Clickertraining: Was ist das überhaupt?

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Willst du deinem Hund etwas beibringen? Dann könnte das Clickertraining eine geeignete Methode für dich sein!

Was ist ein Clicker?

Der Clicker (oder Klicker) ist ein Gegenstand, der ein ähnliches Geräusch von sich gibt wie ein Knackfrosch. Vielleicht kennst du dieses Spielzeug noch? Bei Knackfrosch wie auch Clicker wird eine Feder gespannt. Schnell wieder gelöst erzeugt sie so ein akustisches Signal: das Clicken.

Das Training mit Clicker ist bei fast jedem Tier möglich. Es wird nicht nur bei Hunden angewandt, sondern auch bei Katzen, Delfinen, Pferden, Vögeln und Amphibien. Auch bei Zootieren wie Elefanten setzten die Pfleger den Clicker an, zum Beispiel um auf den Besuch des Tierarztes vorzubereiten. Gerne setzt man es auch für den bevorstehenden Besuch des Tierarztes bei Zootieren wie Elefanten ein. Der Pfleger bringt dem Tier bei, auf Kommando das Bein zu heben oder das Maul zu öffnen. Das erleichtert den Tierarztbesuch ungemein. Zusätzlich nimmt es dem Tier die Angst. Auch den Alltag kann der Clicker dir erleichtern.

Kleine Frage zwischendurch: Hand aufs Herz: Wie gut beherrscht dein Hund die Grundkommandos? “Vergisst” er aus heiterem Himmel, wie “Sitz” oder “Platz” funktioniert, obwohl du es ihm beigebracht hast? Du willst, dass dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest? Dann schaue dir doch mal unsere kostenlose Videoserie “Gelernt ist gelernt” an. Jetzt starten

Iwan Pawlow und das Clickertraining

Iwan Pawlow lebte um die Wende zum 20. Jahrhundert. Der russische Verhaltensforscher ist vor allem für den Pawlowschen Hund bekannt. 1905 erbrachte er den Beweis, dass Verhaltensmuster auf Reflexen beruhen können. Damit entdeckte er das Prinzip der klassischen Konditionierung, das bis heute bekannt ist. Was hat das nun mit dem Clickertraining zu tun? Ganz einfach: Das Clickertraining folgt genau diesem Prinzip. Um das zu verstehen, schauen wir uns den Pawlowschen Hund näher an.

Die Versuchsanordnung war einfach. Jeder Hundefütterung ging ein Glockenton voraus. Mit der Zeit verknüpfte der Hund das eigentlich neutrale Tonsignal mit dem Erhalt von Futter. Dadurch wurde der Klingelton für den Hund zu einem konditionierten Reiz. Der Hund lernte, dass der Glockenton mit der bevorstehenden Fütterung gleichzusetzen war. Pawlow stellte dies anhand der Speichelproduktion fest.

Unser Clickertraining erfolgt nach eben diesem Prinzip. Für Pawlow und die Verhaltensforschung war die Konditionierung ein Durchbruch. Das kann sie, richtig angewandt, auch für dein Training sein.

Clicker: Richtig beibringen und einsetzen

Als erstes solltest du deinen Hund auf das Geräusch des Clickers konditionieren. Konkret heißt dies, dass du deinem Hund ein Leckerli gibst, sobald du den Clicker betätigst. Zunächst muss dein Hund nichts dafür tun. Du clickst und gibst ihm sofort ein Leckerli. Später drückst du den Clicker nur, wenn der Hund seine Sache gut gemacht hat.

Die richtige Reihenfolge ist:

  1. Erwünschtes Verhalten
  2. Click
  3. Leckerli

Ganz wichtig: Der Verknüpfungszeitraum von Hunden und Katzen liegt unter drei Sekunden. Du musst deinen Hund daher direkt nach dem Click belohnen. Sonst verpufft der Effekt, nämlich dann, wenn du ihn zu spät einsetzt. Dein Hund sieht dann keinen Zusammenhang mehr zwischen Click und Belohnung. Dementsprechend gleicht dein Hund sein Verhalten nicht auf das Clicker-Geräusch an.

Kurze Info: Sitz, Platz und Bleib funktionieren nicht immer, obwohl du deinem Hund die Kommandos beigebracht hast? Das ist frustrierend! Aber hey, das biegst du ganz einfach hin. Klick doch mal hier, damit dein Hund immer versteht, was du von ihm möchtest! Diese Videos helfen dir bestimmt

Clickertraining: Häufige Anfängerfehler

Eines der Clicker-Kernprinzipien ist es, jedes Verhalten deines Hundes sofort zu verstärken. Du brauchst daher eine gute Reaktion und ein gutes Timing. Ohne diese kann der gesamte Trainingseffekt schnell kippen und negative Effekte nach sich ziehen. Anfänger clickern häufig zu spät. Damit verstärken sie dann nicht mehr die gewünschte Reaktion, sondern ein ganz anderes Verhalten.

Einige Hundehalter nutzen den Clicker auch als eine Art Hundepfeife. Sie clickern dann, wenn der Hund sich gerade nicht abrufen lässt. Scheinbar haben sie Erfolg: Der Hund kommt angelaufen. Natürlich, denn er will sich seine Belohnung abholen! Aber wenn du so handelst, bestätigst du deinen Hund nicht fürs Kommen. Im Gegenteil: Du bestätigst und belohnst ihn dafür, dass er sich nicht hat rufen lassen.

Ebenfalls vermeiden solltest du achtloses Herumspielen mit dem Clicker, wenn dein Hund dabei ist. Dein Hund unterscheidet nicht zwischen diesem Spielen und der gezielten Anwendung. Konzentriere dich mit dem Clicker und führe dir immer vor Augen, welches Verhalten du fördern willst!

Wie lange braucht dein Hund zur Konditionierung? Eine Faustregel gibt es nicht. Jeder Hund ist individuell. Je nach seinen Anlagen dauert es unterschiedlich lange, bis ihr eine Grundlage für erfolgreiches Clickertraining erarbeitet habt.

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