Drogenspürhund: Spezialist bei Polizei und Zoll

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Drogenspürhund: Ein Berufsspezialist

Ein Drogenspürhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der Drogen erschnüffelt. Durch ein bestimmtes Verhalten zeigt er die entsprechenden Verstecke. Eingesetzt wird der Drogenspürhund sowohl beim Zoll, bei der Polizei als auch bei Behörden für Sicherheit.
Alternative Namen sind Suchtmittelspürhund, Drogensuchhund und Suchtgifthund.

Welche Hunde sind geeignet?

Fast jeder Hund ist zum Einsatz als Drogenspürhund geeignet. Allerdings sind mittelgroße bis große Hunderassen besser einsetzbar: Sie besitzen wesentlich mehr Riechzellen als kleinere Rassen. Der Hund muss einen ausgeprägten Geruchssinn und einen ebenso ausgeprägten Spieltrieb mitbringen. Des Weiteren muss er körperlich gesund und fit sein.

Die Ausbildung eines Drogenspürhundes

Die Ausbildung des Hundes dauert ein Jahr. Meist erfolgt diese nach der vorherigen Ausbildung zum Schutzhund.

Der Hundeführer präpariert ein Spielzeug mit Drogen, um den Hund an den Geruch zu gewöhnen. Zu Beginn sucht der Hund nicht, sondern lernt den Geruch kennen. Dies ist bereits der zweite Schritt: Der Hund soll dem Geruch folgen und das Spielzeug aufspüren. Im Laufe der Zeit werden die Verstecke schwieriger. Hat der Hund ein Versteck erschnüffelt und angezeigt, erhält er eine Belohnung. Für die Hunde bleibt das Aufspüren von Drogen zeitlebens ein Spiel. Sie suchen nicht bewusst nach Rauschmitteln, sondern nach ihrem Spielzeug, dessen Geruch sie mit den Drogen verbinden.

Dem Hund wird ein passives oder aktives Anzeigeverhalten antrainiert. Beim passiven Anzeigen setzt oder legt sich der Drogenspürhund vor das Drogenversteck. Das Kratzen oder Beißen am Versteck ist das aktive Anzeigeverhalten. Wichtig: Der Hund darf weder mit der Nase noch mit der Schnauze in direkten Kontakt mit den Drogen kommen. Selbst die kleinste Menge kann für einen Hund tödlich sein. Aus diesem Grund haben viele Hundeführer einen Erste-Hilfe-Koffer dabei. Notfalls geben sie ihrem Hund eine spezielle Injektion, die sofortiges Erbrechen auslöst. Danach muss der Drogenspürhund sofort zu einem Tierarzt.

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Kann ich meinen Hund zum Drogenspürhund ausbilden lassen?

Als Privatperson kannst du deinen Hund nicht ausbilden lassen. Du kannst dir aber die Trainingsmethode abschauen und deinem Hund ein tolles Spiel anbieten. Bestücke sein Spielzeug mit Leckerchen und animiere deinen Hund zum Suchen. Sobald er das Spielzeug entdeckt, bekommt er die Leckerchen als Belohnung. Nach einer Weile kannst du schwierigere Verstecke für deinen Hund wählen. Somit kann dein Hund seinen Geruchssinn und seinen Spieltrieb ausleben und hat dabei noch großen Spaß. Und das auch noch ohne das Risiko, sich zu vergiften.

Thor: Drogenspürhund zum Mieten

In Krefeld gibt es den einzigen Drogenspürhund zum Mieten. Der Hund namens Thor wurde in den USA in der US-Anti-Drogenbehörde DEA ausgebildet und war dort ein sehr erfolgreicher Drogenspürhund. Mittlerweile lebt Thor mit seinem Hundeführer in Deutschland. Überwiegend Firmen und Schulen nehmen seine Dienste in Anspruch. In 85 Prozent der Fälle ist Thor fündig geworden – ist das ein toller Erfolg oder eher erschreckend?

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