Teilbarfen: Ein Goldener Mittelweg?

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Teilbarfen

Barfen ist die Abwendung von der Futtermittelindustrie. Statt Fertigfutter fütterst du deinem Hund Rohkost. Das ist gesünder und individueller, macht aber deutlich mehr Aufwand. Ist Teilbarfen eine Lösung oder zerstört es den Vorteil?

Warum überhaupt Barf?

Fertigfutter für Hunde ist zwar praktisch, aber als gesund kann es nur die Futtermittelindustrie bezeichnen. Hier gilt die Regel: Erlaubt ist, was nicht sichtbar schadet. Ein Hersteller, der nicht nach dieser Devise verfahren würde, könnte sich auf dem Markt nicht behaupten. So ist leider jede Menge Abfall in den von der Werbung vollmundig angepriesenen Dosen und Trockenfuttersäcken.

Die Alternative ist Barfen, also das Füttern mit Rohfleisch, Knochen und Gemüse. Das ist aufwendiger und daher greifen viele Hundehalter doch zum Fertigfutter. Aber es gibt auch Fertigbarf!

Was ist Teilbarfen?

Du kannst aber einen Mittelweg wählen. Dann ersetzt du wenigstens einen Teil des Fertigfutters durch Rohfleisch und andere Barf-Zutaten (Gemüse, Reis, Milchprodukte). Hierbei gilt: Je höher der Fertigfutteranteil ist, umso höher sollte der Fleischanteil des Teilbarfens sein. Denn Getreide oder Reis ist in den meisten Trockenfuttersorten reichlich enthalten. Eine Ausnahme sind die relativ teuren getreidefreien Futtersorten. Diese solltest du generell bevorzugen, wenn du nicht ganz auf das Fertigfutter verzichten willst.

Welche Vorteile hat Teilbarfen?

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Das Teilbarfen eignet sich auch als Einstieg ins Barfen oder wenn du das Barfen vorerst nur ausprobieren willst. Du musst ja schauen, wie es deinem Hund bekommt. So kannst du dich und deinen Hund an das Barfen gewöhnen. Achte auf jeden Fall auf die Wahl des richtigen Fleisches!

Übrigens ist Barfen auch nicht viel teurer als Fertigfutter: Hier findest du einen Artikel über die Kosten des Barfens..

Hier ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, du hast einen 25 kg schweren Hund. Er hat einen Eiweißbedarf von mind. 50 Gramm pro Tag. Idealerweise sollte das Eiweiß von tierischen Quellen stammen, also vom Fleisch. Nun nimmst du ein Kilo Fleisch für rund 3 Euro aus dem Sonderangebot (Proteingehalt: ca. 200 Gramm reichen für maximal 4 Tage). Hinzu kommen noch ein Kilo Reis und ein paar Möhren. Nun hast du preiswerte 4 Euro bezahlt und hast für 4 Tage ein gesünderes Futter, als du mit der gleichen Menge in Dosen eingekauft hättest.

Hat Teilbarfen Nachteile?

Nachteile hat das Barfen überhaupt nicht, also hat das Teilbarfen auch keine Nachteile. Denn auch ein kleiner Anteil Frischfleisch ist besser als gar keiner.

Die bezahlten „Experten“ der Fertigfutterindustrie sehen das anders. Sie behaupten, dass eine ausgewogene Ernährung von den Hundehaltern nicht selbst bewerkstelligt werden kann. Seltsam, dass unsere Haushunde es jahrhundertelang geschafft haben, ohne Fertigfutter gesund zu leben.

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7 KOMMENTARE

  1. das ist eine absolut akzeptabele Lösung. Denke auch für den Hund ist es ok, wenn er mal zwischendurch, vor allem, wenn man verreist oder unterwegs ist, mit gut bewertetem Trockenfutter ernährt wird.

  2. Hallo an alle Hunde-Freunde! Barfen ist wirklich überhaupt kein Mehraufwand. Zeitlich gesehen kann man für ca. eine Woche das Gemüse vorpürieren und im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem gibt es sicher in jeder Nähe auch ein Geschäft für Hundenahrung in dem bereits vorgepacktes Barf-Fleisch tiefgefroren zum Kauf angeboten wird. Super praktisch. Einfach tiefgefroren mitnehmen, ab in den Gefrierschrank und über Nacht für den nächsten Tag auftauen und wieder in den Kühlschrank (je nach Mengenbedarf). Kostentechnisch ist es tatsächlich mit dem Trockenfutter-Verbrauch gleich zu setzen.
    Toller Vorteil: man hat immer frisches Gemüse zu Hause, was auch für den Menschen gut ist :-) Ein paar Ölsorten, die man auch selber nutzen kann … Für mich hat das Barfen nur Vorteile und es ist so toll zu sehen, dass unsere Fellnase es kaum abwarten kann bis er zum Napf darf. Das Trockenfutter mussten wir ihm früher immer mit etwas Thunfisch aus der Dose schmackhaft machen. Ist jetzt überhaupt nicht mehr nötig.

  3. Hallo ihr Zwei!
    Vielen lieben Dank für euer Feedback. :)
    Wir von hudoba (Teil)Barfen selber und unsere Hunde finden es klasse. Mittlerweile gibt es ja auch immer mehr Geschäfte, die schon richtige „Menus“ anbieten, mit den unterschiedlichsten Zutaten.
    Habt ihr auch einen Barfladen eures Vertrauns oder mixt ihr euch eure „persönlichen“ Menus selbst zusammen?

    Ich freue mich auf eure Antworten.

    Liebe Grüße,
    Birthe vom hudoba-Team

  4. Ich teilbarfe auch, weil ich mit meinem 40kg Hund sonst ein logistisches Problem hätte. Es macht mir Spass, ihm eine gesunde Mahlzeit zuzubereiten, die er auch noch mit viel Appetit verputzt.

    • Hi Leonie,
      da ist schon was dran. 😉 Wenn man keine große Kühltruhe „über“ hat, wo man alles drin lagern kann, wird es schon etwas eng. Aber toll, dass ihr Zwei diesen Weg der Fütterung gefunden habt und dass es dem Hund schmeckt ist ja sowieso das Wichtigste. :)

      Liebe Grüße,
      Birthe vom hudoba-Team

  5. mein Hund hat erhöhte Harnstoffwerte. Der TA möchte erst das Futter umstellen auf Seniorenfutter (jack russel 6 jahre). Füttere zur Zeit Nassfutter mit grringerem Eiweiß- und Proteingehalt. Trockenfutter erbricht er seit neuestem. Er schlingt das Trockenfutter allerdings auch, leider brachte eine Napferhöhung auch nix. Nun denke ich über das Teilbarfen als Einstieg nach. Werde aber doch erst mit dem TA Rücksprache halten ob ich irgendwas besonderes beachten soll.
    Wenn ihr Tipps habt,immer her damit.

    LG Sabine

  6. Wir überlegen auch unsere FB zu barfen…oder zumindest teilweise zu barfen. Ich habe auch schon einen tollen Shop gefunden…zwar nicht in direkter Nähe aber dieser Shop liefert auch bzw. schickt auch zu. Ich bzw mein Mann und ich gehen die Tage in den Shop zur Beratung. Ich kann Euch ja dann mal von meinen Erfahrungen betichten. ☺

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