Hundefriseur: Fellpflege für Vierbeiner

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Hundefriseur (Groomer) bei der Arbeit

Hundefriseure oder Groomer kümmern sich um die Haarpracht der Vierbeiner. Die Ausbildung ist staatlich nicht anerkannt. Wer als Hundefriseur arbeiten will, muss zudem meist in die Selbstständigkeit gehen.

Die Tätigkeit als Hundefriseur

Als Hundefriseur bist du zuständig für die Haar- und Hautpflege von Hunden. Darüber hinaus stellst du sicher, dass das Aussehen den Rassestandard der FCI erfüllt. Die genauen Aufgaben sind dabei variabel. Sie hängen ab von deiner Kundschaft und deren Zahlkraft. Auch die häufigsten Hunderassen in deinem Geschäft wirken sich aus. Rasse und Größe der Tiere spielen eine Rolle beim Zeitaufwand und der Bezahlung. Der tatsächliche Aufwand entscheidet. Wenn in deinem Gebiet kleine Hunde mit leicht zu pflegendem Fell vorherrschen, musst du recht viele Hunde pro Tag „groomen“. Größere Rassen und Hunde mit mehr Haar brauchen mehr Pflege als kleine Kurzhaar-Hunde. 3-8 Hunde pro Tag sind meist nötig, um über die Runden zu kommen. Die Zahl schwankt wegen der Teils großen Unterschiede zwischen einzelnen Hunderassen. Auch dein Können und die Wünsche deiner Kunden sind wichtig. Eine Bedarfsanalyse vor Ort ist daher sehr zu empfehlen!

Ausbildung zum Hundefriseur: Keine geregelte Ausbildung

Der Beruf des Hundefriseurs ist relativ jung. Sie ist staatlich nicht anerkannt. Daher gibt es auch keine staatlich reglementierte Ausbildung. Jeder kann „Hundefriseur“ oder „Groomer“ nennen. Wissen oder Können muss er nie nachgewiesen haben.
Wenn es keine feste Ausbildung mit verbindlichen Lehrinhalten gibt, fällt es einer Branche relativ schwer, eine Grundqualität zu gewährleisten. Praktisch jeder kann eine Schere nehmen und sich selbst als Hundefriseur bezeichnen. Viele Hundesalons werben mit einer „Scherschule“ und bieten sogenannte „Ausbildungen“ zum Hundefriseur an. Die Ausbildungsinhalte werden jedoch von der jeweiligen Schule selbst festgelegt. Sie sind daher recht unterschiedlich. Die Kurse und Lehrgänge werden von den Scherschulen in Eigeninitiative durchgeführt. Eine externe Kontrolle gibt es nicht. In ihrem Umfang und ihrem Preis unterscheiden sich die Kurse teils deutlich.

Ein guter Kurs vermittelt theoretische Kenntnisse über die Pflege von Hunden. Dazu zählen nicht nur die Haare sondern auch Anatomie, Zahnpflege und mehr. Wichtig ist, im praktischen Teil an verschiedenen Hundearten üben zu können. Schau auch ruhig auf die Kundschaft des Ausbilders: Manche sind Spezialisten für eine einzige Rasse – das ist zum Zeitpunkt der Ausbildung eher nicht sinnvoll. Hilfreicher ist, an vielen unterschiedlichen Hunden üben zu können – und im Anschluss mit Kunde und Lehrer zu besprechen, was man verbessern oder anders machen könnte.

Hundefriseur werden: Voraussetzungen

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Wenn du dich für den Beruf Hundefriseur entscheidet, solltest du schon über Erfahrungen mit unterschiedlichen Hunderassen verfügen. Ein gewisses handwerkliches Geschick solltest du mitbringen. Ebenso ein gutes Empfinden für Ästhetik und praktisches Denken. Denn als Hundefriseur musst du lernen, die Wünsche deiner Kunden umzusetzen. Du solltest zudem einen Blick für die Anatomie des Hundes besitzen. Manche Wünsche sind einfach nicht erfüllbar. Bedenke auch, dass du den größten Teil deiner Arbeitszeit im Stehen verbringst!

Häufig werden nur wenige Hundefriseure in einem anderen Hundesalon eingestellt. Oft werden auch nur die eigens ausgebildeten übernommen. Somit ist der Weg in die Selbstständigkeit meist unumgänglich. Grundlegende Unternehmerqualitäten helfen dir. Du musst dich auseinandersetzen mit Themen wie Management und Marketing. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Fähigkeit zum Umgang mit Menschen. Die sind schließlich die eigentlichen Kunden.

Groomerschulen / Scherschulen

Inzwischen gibt es auch in Deutschland mehrere Groomerschulen. Der Berufsverband der Groomer e. V. hält eine ausschließliche Ausbildung im laufenden Betrieb für wenig sinnvoll. Bei der Auswahl der richtigen Groomerschule solltest du zudem auf folgende Kriterien achten:

  • Transparenz: Ist klar, wie die Ausbildung abläuft und was du lernst? Welche Kosten entstehen?
  • Theorie und Praxis: Nur ein Bereich bringt wenig – eine Kombination ist wichtig.
  • Betriebsführung: Werden dir auch notwendige Fertigkeiten zur Geschäftsführung vermittelt?
  • Lehrqualität: Welche Lehrmaterialien stehen zur Verfügung? Sind sie aktuell? Wer sind die Lehrer und Ansprechpartner? Sympathie macht viel aus!
  • Lernmaterialien: Bevorzugst du E-Learning, Bücher, Frontalunterricht, Einzelcoaching …?
  • Professioneller Umgang: Mit Hunden, Kunden und Schülern. Hospitieren kann sich lohnen und sollte von einer guten Schule ermöglicht werden
  • Reputation: Ist eine Schule landesweit bekannt? Gibt es Empfehlungen? Hat der Ausbilder selbst lang genug als Groomer gearbeitet?
  • Zeitgemäße Pflege: Festgefahrene Ansichten und Handgriffe sind nicht sinnvoll. Trendsetter unter den Groomern bieten Inspiration – aber auch das sollte nicht übertrieben sein.

 

Wichtig ist dabei eben auch, was du erwartest: Soll es eine grundlegende Ausbildung sein, von der aus du dich selbst weiterentwickelst? Willst du im Anschluss direkt ein eigenes Geschäft eröffnen, übernommen werden oder nur als Hobby Hunde frisieren? Deine Hunde oder andere?

Einige Groomerschulen bzw. Scherschulen:

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