Was kostet Barfen?

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Was kostet Barfen?

Frisch wird oft mit teuer gleichgesetzt. Das ist auch beim Barfen so. Und so wird das Thema „Frisches Futter für den Hund“ oft nicht weiter verfolgt. Dabei ist Barfen gar nicht so teuer, wie man vielleicht denkt, und auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Geld zu sparen.

Futter benötigt dein Hund so oder so. Die Menge richtet sich nach der Größe deines Hundes und nach seiner Aktivität. Wir rechnen das einmal anhand von zwei Hunden durch. Keiner der beiden Hunde hat gesundheitliche Besonderheiten.

Nahrungsbedarf von Hunden

Kleiner Hund mit 8 kg

Ein kleiner Hund von 8 kg benötigt bei mittlerer Aktivität eine Futtermenge von ca. 220g am Tag, davon ca. 150g Fleisch.

Die meisten Barfer nutzen Tiefkühlfleisch. Erhältlich ist es in verschiedenen Portionsgrößen in Barf-Läden. Auch Tierfuttergeschäfte oder Barfshops im Internet führen dieses Fleisch. Bei einem kleinen Hund wirst du am ehesten zu 500g Portionen greifen. Je nach Fleischsorte liegen die Kosten zwischen 1,50 € (Pansen) und 2,50 € (Truthahnfleisch).

Knochen sind meist noch günstiger, Wild- oder Straußenfleisch entsprechend teurer. Wir gehen also von 2 € durchschnittlichem Preis für Fleisch aus. Der Fleischanteil von 150g kostet damit 0,60 € pro Tag.

Dazu kommen ca. 70 Gramm Obst und Gemüse bzw. Reis oder Getreide, je nachdem, was du füttern möchtest. Dies schlägt mit geschätzten 0,10 € zu Buche.

Bei 0,70 € am Tag kannst du deinen kleinen Hund also für rund 20 € im Monat mit frischem Futter ernähren. Ein hochwertiges Trockenfutter liegt bei ca. 5-6 €/kg. Ausgehend von einer Futtermenge von 110g/Tag sind die Kosten damit durchaus vergleichbar.

Großer Hund mit 40 kg

Ein großer Hund mit 40kg benötigt bei mittlerer Aktivität ca. 1kg Futter. Bei einer Fleischmenge von 700g kannst du natürlich entsprechend größere Mengen kaufen und landest bei einem Kilopreis von ca. 2,50 €. Das macht 1,75 € für Fleisch. Die notwendige Menge Obst und Gemüse schlägt mit etwa 0,30 € auf.

Insgesamt kannst du mit deinem großen Hund für rund 2 € am Tag barfen. Da auch das Trockenfutter in größeren Gebinden günstiger wird, passt auch hier der Vergleich mit einem hochwertigen Trockenfutter.

Wie kann ich beim Barfen sparen?

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Vielleicht hast du ja das Glück, in deiner Nähe einen Fleischer zu haben, der noch selbst schlachtet. Denn hier landen die leckeren Sachen wie Pansen, Lunge oder Schlundfleisch oft im Abfall. Es lohnt sich daher, beim Fleischer oder Schlachter nach Fleischresten und Innereien für den Hund zu fragen. Vielleicht ist dieser sogar so nett, sie gegen einen kleinen Aufpreis in passende Happen zu schneiden oder zu wolfen und zu vakuumieren.

Reis oder Haferflocken sind besonders günstige Futter-Bestandteile. Wenn der Hund diese verträgt und du nicht aus anderen Gründen auf Getreide und Reis verzichten möchtest, sind sie eine gute Ergänzung. Sie sollten aber nur einen relativ geringen Anteil an der gesamten Futtermenge ausmachen.

Wenn du ungespritztes Obst und Gemüse verwendest, können auch die „Abfälle“ in den Hundenapf wandern. Schrumpelige Äpfel oder Gemüse mit Druckstellen kann man auf dem Markt oft günstig bekommen. So kannst du den Speiseplan deines Hundes auch mit schmalem Geldbeutel abwechslungsreich gestalten. Generell lohnt es sich, Obst und Gemüse der Saison zu verwenden.

Du siehst also: Barfen kostet nicht wesentlich mehr als das Fast Food-Trockenfutter. Allenfalls musst du dir nach einem festen Plan ein wenig Gedanken machen. Verbinde das doch gleich damit, auch für dich gesünder einzukaufen!

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