Hoopers: Der neue Hundesport

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Hundesportart Hoopers

Hoopers ist der gesunde Sport für Hund und Halter. Die Vierbeiner müssen verschiedene Hoops durchlaufen. Anders als z.b. beim Agility spielt die Zeit keine Rolle.

Was ist Hoopers?

Hoopers ist in Deutschland ein noch junger Hundesport. In Amerika dagegen gibt es Hoopers oder Hoopers-Agility schon seit gut 20 Jahren. Beim Hoopers laufen die Hunde durch Rundbögen, so genannte Hoops, und werden von dem Hundebesitzer auf Distanz durch einen gestellten Parcours geleitet. Ein Hoop ist 1m hoch und etwa 90cm breit. Da die Hunde diese Hoops nur durchlaufen und nicht springen müssen, eignet sich diese neue Sportart auch für große und sehr große Rassen, für ältere und für gehandicapte Hunde. Aber natürlich ebenso für Hunde jedes Alters (ab ca. 6 Monate) und jeder Größe. Der Hundeführer steht in der Regel auf einer Stelle oder in einem kleinen markierten Bereich und leitet den Hund von dort durch den Parcours. Somit eignet sich diese Hundesportart auch für ältere oder körperlich eingeschränkte Hundehalter, die keine sportlichen Leistungen mehr zeigen können. Generell ist Hoopers aber eine schöne Beschäftigung für alle Menschen, die Freude an der Arbeit mit ihrem Hund haben und diesen gerne und ehrlich belohnen.

Was sind die Vorzüge von Hoopers?

Zum einen natürlich für alle großen Hunde mit einer Widerristhöhe ab 65cm aufwärts, für die Geräte-Sportarten, wie Agility oder Turnierhundesport nicht mehr geeignet sind. Im Hoopers brauchen diese großen und schweren Hunde, nicht zu springen oder klettern, sondern durchlaufen die Hoops oder aber auch kurze Tunnel mit einem Durchmesser von 80cm. Da es nicht um Geschwindigkeit geht, werden auch die gemütlicheren Riesen Spaß an dieser neuen Hundesportart haben.

Für alte Hunde, auch die freuen sich in der Regel noch über geistigen Input und neue Aufgaben, die sie mit ihrem Hundeführer gemeinsam erarbeiten können. Wie bereits erwähnt, auf Schnelligkeit kommt es nicht an und so kann der alte Hund seinen Möglichkeiten entsprechend noch Spaß beim Hoopers haben.

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Der gehandicapte Hund:

Darunter fasse ich die zusammen, die körperlich eingeschränkt oder behindert sind. So kann man Hoopers mit Hör- oder Sehbehinderten Hunden machen, oder welchen die nur noch auf drei Beinen laufen, aber trotzdem sinnvoll beschäftigt werden möchten. Bei Hunden mit z.B. Hüftgelenksdysplasie (HD) ist es meiner Meinung nach wichtig, das die Hunde schmerzfrei sind und eine gute Muskulatur besitzen, dann steht auch hier dem Hoopers nichts im Wege.

Der pensionierte Hund:

Der „pensionierte Sporthund“, hier am Beispiel des Agility. Das Agility ist ein Triebsport. Von klein auf wurden die Hunde darauf hin ausgebildet und trainiert und bis zum Ausscheiden, durch Verletzung oder Alter, weiter regelmäßig gefordert. Auch wenn die Belastungen, die das Agility mit sich bringt, für den Hundekörper irgendwann zu groß werden, braucht der Hund doch mental weiter die triebliche Auslastung. Für jeden Leistungssportler (Fußball, Leichtathletik, Tennis etc.) ist es irgendwann mal vorbei, aber er hört nicht von heute auf morgen auf und macht keinen Sport mehr, sondern er trainiert weiter nur viel dosierter und auf seine jetzigen Bedürfnisse ausgerichtet.

Vielen Agilityhunden geht es leider so, dass es von heute auf morgen vorbei ist. Die Turnierkarriere ist zu Ende und den Rest ihres Lebens sind sie „einfach nur Hund“.  Kein weiteres körperliches Training bedeutet oft rapiden Muskelabbau, das betrifft auch den Herzmuskel,  und ist somit meist verbunden mit schnellerer Alterung. Und genau dort kommt das Hoopers ins Spiel. Es hält den Hund fit, körperlich und geistig. Hoopers ist anstrengend für den Kopf, aber wenig belastend für den Körper, das Ergebnis sind zufriedene und ausgelastete Hunde.

Die Geräte und Verletzungen

Ein großes Thema in Hundesportarten mit Geräten, die durch- bzw. überlaufen/übersprungen werden, ist die Belastung des Hundes bzw. die Verletzungsgefahr. Beim Hoopers ist diese im Wesentlichen abhängig von zwei Faktoren: 1. Beschaffenheit der Hoops und 2. Ausbildungsmethode.

Da es noch keine einheitlichen Standards für die Beschaffenheit von Hoops gibt, sind die unterschiedlichsten Modelle von billigem Kunststoff  „Marke-Eigenbau“  bis hochwertig verarbeitetem Alu oder Weißblech zu satten Preisen auf dem Markt. Für welches Modell man sich auch entscheidet, die Hoops dürfen keine Kanten haben. Die Füße sollten also rund oder abgerundet sein und zusätzlich mit einem trittdämpfenden Kantenschutz (z.B. Rohrisolierung) versehen sein. Zudem ist es wichtig, das Hoops standfest sind und nicht umfallen können, wenn sie von Hunden beim durchlaufen touchiert werden.

Auch die Ausbildungsmethode des Hundes trägt zur Belastungsminimierung bei. Wir wollen keine hirnlos rennenden Hunde, die bewusst auf Tempo gebracht wurden und automatisch alles nehmen was „vor ihrer Nase“ steht, denn die Verletzungsgefahr ist bei hohem Tempo in engen Kurven oder bei Wendungen durch Wegrutschen des Hundes eher gegeben, als bei Hunden, die langsamer laufen. Da es beim Hoopers nicht um Geschwindigkeit geht, sollte der Hund selbst sein Tempo bestimmen können, abhängig von seinem körperlichen Vermögen. Und genau das beobachten wir bei den Hunden, die, gearbeitet nach der Kreistheorie und über die richtige Körpersprache des Hundeführers, ihr Tempo ihren körperlichen  Möglichkeiten und Bedürfnissen anpassen.

Die Autorin Katrin Werdin betreibt seit über 25 Jahren aktiven Hundesport und wer mehr über Katrin und Hoopers erfahren möchte, der kann auf de.dogcoaches.com mehrere Videokurse buchen.

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