Schlittenhund – Lasttier, Zugtier, Leistungssportler

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Schlittenhund: Der Beruf für Hunde wandelte sich vom Zug und Lasttier zum Leistungssportler

Der Hund ist nicht nur Freund des Menschen, sondern hilft ihm auch bei vielen weiteren Aufgaben. So dienten Schlittenhunde in ihrer Geschichte als Last- und Zugtiere. Heute bringen sie vor allem als Sportler Höchstleistungen.

Die Aufgaben eines Schlittenhundes

Als Schlittenhund nimmt dein Tier in der heutigen Zeit überwiegend an Rennen, also an Wettbewerben, teil. Gemeinsam mit einem oder bis zu elf weiteren Tieren wird er vor einen Schlitten gespannt. In Teamarbeit zieht dein Hund den Schlittenführer (Musher) und den Schlitten. Dabei kann er unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Der Leithund (Leader)

An dieser Position übernimmt dein Hund die verantwortungsvolle Aufgabe, das Team zu führen. Leithund ist beim Hundeschlittenrennen keine exklusive Position. Oft sind mehrere Hunde Leader.

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Die Ansprüche an den Leithund sind enorm. Er muss mit dem Musher kommunizieren, dessen Befehle ausführen, das Tempo vorgeben und das Team motivieren. Zudem muss der Leader den richtigen Weg überwiegend selbst finden. Bei Strecken mit Tiefschnee vollbringt der Leithund zusätzlich enorme körperliche Leistungen. Ein Hund ist als Leader geeignet, wenn er über ein gutes örtliches Erinnerungs- und Orientierungsvermögen verfügt.

Die Wheeler

Als Wheeler arbeiten die Schlittenhunde unter hohem körperlichen Einsatz. Sie befinden sich an hinterster Stelle, direkt vor dem Schlitten. Neben dem Antrieb sind sie für das Halten der Spur zuständig. Für die Aufgaben als Wheeler kommen starke Hunde mit einem hohen Laufwillen infrage. Auch Hunde, die sich noch in der Ausbildung befinden, sind für den Einsatz als Wheeler geeignet.

Die Swinger

Dies ist die Bezeichnung für alle übrigen Teammitglieder im Gespann. Sie befinden sich im Team an zweiter Stelle. Je nach Musher gibt es noch weitere Bezeichnungen für die verschiedenen Positionen im Gespann. Zwischen Swingern und Wheelern befinden sich zu Beispiel die Teamdogs.

Welche Voraussetzungen benötigt ein Schlittenhund?

Nicht jeder Hund ist für diesen Sport geeignet. Damit dein Hund in das Schlittengespann passt, muss er in optimaler körperlicher und mentaler Verfassung sein. Besonders wichtig ist der Wille des Hundes, zu laufen. Das gilt besonders bei lang andauernden körperlichen Belastungen. Ebenso Voraussetzung ist bei Schlittenhunden – vor allem beim Leithund – eine hohe Stress-Resistenz. Auch unter den härtesten Bedingungen müssen Leader die Kommandos des Schlittenführers verstehen und umsetzen. Darüber hinaus braucht dein Hund ein gutes Sozialverhalten, ein starkes Herz-Kreislauf-System und eine niedrige Schmerzempfindlichkeit. Hunderassen wie der Siberian Husky, Grönlandhund oder Alaskan Malamute sind für diesen Beruf ideal. Ihre Rassen wurden lange speziell für den Einsatz als Schlittenhund gezüchtet.

Ansprüche an den Halter

Damit dir als Halter von Schlittenhunden keine Nachteile entstehen, sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Hunde-tolerante Nachbarn oder eine abgeschiedene Wohngegend. Wenn du als Musher aktiv bist, hast du nicht nur einen Schlittenhund.
  • Ein großes Grundstück mit Platz für Freigehege
  • Zeit für die Tiere (Training, Versorgung)
  • Finanzielle Mittel für Futter, Impfungen, Versicherungen und Anschaffungskosten

Die Geschichte des Schlittenhundes

Bereits vor über 4000 Jahren sind in Sibirien Schlittenhunde zum Einsatz gekommen. Sie brachten ihre Besitzer von einem Ort zum anderen. Nomadische Stämme benutzen die Tiere auf der Jagd. Ebenso kamen die Hunde als Zugtiere und Lasttiere zum Einsatz. Reiche Familien besaßen damals um die hundert Hunde. Eine durchschnittliche Familie hingegen hatte zehn dieser Tiere.
Dieser Gebrauch ist heute eher unüblich. Die Hauptverwendung heutiger Schlittenhunde ist der Einsatz im sportlichen Wettbewerb über verschiedene Distanzen.

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