Fernstudium zum Hundetrainer: Interview mit Kristina Falke

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Interview mit Kristina Falke: Fernstudium zum Hundetrainer

Schon vor einigen Tagen stellten wir das Fernstudium zum Hundetrainer vor. Zudem sprachen wir mit Kristina Falke von Ziemer & Falke, dem Schulungszentrum für Hundetrainer und Ausbildungszentrum für Mensch und Hund.

Zusammen mit Jörg Ziemer bildet sie Hundetrainer in der gesamten Bundesrepublik aus. Seit jüngster Zeit sind die beiden auch in Österreich tätig.
Weitere internationale Ausbildungen zum Hundetrainer sollen folgen. Uns interessierte heute aber besonders der Fernstudiengang, Hundetrainer@home.

„Hundetrainer@home“ – was darf ich mir darunter vorstellen?

Hinter dem Begriff Hundetrainer@home steckt eine umfangreiche Ausbildung zum Hundetrainer in Form eines Fernstudiums. Dadurch haben auch interessierte Menschen die Möglichkeit unsere fundierte Hundetrainerausbildung zu absolvieren, wenn sie örtlich gebunden sind.

Wie genau darf ich mir dieses Fernstudium vorstellen? Was unterscheidet es von der Ausbildung zum Hundetrainer „vor Ort“?

Die „TeilnehmerInnen@home“ erlernen exakt dieselben Fertigkeiten wie bei unseren seminargebundenen Kursen. Nur erarbeiten sie sich die theoretischen Einheiten selber. Sie bekommen dazu einmal im Monat ein sehr ausführliches Skript zugesendet, das sie zu den Zeiten und am Ort ihrer Wahl durcharbeiten können.

Außerdem gilt eines unserer Leitmotive, nämlich die Menschlichkeit, auch in dieser Form der Ausbildung. Für uns ist es wichtig, dass wir die TeilnehmerInnen nicht nur vor und während ihrer Ausbildung zum Hundetrainer begleiten. Wir wollen auch anschließend weiterhin als kompetenter Ansprechpartner zur Seite stehen, wenn die praktische Arbeit beginnt. Somit finden Teilnehmer – und sie kommen mittlerweile aus ganz Europa – immer und schnell einen Ansprechpartner für ihre Fragen.

Apropos praktische Arbeit: Wird den TeilnehmerInnen in diesem Fernstudium auch die praktische Arbeit mit dem Hund vermittelt?

Auf jeden Fall! Für viele ist dies das wichtigste Element bei der Hundetrainerausbildung. Genau darauf legen wir auch bei unseren „Hundetrainer@home“–Kursen größten Wert!

Alle zwei Monate finden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Praxiseinheiten statt. In diesen lernen die TeilnehmerInnen die verschiedenen Trainingsformen und -methoden kennen. Dabei geht es außerdem darum, den Trainingsstand eines Hundes sowie seinen aktuellen Gemütszustand lesen zu lernen. Zusätzlich simulieren wir die ersten Einzel- und Gruppenstunden.

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich auszuprobieren. Wir arbeiten auch mit Videoanalysen und geben unseren Teilnehmern sofort ein Feedback zu ihren Arbeitsweisen. Das ist – speziell für angehende – Hundetrainer sehr wichtig. Ebenfalls wichtig ist, dass das Qualitätspaket stimmt. Unsere Dozenten sind extra für den Hundetrainer@home-Bereich geschult. Der Unterricht findet in Kleingruppen statt – maximal 6 Teilnehmer.

Wo finden denn diese Praxistage statt?

Derzeit können die Praxistage an drei unterschiedlichen Orten absolviert werden. Für die TeilnehmerInnen aus dem hohen Norden in Großenkneten (Landkreis Oldenburg), für diejenigen, die aus Mitteldeutschland kommen, bieten wir die Praxistage in Königswinter an. Und für alle süddeutschen TeilnehmerInnen hier in München. Weitere Standorte sind bereits in Planung.

Was benötigen die TeilnehmerInnen@home für ihr Fernstudium bei Ziemer & Falke? Müssen sie einen eigenen Hund haben? Wie verträglich muss dieser sein? Reicht ein Smartphone aus oder wird ein PC/Notebook eventuell sogar ein Drucker benötigt?

Kristina Falke: Ausbilderin für HundetrainerZunächst einmal zum Thema Hund. Die TeilnehmerInnen können selbstverständlich gerne ihre eigenen Hunde mitbringen. Sie müssen es jedoch nicht, denn bei Bedarf stellen wir ihnen gerne einen Hund zur Verfügung.

Das Wohl der Hunde geht auf jeden Fall vor. Wenn ein Teilnehmer befürchtet, dass sein Hund stark auf andere Hunde reagiert, sollten wir vorher auf jeden Fall einmal darüber sprechen. Vielleicht ist es gar nicht in seinem Sinne, ihn mitzubringen. Das kann der Fall sein bei einem Hund mit einer hohen Aggressionsbereitschaft oder mit Stress. Dennoch sind alle Typen Hund herzlich willkommen.

Gleichzeitig schauen wir aber, dass jeder der angehenden Hundetrainer eine Herausforderung und entsprechende Lernerfolge hat. Das bedeutet: Wenn der eigene Hund bereits alles kann, stellen wir gerne fremde Hunde – auch mit dem einen oder anderen spannenden Problem. Daran lernt der Teilnehmer entsprechend viel.

Was das Medium angeht: Derzeit wird noch ein PC, Notebook oder Laptop benötigt, um zum Beispiel die monatlichen Hausaufgaben durchzuarbeiten. Die Skripte werden bis dato in Papierform zugesendet. Wir sind jedoch gerade auf dem besten Weg unser Fernstudium zum Hundetrainer komplett umzustellen. Dabei werden wir es auch Smartphone-fähig machen. Unsere TeilnehmerInnen können so selbst auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit online ihr Wissen zu erweitern. Auch die monatlichen Hausaufgaben können sie dann bearbeiten und ihr Wissen festigen. Das schont auch die Umwelt!

Das Thema „Hundetrainer-Zertifizierung“ vor den Tierärztekammern ist in Hundetrainerkreisen in aller Munde. Wie gut bereitet Ihre Ausbildung zum Hundetrainer auch im Fernstudium darauf vor?

Gut, dass Sie das ansprechen. Gerade die Vorbereitung auf die Zertifizierung vor den Tierärztekammern haben wir uns auch für unseren Hundetrainer@home zum Ziel gemacht. Für viele HundetrainerInnen ist es zu Recht ein wichtiger Aspekt bei der Wahl des Ausbilders.

Ich selber habe meine Zertifizierung vor der Tierärztekammer Schleswig-Holstein abgelegt und Jörg hat sie in Niedersachsen absolviert. Auch habe ich die Zertifizierung für das Land Österreich als tierschutzqualifizierter Hundetrainer erworben, um nach den neuesten wissenschaftlichen Methoden zu unterrichten.

Viele unserer Teilnehmer arbeiten ebenfalls darauf hin, da die Zertifizierung, der bisher am besten anerkannte Qualifikationsnachweis ist. Die Standards für die Umsetzung des § 11 Absatz 1 Nr. 8 f Tierschutzgesetz (TSchG) sind bisher noch nicht festgelegt. Jedoch ist bereits sicher, dass unter anderem die Zertifizierungen vor den Tierärztekammern anerkannt werden.

Lassen Sie uns noch einmal auf die Ausbildung zurückkommen, Frau Falke. Was sind die genauen Inhalte Ihrer Hundetrainerausbildung?

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Da gehe ich gerne näher drauf ein, indem ich Ihnen einige Themenbereiche nenne:

Das sind zum Beispiel verhaltensbiologische, also ethologische Grundlagen. Es geht viel um das Lernverhalten des Hundes und die dazugehörige Kommunikation sowie deren Differenzierung von der menschlichen Kommunikationsweise.

Allerdings gehören auch Anatomie und häufig vorkommende Krankheitsbilder zu der Ausbildung zum Hundetrainer. Zu guter Letzt wollen wir ja auch auf die praktische Arbeit als Hundetrainer vorbereiten. Deshalb vermitteln wir neben den praktischen Trainingsmethoden auch die Methodik und Didaktik des Lehrens. Wir sprechen mit unseren Teilnehmern auch über die Unternehmensführung sowie das dazugehörige Management.

Da sich die Arbeit eines Hundetrainers nicht nur auf den Hund bezieht, ist es sehr wichtig, dass wir den Hundetrainer auch in der Kommunikation mit dem Menschen schulen. Er muss die Beziehung zwischen Hund und Halter richtig einschätzen können. Darin liegt auch ein wichtiger Schwerpunkt während der Ausbildung.

Wie wird das Wissen vermittelt und gefestigt bzw. überprüft?

Die Skripte sind extra so aufgebaut, dass es unseren es unseren TeilnehmerInnen@home leicht fällt, die Inhalte in Eigenregie zu erlernen. Das heißt, sie sind sehr ausführlich und mit vielen praxisnahen Beispielen untermalt. Zur Überprüfung des Lernerfolgs bieten wir in unseren Kursen einerseits ein „Hausaufgabenportal“ an, so dass die monatlichen Themen online noch einmal nachbearbeitet werden können. Dadurch wird der Wissensstand nicht nur abgefragt, sondern auch gefestigt.

Außerdem haben alle TeilnehmerInnen nach Abschluss des Fernstudiums zum Hundetrainer die Möglichkeit an einer internen Prüfung teilzunehmen. Diese Prüfung beinhaltet sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen.

Wer diese Prüfung besteht, ist wirklich gut vorbereitet, um vielen Mensch-Hund-Teams mit viel Spaß zu Trainingserfolgen zu verhelfen!

Frau Falke, herzlichen Dank für das Interview!

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2 KOMMENTARE

  1. guten tag
    ich hätte dazu nur eine frage was würde mich das kosten
    da ich nur auf 400 euro arbeite wegen hund mein mann ist also fast allein verdiener und ich liebe hunde

    • Liebe Kerstin Stadie,
      gerne können wir Sie beraten, welche Ausbildung für Sie die geeignete ist. Auch gibt es Möglichkeiten der Finanzierung.
      Schicken Sie doch bitte eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@ziemer-falke.de, sodass wie uns mit Ihnen in Verbindung setzen können.

      Liebe Grüße
      Elena Fischer

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