Mannes erschossen!“

Freundschaften zwischen Mann und Hund können SEHR intensiv sein.

Ich denke, nach etlichen Jahrzehnten der Aufklärung und der weiblichen Emanzipation ist uns allen klar, dass die Stärke der Männer vor allem in der Körperkraft liegt. Und diese ist weder im Wolfrudel noch in der Mensch-Hund-Familie ein Kriterium für Führungsqualitäten.Wenn jemand tatsächlich messen sollte, dass Hunde auf Männer besser reagieren als auf Frauen, dann liegt das wohl eher an der Angst vor Strafen als auf wirkliche Cheffähigkeiten.Hunde sind uns in den sozialen Strukturen sehr ähnlich. Als Chef haben wir gerne jemanden, der soziale Kompetenz, Empathie, Entscheidungskraft, Standfestigkeit und Loyalität vermittelt. Und genauso sehen Hunde das auch.

 

Noch einige Fragen zu den Hundetrainer-Ausbildungen, die ihr veranstaltet.

Gehen Männer anders mit Hunden um als Frauen?

Als Hundetrainerausbilder bildet Ihr fast täglich männliche und weibliche Hundetrainer aus. Fallen da Unterschiede (bei Mann und Frau) im Umgang mit dem Hund auf?

Wir freuen uns sehr, dass das Interesse sowohl bei Männern als auch bei Frauen rund um das Thema Hundetraining so beliebt ist. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Oftmals tritt dies bei der Frage auf, warum man sich einen Hund angeschafft hat:

Frauen wünschen sich einen „Vertrauten“ oder einen „Beschützer“; Männer wollen oftmals einen „Kumpel“.

Entsprechend ist das Verhalten auch angepasst. Absolut faszinierend ist die Beobachtung, wie sich das Verhalten verändert (oder auch nicht) bei der Aneignung von mehr kynologischem Wissen. Das ist während der Ausbildung sehr spannend, aber aufgrund der Individualität bei Hund und Mensch nur einzeln messbar.

Hunde von Paaren

Verhalten sich Hunde von Paaren unterschiedlich gegenüber ihrem Herrchen oder Frauchen?

Ein Hund verhält sich Menschen immer gegenüber so, wie sie auch behandelt werden. Baue ich eine gute gesunde Bindung zu meinem Hund auf, habe ich höchstwahrscheinlich keine Probleme mit ihm. Schenke ich meinem Hund jedoch keine Aufmerksamkeit, lenke ihn nicht durch den Alltag und vermittle ihm keine Sicherheit, so wird sich der Hund im Alltag auch nicht an mir orientieren. Dies ist geschlechterunabhängig.

Gibt es mehr Trainer oder Trainerinnen?

Einmal eine rein faktische Frage: Lassen sich mehr Männer oder mehr Frauen zum Hundetrainer/Trainerin ausbilden? Woran liegt das?

In unseren Ausbildungsgängen gibt es ein „ungeschriebenes Gesetz“. Witzigerweise gibt es fast immer den einen Quotenmann. In unseren Ausbildungen sind sehr viele Frauen und weniger Männer vertreten.

Allerdings kann es bei anderen Anbietern ganz anders aussehen. Es gibt dennoch viele männliche Hundetrainer, die Hundeschulen eröffnen oder schon lange als Trainer arbeiten. Trotzdem lässt sich ein Trend feststellen, dass sehr viele Frauen gerne mit Hunden arbeiten möchten. Männer sind in der Jagdszene stärker vertreten als Frauen.

Trainer für Männer; Trainerinnen für Frauen?

Lassen sich Frauen lieber von Hundetrainerinnen und Männer lieber von Hundetrainern ausbilden, oder spielt das bei den angehenden Trainern keine Rolle?

Nein, diesen Trend konnten wir beobachten. Wichtiger als das Geschlecht ist vorhandenes Fachwissen. Der Hundetrainer sollte eine gute Ausbildung genossen haben und seinen Kunden kompetent mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Fazit: Gibt es weibliche und männliche Hundeerziehung?

Das Klischee sagt: Der Hund eines Mannes ist ein gehorsamer, jederzeit bereiter Begleiter, der mit ihm durch Dick und Dünn geht und aufs Wort hört. Der Hund einer Frau ist eher verschmust, beherrscht die Hundefibel vielleicht nur mäßig gut, ist dafür aber bereit, sich stundenlang kraulen, hegen und pflegen zu lassen.

Diese Hunde gibt es. Aber hier von Männerhunden und Frauenhunden zu sprechen und sie als Schablone über das echte Leben zu legen, passt genau so wenig wie andere Geschlechterklischees. Sicherlich findest du als Frau Eigenschaften in dir, die eher männlich sind; und als Mann hast du auch eine weibliche Seite.

Es ist also nicht vorraning das Geschlecht, sondern die Persönlichkeit, die sich auf deinen Erziehungsstil bei Hunden auswirken. Mit einer gesunden Selbsteinschätzung kannst du eigene Stärken und mögliche Schwachstellen herausfinden:

Wenn du schon Kinder hast, sieh dir an, welche Aspekte der Kindererziehung du oder deine Frau/dein Mann besser hinbekommen. Das gibt dir Hinweise für die Erziehung deines Hundes, denn da wird es kaum anders sein.

Oder sieh dir an, welche Rolle du im Freundeskreis und in Menschengruppen einnimmst. Bist du eher eher dominant oder ruhig? Suchst Du immer den harmonischen Mittelweg oder gibts du den Ton an? Kannst du schwer nein sagen oder schwimmst du gern mal gegen den Strom?

All diese Eigenschaften schlagen sich auch in der Beziehung zu einem Hund nieder. Und aus jeder kannst du gutes Potential ziehen, wenn du deine eigenen Verhaltensweisen kennstt und sie entsprechend nutzst.

Oft ist da auch ein Rat von außen hilfreich: Du kannst einen Freund oder eine Freundin des anderen Geschlechts oder jemandem mit einem ganz anderen “Temperament” oder Persönlichkeitstypen zur nächsten Trainingseinheit mit deinem Hund mitnehmen. Bitte ihn oder sie, dir zu sagen, was du besser (oder anders) machen könntest. Dies liefert wertvolle Impulse für das Verhältnis zwischen dir und deinem Hund.

Abschließend bleibt zu sagen: Ja, es gibt unterschiedliche Erziehungsstile und in Teilen sind diese gesellschaftlich geprägt. Es gibt “typisch weibliche” und “typisch männliche” soziale Schubladen und Zuordnung, die unser Verhalten auch durchaus prägen.

Aber es gibt nicht die eine typische Hundeerziehungsweise durch Männer und eine andere durch Frauen. Wichtig ist einfach, darauf zu achten, sich für den Hundetypen zu entscheiden, der gut zu den Anforderungen, Wünschen und der eignenen Persönlichkeit passt. Davon profitiert dann auch der Hund.

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1 KOMMENTAR

  1. Hallo!!
    Habt ihr irgendwelche Literatur zu diesem Thema männliche und weibliche Humdetrainer Unterschiede? Würde gerne meine Arbeit für die Tiertrainerausbildung über dieses Thema schreiben, finde jedoch keine Literatur 🙁 könnt ihr mir helfen?
    LG

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